Die Glut: Roman und über 1 Million weitere Bücher verfügbar für Amazon Kindle . Erfahren Sie mehr


oder
Loggen Sie sich ein, um 1-Click® einzuschalten.
oder
Mit kostenloser Probeteilnahme bei Amazon Prime. Melden Sie sich während des Bestellvorgangs an. Erfahren Sie mehr
Alle Angebote
Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Die Glut: Roman
 
 
Beginnen Sie mit dem Lesen von Die Glut: Roman auf Ihrem Kindle in weniger als einer Minute.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Die Glut: Roman [Taschenbuch]

Sándor Márai , Christina Viragh
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (64 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 8,99 kostenlose Lieferung. Siehe Details.
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o o
Auf Lager.
Verkauf und Versand durch Amazon.de. Geschenkverpackung verfügbar.
Nur noch 13 Stück auf Lager - jetzt bestellen.
Lieferung bis Mittwoch, 30. Mai: Wählen Sie an der Kasse Morning-Express. Siehe Details.
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Jahrzehntelang war das umfangreiche schriftstellerische Werk des Ungarn Sándor Márai (geb. 1900) in seiner Heimat verboten. Sein Roman Die Glut, der im Jahre 1942 erschien, wird jetzt neu aufgelegt und ruft den exzellenten Literaten wieder ins Gedächtnis zurück.

Nach einundvierzig Jahren erwartet der zurückgezogen lebende General den Besuch seines Jugendfreundes Konrád. Henrik und Konrád waren, trotz ihrer unterschiedlichen sozialen Herkunft, in der Schule und beim Militär unzertrennlich. Auch später, als Henrik die schöne Krisztina zur Frau nimmt, scheint ihre Freundschaft harmonisch. Bis zu dem Tag, als die beiden Männer zur Jagd gehen und Henrik spürt, wie sein Freund auf ihn anlegt und zielt. Mit diesem Ereignis ändert sich das Leben der drei.

Wußte Krisztina von dem geplanten Anschlag? Hatte sie vielleicht sogar ein heimliches Verhältnis mit Konrád? Sie spricht bis zu ihrem Tod kein Wort mehr mit Henrik. Jetzt, nach einundvierzig Jahren, hat er immer noch Fragen, auf deren Beantwortung er geduldig wartet.

Mit messerscharfen Beobachtungen und wunderbar klugen Sätzen, die man sich alle anstreichen möchte, analysiert Márai menschliche Leidenschaft in seinem Kammerspiel des untergehenden k.u.k.-Reiches.

Auch in Márais persönlichem Leben gibt es die tragischen einundvierzig Jahre des Wartens. Er hatte 1948 Ungarn verlassen und setzte -- wie der ebenfalls ins Exil gegangene Stefan Zweig (gest. 1942), an den sein Stil erinnert --, seinem Leben 1989 in San Diego ein Ende. Zu früh, so kurz vor der politischen Wende des Ostblocks. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Amazon.de Hörbuch-Rezension

Mit dem Roman Die Glut begann die Wiederentdeckung des Ungars Sandor Marai und er erhielt den ihm gebührenden Rang in der europäischen Literatur des 20. Jahrhunderts. Dabei wirkt die Geschichte eher ein bisschen altmodisch mit diesem Beharren auf Gefühlen, auch 41 Jahre nach dem Ende der Freundschaft von Henrik und Konrad. Als alte Männer treffen sie sich ein allerletztes Mal, die Frau, die sie beide geliebt haben, ist längst tot, aber die Ressentiments zwischen ihnen scheinen es noch nicht zu sein.

Neben einer vollständigen Lesung mit Christian Brückner, die es leider nie auf CD gab, kann man dieses herrliche Stück Literatur aus der untergegangenen K und K Monarchie auch in einer Hörspielfassung von Sebastian Goy genießen. Bemerkenswert sind dabei vor allem die beiden Hauptdarsteller, die beiden Großschauspieler Thomas Holtzmann und Rolf Boysen -- schon allein wegen ihnen, sollte man sich dieses Hörbuch nicht entgehen lassen. Oft schon haben sie auf der Bühne gemeinsam brilliert, etwa in Thomas Bernhards Brüder-Drama Der Schein trügt. Und nicht anders ist es in Marais intimen Kammerspiel der überdauerten Gefühle. --Christian Stahl

