Aus der Amazon.de-Redaktion
Eigentlich wollten die beiden netten Jungs nur eine etwas funktionstüchtigere Suchmaschine für ihre Universität basteln. Doch was 1997 in Stanford Studenten, Lehrern und Verwaltungsangestellten unter Google zur Verfügung stand (Google, eigentlich Googol, ist der mathematische Begriff für eine Riesenzahl, Brin und Page hatten ihn versehentlich falsch geschrieben), wuchs nach der Firmenausgründung in kürzester Zeit in den virtuellen Himmel. Mitte 2000 bereits erledigte Google 15 Millionen Suchanfragen pro Tag, nur 10.000 waren es noch Mitte 1998 gewesen. Anfang 2001 kletterte die Zahl auf 100 Millionen Suchanfragen pro Tag, 10.000 pro Sekunde. Nach dem Börsengang im August 2004 wurde Google milliardenschwer. Im Sommer 2005 besaß jeder der Firmengründer ein Reinvermögen von mehr als zehn Milliarden Dollar. Heute ist googeln als Verb im Duden aufgenommen, ebenso wie sich to google im angelsächsischen Sprachraum etabliert hat.
In der Google-Story zeichnen der Pulitzer-Preisträger David A. Vise und Mark Malseed den ebenso spannenden wie wechselhaften Aufstieg der Google-Erfinder nach. Eine wahre Heldenstory -- und an manchen Stellen zu dick aufgetragen, insbesondere dann, wenn der Suchmaschine menschliche Eigenschaften zugesprochen werden. Aber es ist durchaus spannend zu verfolgen, wie zwei amerikanische Jungs innerhalb von nur fünf Jahren mit einem kalifornischen Studentenprojekt die globale Informationskultur umzustülpen vermochten. Zumal Vise und Malseed die Schwierigkeiten des Unternehmens mit Datenschutz und Copyright, mit Wettbewerbern und Konkurrenten nicht verschweigen. Und wer dazu noch die 23 Google-Suchtipps mitstudiert, wird nach der Lektüre noch leichter durchs Internet navigieren. --Anja Dilk
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The strength of the book comes from its command of many small details, and its focus on the human side of the Google story, as opposed to the merely academic one. Some may prefer a dryer, more analytic approach to Google's impact on the Internet, like The Search or books that tilt more heavily towards bits and bytes on the spectrum between technology and business, like The Singularity is Near. Those wanting to understand the motivations and personal growth of founders Larry Page and Sergey Brin and CEO Eric Schmidt, however, will enjoy this book. Vise and Malseed interviewed over 150 people, including numerous Google employees, Wall Street analysts, Stanford professors, venture capitalists, even Larry Page's Cub Scout leader, and their comprehensiveness shows.
As the narrative unfolds, readers learn how Google grew out of the intellectually fertile and not particularly directed friendship between Page and Brin; how the founders attempted to peddle early versions of their search technology to different Silicon Valley firms for $1 million; how Larry and Sergey celebrated their first investor's check with breakfast at Burger King; how the pair initially housed their company in a Palo Alto office, then eventually moved to a futuristic campus dubbed the "Googleplex"; how the company found its financial footing through keyword-targeted Web ads; how various products like Google News, Froogle, and others were cooked up by an inventive staff; how Brin and Page proved their mettle as tough businessmen through negotiations with AOL Europe and their controversial IPO process, among other instances; and how the company's vision for itself continues to grow, such as geographic expansion to China and cooperation with Craig Venter on the Human Genome Project.
