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Demokratie bringt Wohlstand; und Wohlstandsbürger sind Bürger, die mit der Demokratie zufrieden sind. Breiter gesellschaftlicher Wohlstand ist eine der tragenden Legitimationssäulen der Demokratie. Erodiert dieser Pfeiler, stimmt die Statik des demokratischen Hauses nicht mehr und es läuft Gefahr, in sich zusammenzustürzen.
Dieser grundlegende Zusammenhang ist der Angelpunkt in den Überlegungen der beiden Spiegel-Redakteure Hans-Peter Martin und Harald Schumann. In ihrem aufrüttelnden Buch sehen sie die Hauptgefahr für den Wohlstand in der rasant um sich greifenden ökonomischen Globalisierung. Mit zahlreichen aussagekräftigen Beispielen belegen sie die Entwicklungen und Gefahren, die vom gigantischen freien Fluß der Geldströme, vom globalen Wettstreit der Standortbedingungen und von der Harmonisierung der Regelungen ausgehen. Der Turbo-Kapitalismus ist auf dem weltweiten Siegeszug, die soziale Marktwirtschaft als das Modell des Gleichgewichts zwischen kapitalistischer Wirtschaftsordnung und sozialem Ausgleich scheint zur Niederlage verurteilt. An dieser Entwicklung haben den Autoren zufolge (demokratische) Politiker keinen geringen Anteil: Schrittweise haben sie den Primat der Politik über die Wirtschaft aufgegeben, soziale Ausgleichssysteme systematisch demontiert, unter dem Mantel der Verbesserung der Standortbedingungen Gewerkschaften entmachtet und "Renditejäger" gefördert.
Weitet sich die Wohlstandsschere, so steigt die Furcht vor der sozialen Deklassierung der tragenden Mittelschicht. Extremistische Rattenfänger, die "Schuldige" anbieten, kommen dann wieder in Mode und letztlich droht die "Diktaturfalle". Paradoxerweise zerstört der Turbo-Kapitalismus damit die Grundlagen seiner Existenz: Den funktionsfähigen Staat und die demokratische Stabilität; der Teufelskreis schließt sich.
Das Buch besticht durch abgewogene Argumentation und die verständliche Darlegung komplexer ökonomischer Zusammenhänge. --Manfred Schwarzmeier
Pressestimmen
"Das Sachbuch aller Sachbücher" Die Zeit
"Vielleicht das wichtigste Buch des Jahres" Süddeutsche Zeitung
"Man muß dieses aufwühlende Buch unbedingt lesen." Mchel Rocard/Le Nouvel Observateur, Paris
"Faszinierend. Ein wirklich breiter Wurf." Klaus Töpfer, Ex-Bundesbauminister, jetzt UNEP-Chef, Nairobi
"Außergewöhnlich wertvolle Informationen über die gegenwärtige Krise." Arne Ruth/Dagens Nyheter, Stockholm
" 'Die Globalisierungsfalle' ist die Bibel der modernen Zeiten und der neuen Geopolitik." Chris Noonan, Filmregisseur, Sydney
"Dieses gut geschriebene Buch lädt den Leser ein, über mögliche Lösungen nachzudenken. Es feuert uns sogar an, selbst zu handeln." Ruud Lubbers, langjähriger niederländischer Ministerpräsident, Amsterdam.