Spieldauer: ca. 84 Minuten, 2 CDs, Hörspielfassung -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Glut
OT A gyertyák csonkig égnek OA 1942 DE 1950Form Roman Epoche Moderne
Sándor Márais Roman Die Glut war 50 Jahre nach Erscheinen der Originalausgabe eine der großen literarischen Wiederentdeckungen des 20. Jahrhunderts. Indem der Autor die großen Themen der Literatur, Liebe und Einsamkeit, Freundschaft und Verrat, in eine spannende Handlung einbindet, gelingt es ihm auf faszinierende Weise, den Leser immer tiefer in die erzählte Welt hineinzuziehen.
Inhalt: Die Geschichte spielt im Sommer des Jahres 1940 in einem einsam gelegenen Jagdschloss am Fuße der Karpaten. Henrik, der Hausherr, erhält einen Brief seines Jugendfreundes Konrád, in dem dieser seinen Besuch ankündigt. Auf einer Kadettenschule hatten die beiden einander einst gefunden, waren unzertrennliche Freunde geworden und lebten lange Jahre wie Brüder zusammen. Konrád, der aus ärmlichen Verhältnissen stammte, wurde wie selbstverständlich in den Kreis der wohlhabenden Familie Henriks aufgenommen, verbrachte seine freie Zeit in deren Schloss, wo man gemeinsam feierte und zur Jagd ging. Die Freundschaft endete abrupt, als Konrád am Abend nach einer Jagd spurlos verschwand.
41 Jahre lang haben die beiden nun alten Männer diese Begegnung herbeigesehnt, haben ihre Kraft aus dem Warten auf diesen Tag gezogen. In der vor ihnen liegenden Nacht soll geklärt werden, warum die Freundschaft zerbrach, die für ein ganzes Leben hätte halten können. Hat Konrád ein Verhältnis mit Henriks Ehefrau Krisztina gehabt? Wollte er Konrád während der Jagd am Tag vor seinem Verschwinden erschießen? Henrik ist sich dessen sicher, aber er will Gewissheit haben, ob seine Frau von diesem Plan wusste. Er hält einen Monolog, in dem sich Rachegelüste, Enttäuschung und ein inniger Glaube an die Macht der Gefühle vermengen.
Konrád hat dem nicht viel entgegenzubringen, doch in dem Ringen um die Wahrheit verschiebt sich wiederholt die Perspektive. Am Ende steht die Erkenntnis, dass dieses Ringen sinnlos ist. Die von beiden geliebte Frau ist seit Jahrzehnten tot; Henrik hat nach dem Vorfall nie wieder mit ihr gesprochen. Er und Konrad haben – jeder auf seine Art – die Liebe verraten und damit ihrem Leben den Sinn geraubt.
Struktur: Die Handlung des Romans wickelt sich in drei Stufen ab: das Warten des Hausherrn auf den Besuch des Jugendfreundes, die Begegnung der beiden und der lange Monolog Henriks, nur wenige Male von Anmerkungen Konráds unterbrochen. Die enorme Spannung, die der Text über die gesamte Länge aufrecht zu erhalten vermag, speist sich aus der Neugier auf den Fortgang bzw. die Auflösung der Geschichte. Sie lebt aber vor allem aus den aufgegriffenen Themen, aus der Tatsache, dass es die existenziellen, die letzten Fragen sind, die in diesem Buch gestellt werden.
Nach und nach erweitern geschickt gesetzte Rückblenden die Ahnung von dem Geschehen in dieser dramatischen Dreiecksgeschichte. Da jedoch alles aus der Perspektive der Hauptfigur geschildert wird, ist nicht zu entscheiden, ob seine Version der Wirklichkeit entspricht.
Wirkung: Der Roman Die Glut hat seit seiner Wiederentdeckung Millionen Leser gefunden und seinen Autor dem Vergessen entrissen. Im Sog des Erfolgs dieses mittlerweile in alle großen Sprachen übersetzten Buchs wird das umfangreiche Werk von Márai für die Leser mit großer Verspätung erschlossen. R. F. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Sándor Márai hat einen grandiosen, einen quälenden Gespensterroman geschrieben, einen Totengesang der Überlebenden, denen die Wahrheit zum Fegefeuer geworden ist. Die Glut hat ihnen das Leben zur Asche ausgebrannt.« Thomas Wirtz, Frankfurter Allgemeine Zeitung

Kurzbeschreibung

Darauf hat Henrik über vierzig Jahre gewartet: Sein Jugendfreund Konrád kündigt sich an. Nun kann die Frage beantwortet werden, die Henrik seit Jahrzehnten auf dem Herzen brennt: Welche Rolle spielte damals Krisztina, Henriks junge und schöne Frau? Warum verschwand Konrád nach jenem denkwürdigen Jagdausflug Hals über Kopf? Eine einzige Nacht haben die beiden Männer, um den Fragen nach Leidenschaft und Treue, Wahrheit und Lüge auf den Grund zu gehen. – »Sándor Márai hat einen grandiosen, einen quälenden Gespensterroman geschrieben, einen Totengesang der Überlebenden, denen die Wahrheit zum Fegefeuer geworden ist. Die Glut hat ihnen das Leben zur Asche ausgebrannt.« (Thomas Wirtz in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung)