Like the company it profiles, The Google Story is a bit of a wild ride, and fun, too. Its first appendix lists 23 "tips" which readers can use to get more utility out of Google. The second contains the intelligence test which Google Research offers to prospective job applicants, and shows the sometimes zany methods of this most unusual business. Through it all, Vise and Malseed synthesize a variety of fascinating anecdotes and speculation about Google, and readers seeking a first draft of the history of the company will enjoy an easy read. --Peter Han -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
From Booklist
Copyright © American Library Association. All rights reserved -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.5.2006
Financial Times, 22.3.2006
Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 5. März 2006
Süddeutsche Zeitung, 18.3.2006
Sächsische Zeitung, 5. Juni 2006
Kurzbeschreibung
Das erste Buch über die Internet-Erfolgsstory Mit aktuellem Vorwort zur deutschen Ausgabe
Innerhalb von nur fünf Jahren entwickelte sich die Suchmaschine Google vom kalifornischen Studentenprojekt zum globalen Giganten. Pulitzer-Preisträger David A. Vise hat das erste umfassende Buch über das Weltunternehmen geschrieben. Spätestens seit dem Börsengang im Mai 2004 ist Google ein vielköpfiger Drache, der nicht allein Bill Gates nervös macht. Mit seiner weltweit führenden Suchmaschinentechnik, einer Armee von kreativen Köpfen und einer Marktkapitalisierung, die schon eineinhalb Jahre nach dem Börsengang die 100-Milliarden-Dollar-Grenze überschritten hat, kann sich das Unternehmen aussuchen, welchen nächsten Schritt es als nächsten unternimmt. Kaum eine Branche ist vor Google sicher. Dabei galt das Unternehmen lange als Sympathieträger. Sergey Brin und Larry Page lernten sich an der Stanford-Universität kennen: zwei nette Jungs, die eine gute Idee hatten und ein Unternehmen gründeten, dessen Motto auch heute noch "Don't be evil" lautet. Schrittweise behandeln die Autoren, wie Google - unter Mithilfe gewiefter Investoren, einer unkonventionellen Unternehmenskultur und der besten Cafeteria von Silicon Valley - einen Erfolg nach dem anderen feierte. Die Google-Story ist die exzellent recherchierte ! Chronik einer einzigartigen Unternehmensentwicklung.
Der Verlag über das Buch
Klappentext
Über den Autor
Auszug aus Die Google-Story von David A. Vise, Mark Malseed. Copyright © 2006. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Vorwort der deutschen Ausgabe (Auszug):
In Deutschland ist Google sehr populär, und für viele Benutzer ist die Suchmaschine gleichbedeutend mit dem Internet. Laut Nielsen NetRatings hat Google 22,3 Millionen deutsche Benutzer und damit einen Marktanteil von 65 Prozent. An der Aufmerksamkeit in Deutschland hat Google jedoch einen höheren Anteil, als diese Zahlen suggerieren, denn sie berücksichtigen weder die Tatsache, dass die Suchmaschine auf Tausenden von kooperierenden Websites präsent ist, noch die gesponserten Links und die von Google gelieferten Anzeigen. Zu dem wachsenden Spektrum von Dienstleistungen, die Google in Deutschland anbietet, gehört Google Mail, in den Vereinigten Staaten kurz Gmail genannt. Der Deutsche Daniel Giersch wies darauf hin, dass »Gmail« als Warenzeichen problematisch sei, und so wählte Google für seine deutschen Benutzer die Bezeichnung Google Mail. Der Service begann im Mai 2005 mit dem Logo »Google Mail« und entsprechenden
Mail- Adressen: Name@Googlemail. com.
