Kurzbeschreibung
Google hat sich dabei fundamental verändert. Google ist mittlerweile mehr als eine Suchmaschine. Google ist ein Nachrichtendienst. Google ist ein Multimedia-Archiv. Google ist ein Bezahlsystem. Google ist ein geographisches Informationssystem. Google ist ein Werbevermarkter. Google ist ein Software-Anbieter. Google ist vielleicht bald auch eine Telefongesellschaft... und vieles mehr!
Google investiert Milliarden in den Ausbau seiner Suchtechnologie und die Expansion seines Werbenetzwerks in die klassischen Werbeträger (TV, Radio oder Print). Google arbeitet an vollkommen neuen Angeboten wie der Verfügbarkeit von Wissen in Form der Digitalisierung gigantischer Bibliotheken. Google stößt in neue Segmente wie den mobile Plattformen, Geoinformation oder Anwendungen zur Bürokommunikation vor und engagiert sich beim Aufbau neuer Kommunikationsnetze oder entwickelt Dienste, die unser (digitales) Leben nachhaltig verändern könnten. Wie passt dies alles zusammen? Betrachtet man die einzelnen Aktivitäten von Google näher, ergibt sich ein spannendes Gesamtbild mit der Frage, welche Ziele und Strategie Google verfolgt. Dieses Gesamtbild - unter dem Schlagwort 'Google-Ökonomie' - wird analysiert und die möglichen Auswirkungen auf verschiedene Branchen bewertet.
Der Autor über sein Buch
Das Unternehmen Google ist vielmehr als die bekannte Suchmaschine im Internet mit dem knallbunten Logo. Google ist mittlerweile einer der dominierenden Internetkonzerne und scheint in seinem Erfolg und seinem Expansionsdrang unaufhaltbar zu sein.
Warum will Google Offline-Werbung vermarkten? Warum will Google die Lizenz für ein Mobilfunknetz erwerben? Warum investiert Google in ein BioTech-Startup?
Welche Ziele und welche Strategie verfolgt Google? Diese Frage haben wir uns vor ca. zwei Jahren gestellt und begonnen dies tiefer zu analysieren. Die Ergebnisse unserer Analyse und die Schlussfolgerungen schienen uns für viele anderen Interessierte von Bedeutung zu sein. Wir haben uns deshalb entschlossen, dies in einer Publikation zusammenzufassen.
Das Buch richtet sich dabei nicht nur an Experten, die sich beruflich mit Google auseinandersetzen, sondern an alle, die einen näheren Blick auf das Unternehmen Google werfen möchten.
Klappentext
Über den Autor
Veit Siegenheim, Jahrgang 1966, studierte Informatik an der Technischen Universität Fridericiana Karlsruhe. Nach seinem Diplom im Jahre 1992 begann er seine berufliche Laufbahn bei einem großen amerikanischen Softwarehersteller, wo er das Beratungs- und Lösungsgeschäft für Telekommunikationsunternehmen verantwortete. Im Rahmen seiner Beratungstätigkeit für Medien- und Telekommunikationsunternehmen führten seine weiteren beruflichen Stationen über die IBM Unternehmensberatung, IBM Global Business Services und Booz Allen Hamilton. Im Rahmen seiner Beratungstätigkeiten war Veit Siegenheim an einer Vielzahl von Projekten u.a. für Fernseh- und Radiosender, Internetportale und Verlage federführend beteiligt. Derzeit verantwortet Veit Siegenheim als Geschäftsführer und Executive Partner der Accenture Deutschland GmbH umfangreiche Aktivitäten im Bereich Media & Entertainment in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Seine Arbeit fokussiert sich auf die Positionierung und die daraus resultierende Transformation von Medien- und Telekommunikationsunternehmen, die durch die zunehmende digitale Konvergenz notwendig wird. Veit Siegenheim ist Autor verschiedener Studien, Fachbeiträge und Fachbücher sowie Redner auf Fachkonferenzen und Gastreferent an Universitäten. (Kontakt via xing.com)
Auszug aus Die Google-Ökonomie. Wie Google die Wirtschaft verändert von Veit Siegenheim, Ralf Kaumanns. Copyright © 2007. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Die traditionellen Medien haben ein gespaltenes Verhältnis zu Google.
Einerseits profitieren viele Medienunternehmen von dessen enormer
Reichweite und der Vermarktung ihrer Onlineangebote durch das Google
Werbenetzwerk AdSense. Wahrscheinlich wären viele nicht in der Lage, für
sich alleine, vergleichbare Umsätze mit ihren Webangeboten zu erzielen.
Andererseits untergräbt Google mit seinen steigenden Werbeeinahmen und
seinem radikalen CPC-Ansatz die herkömmlichen Geschäftsmodelle von Verlagen
im Werbeumfeld. Google ist bei vielen Onlineangeboten von Medienunternehmen
der wichtigste Lieferant von Traffic. Im Gegensatz zu Yahoo! versucht
Google nicht, die Nutzer möglichst lange auf den eigenen Seiten zu halten,
sondern will dem Suchenden die relevanten Informationen liefern. Weiterhin
zeigt Google derzeit keinerlei Ambitionen in das Kernge-schäft von
Medienunternehmen einzusteigen, der Kreation und Produktion medialer
Inhalte. Allerdings erzielt Google 99 Prozent seiner Umsätze mit einem der
klassischen Geschäftsmodelle der Medienwirtschaft, der Refinanzie-rung
durch Werbung.
Ist Google nun Freund oder Feind der Medienwirtschaft? Profitieren
Medienunternehmen von Googles Aktivitäten oder ist die Existenz vieler
Medienunternehmen durch Google bedroht? Leider kann man im Falle Google
diese Fragen nicht eindeutig beantworten. Die Situationen der Wertschöpfung
und des Wettbewerbs zwischen Google und den Medienun-ternehmen muss je nach
Segment differenziert betrachtet werden. Im Folgenden wird daher ein Blick
auf die Aktivitäten von Google in Bezug auf Verlage, Nachrichtenagenturen
und Fernsehunternehmen geworfen. In Googles Unternehmensdarstellung heißt
es: die Informationen der Welt zu organisieren und allgemein nutzbar und
zugänglich zu machen. Wesentliche Informationen im Netz sind, neben den
nutzergenerierten Inhalten, die professionellen Inhalte von
Medienunternehmen. Geschützt durch das US-Urheberrecht (Stichwort: Fair
Use) nutzt Google für seine Suchmaschine geschickt die Inhalte der
Medienunternehmen im Netz. Die eigentliche, urheberrechtliche Leistung
liegt dabei nicht bei Google, sondern bei den Medienunternehmen. Google
nutzt den Kontext ihrer Inhalte, um neue Dienste und Produkte anzubieten.
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