Der Verlag über das Buch

Hörspiel von Sebastian Goy. Mit: Thomas Holtzmann, Rolf Boysen, Doris Schade, Michael König, Susanne Lothar, u.a. Regie: Walter Adler -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Sándor Márai, 1900 in Kaschau (Košice, heute Slowakei) geboren, lebte und studierte in verschiedenen europäischen Ländern, ehe er 1928 als Journalist nach Budapest zurückkehrte. Er verließ Ungarn 1948 aus politischen Gründen und ging 1952 in die USA, wo er bis zu seinem Freitod 1989 lebte. Mit der Neuausgabe des Romans »Die Glut« (1999) wurde Márai als einer der großen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts wiederentdeckt. Zuletzt erschienen die Romane »Die Gräfin von Parma«, »Wandlungen einer Ehe« und »Die Nacht vor der Scheidung«.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"Am Vormittag hielt sich der General lange in seinen Kellereien auf. Er war in der Morgenfrühe mit seinem Winzer hingegangen, um nach zwei Fässern zu sehen, in denen der Wein zu gären begonnen hatte. Als er mit dem Abfüllen fertig war und nach Hause kam, war es schon elf Uhr vorbei. Zwischen den Säulen der Veranda, die von den feuchten Steinplatten moderig roch, stand sein Jäger und überreichte ihm einen Brief. 'Was willst du?' fragte der General unwirsch. Er schob sich den Strohhut, dessen breite Krempe sein rotes Gesicht beschattete, aus der Stirn. Schon seit etlichen Jahren öffnete und las er keine Briefe mehr. Die Post wurde im Büro des Gutsverwalters von einem der Angestellten aufgemacht und sortiert. 'Das hat ein Bote gebracht', sagte der Jäger und stand stramm. Der General erkannte die Schrift, nahm den Brief und steckte ihn in die Tasche. Er trat in die kühle Vorhalle und reichte dem Jäger wortlos Stock und Hut. Aus seiner Zigarrentasche holte er eine Brille hervor, stellte s ich ans Fenster und begann im Licht, das durch die Ritzen der Rolläden hereinsickerte, den Brief zu lesen. 'Warte', sagte er über die Schulter hinweg, als der Jäger mit Stock und Hut gehen wollte. Den Brief stopfte er sich in die Tasche. 'K lm n soll auf sechs Uhr anspannen. Den Landauer, denn es gibt Regen. Und er soll die Paradelivree anlegen. Du auch', sagte er mit unerwartetem Nachdruck, als hätte ihn plötzlich etwas erbost. 'Und alles auf Hochglanz. Wagen und Geschirr sollen unverzüglich geputzt werden. Die Livree anlegen, hast du verstanden? Und dann setzt du dich neben K lm n auf den Bock.' 'Jawohl, gnädiger Herr', sagte der Jäger und schaute seinem Herrn gerade in die Augen. 'Auf sechs Uhr.' 'Um halb sieben fahrt ihr los', sagte der General und bewegte lautlos die Lippen, als zählte er. 'Du meldest dich beim Weißen Adler und sagst nur, ich hätte dich geschickt, und der Wagen für den Herrn Hauptmann sei da. Wiederhole.' Der Jäger wiederholte. Daraufhin hob der General die Hand, als wäre ihm noch etwas eingefallen, und blickte zur Decke. Doch dann sagte er nichts, sondern ging in den ersten Stock hinauf. Der Jäger, in Habachtstellung erstarrt, sah ihm glasigen Blickes nach und wartete, bis die untersetzte, breitschultrige Gestalt hinter der Kehre der steinernen Balustrade verschwunden war. Der General ging in sein Zimmer, wusch sich die Hände und trat an sein schmales, hohes Stehpult, das mit tintenfleckigem grünen Filz bezogen war und auf dem Federn, Tinte und, millimetergenau aufeinandergestapelt, Hefte lagen, wachstuchbezogene mit Pepitamuster, wie sie die Schüler für ihre Aufgaben verwenden. In der Mitte des Pults stand eine Lampe mit grünem Schirm, die der General anschaltete, da es im Zimmer dunkel war. Hinter den geschlossenen Läden, im vertrockneten, verdorrten, versengten Garten, tobte der Sommer in einem letzten Auflodern, wie ein Brandstifter, der in sinnloser Wut die Felder anzündet, bevor er sich davonmacht. Der General nahm den Brief hervor, glättete das Blatt sorglich und las im starken Licht, die Brille auf der Nase, die geraden kurzen Zeilen mit den spitzen Buchstaben. Die Arme verschränkte er auf dem Rücken. An der Wand hing ein Kalender mit faustgroßen Datumsziffern. Vierzehnter August. Der General blickte zur Decke und rechnete. Vierzehnter August. Zweiter Juli. Er rechnete aus, wieviel Zeit seit einem langverflossenen Tag und dem heutigen vergangen war. Einundvierzig Jahre, sagte er schließlich halblaut. In letzter Zeit sprach er laut, auch wenn er allein im Zimmer war. Vierzig Jahre, sagte er dann verwirrt. Einem Schüler gleich, der über einer schwierigen Lektion durcheinandergerät, errötete er, legte den Kopf in den Nacken und schloß die tränenden Augen. Sein Hals über dem maisgelben Jackenkragen schwoll rot an ..."
‹  Zurück zur Artikelübersicht

Datenschutzerklärung von Amazon.de Versandbedingungen von Amazon.de Umtausch- & Rücknahme bei Amazon.de