Google hat in Deutschland eine Partnerschaft mit T-Mobile und stellt dem Telekomriesen Suchfunktion und Anzeigen zur Verfügung. Google beachtet außerdem die in Deutschland geltenden Bestimmungen des Presserechts und zeigt die inkriminierten Teile entsprechender Websites nicht an. Die Benutzer werden in diesen Fällen davon informiert, dass von der Website, die sie gerade vor sich haben, etwas entfernt wurde. Google News, eine Zusammenstellung von Nachrichten aus aller Welt, erfreut sich großer Beliebtheit in Deutschland, dem zweiten Land, in dem dieser Service nach seinem Debüt auf Englisch angeboten wurde. Auf der Frankfurter Buchmesse 2004 gaben Google- Gründer Sergey Brin und Larry Page ihre Absicht bekannt, sich mit Verlagen zusammenzutun, um Bücher, die nicht mehr urheberrechtlich geschützt sind, der Online- Suche zugänglich zu machen. Einige Monate später wurde der Plan enthüllt, Hunderte Millionen von Bänden aus den Bibliotheken von Stanford, Harvard, Michigan, der New Yorker Public Library und der Universität Oxford zu digitalisieren. Inzwischen wurde Google von amerikanischen Verlegern und Autoren verklagt, weil die Suchmaschine
deren Material angeblich für gewerbliche Zwecke stiehlt. Schon lange vor der Gründung von Google träumte Larry Page davon, Bücher in Bibliotheken, die über Jahrhunderte das Wissen der Menschheit bewahren, durch Google allgemein zugänglich und durchsuchbar zu machen. Er möchte die Mauern der Bibliotheken einreißen und die Bestände sowohl Wissenschaftlern als auch normalen Computerbenutzern zugänglich machen, gleichgültig wer sie sind und wo sie leben, und er möchte dabei die Verfügbarkeit von Informationen für die wissenschaftliche Forschung wie für den Gebrauch im Alltag demokratisieren. Ungeachtet der eingereichten Klage fährt Google fort, Bücher zu digitalisieren, und hat sich damit in Frankreich den Zorn der Regierung und der Leitung der Nationalbibliothek zugezogen; die Franzosen wünschen nicht, dass Computerbenutzer in aller Welt nur noch aus der Sicht englischsprachiger Autoren über die Französische Revolution belehrt werden. Dem hielt Google entgegen, dass die eingescannten Bibliotheksbestände Bücher in zahlreichen Sprachen enthalten. Frankreich will sich - entweder allein oder im Rahmen der Europäischen Union - energisch dafür einsetzen, dass nicht nur englische, sondern auch französische und Bücher in anderen Sprachen digitalisiert werden.
Google ist noch nicht einmal sieben Jahre alt, und seine Gründer sind Anfang dreißig. Es mag ein junges Unternehmen sein, doch es ist für Web 2. 0 »das Huhn, das goldene Eier legt« und mit einem Börsenwert von über 130 Milliarden Dollar wertvoller als Disney, General Motors, Ford, Amazon. com, die New York Times, die Washington Post und das Wall Street Journal zusammen. Es macht fast seinen gesamten Gewinn mit Anzeigen, die neben den Suchergebnissen gezeigt werden. Innerhalb der weit gesteckten Grenzen des amerikanischen Rechts gibt es kaum rechtliche Schranken für das, was man mit Anzeigen machen darf. In Deutschland gilt jedoch ein engmaschigeres Regelwerk, dem Google sich anpassen muss. So gibt es unterschiedliche Entscheidungen deutscher Gerichte in der Frage, ob Unternehmen die Warenzeichen oder Produktbezeichnungen von Konkurrenten benutzen dürfen, um daran ihre eigenen Anzeigen aufzuhängen. Daher hat Google in Deutschland und anderen europäischen Ländern ein System geschaffen, das es Unternehmen, die ihre Warenzeichen und Markennamen schützen möchten, ermöglicht, der Suchmaschine mitzuteilen, dass alle Anzeigen von Konkurrenten, die durch diese Namen ausgelöst werden, blockiert werden sollen. Google erfüllt entsprechende Forderungen. In den Vereinigten Staaten verdient Google jedoch prächtig an jeder Anzeige von Ford, die durch ein Warenzeichen von General Motors ausgelöst wird, und Google hat sich schon in den Anfängen das Recht erstritten, solche Anzeigen zu bringen. Weil die rechtlichen und kulturellen Rahmenbedingungen in Deutschland andere sind, muss Google hier also anders verfahren als in den USA, doch im Kernbereich der unentgeltlichen Suche gelten für alle Benutzer im englischen wie im deutschen
Sprachraum dieselben Bedingungen.