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Die Gleichberechtigungsfalle: Ich habe mich als Gleichstellungsbeauftragte für Männer eingesetzt und wurde gefeuert [Gebundene Ausgabe]

Monika Ebeling
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

5. Juni 2012
Vor einem Jahr wurde Monika Ebeling aus ihrem Amt der Gleichstellungsbeauftragten entlassen. Die Begründung: Sie habe sich zu viel für Männer engagiert. Monika Ebelings Geschichte erzeugte eine riesige mediale Resonanz, weil sie einen Nerv getroffen hat, der Menschen in der ganzen Republik und darüber hinaus bewegt: Gleichstellungspolitik heute darf Männer nicht ausschließen. Frauen haben ihre Rechte errungen, nun werde es Zeit, sich vom Feinbild »Mann« der Feministinnen der ersten Stunde zu verabschieden, so Ebeling. Feminismus à la Alice Schwarzer habe ausgedient. Politik und Denkweisen müssen sich an die neuen Verhältnisse von Mann und Frau angleichen. Im Buch erzählt sie ihre Geschichte und übt Kritik an einem unzeitgemäßen Feminismus.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 200 Seiten
  • Verlag: Verlag Herder; Auflage: 1 (5. Juni 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3451331950
  • ISBN-13: 978-3451331954
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 295.702 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Über den Autor

Monika Ebeling, geb. 1959, Diplom Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin mit Zusatzausbildung zur systemischen Familientherapeutin. Zunächst arbeitete sie in einer christlichen therapeutischen Wohngemeinschaft für drogenabhängige junge Männer. Später leitete sie eine Mutter-Kind-Kureinrichtung und eine kommunale Kindertagesstätte. Von 2008 bis 2011 war sie Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Goslar.

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5.0 von 5 Sternen berührend und sachlich kompetent zugleich 14. Juni 2012
Von Vengiane
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Herzlichen Dank an Monika Ebeling - Danke für Ihren Mut, Danke für Ihr Durchhalten, Danke für Ihre Kompetenz und Danke für dieses Buch, das Sie offensichtlich mitten heraus aus den noch andauernden Nach- und Nebenwirkungen Ihrer Abberufung verfasst haben. Herzlichen Glückwunsch zu dieser Leistung.

Ich lese in diesem Buch vieles, was mir bereits bekannt und vertraut war, jedoch auch erschreckend vieles, was ich nicht für möglich hielt bis eben zur Lektüre dieses spannend geschriebenen Buches.
Erschreckend finde ich die Schilderungen der Anfeindungen, die Beschreibung Frau Ebelings, wie sich die Strukturen, in denen sie als Gleichstellungsbeauftragte "nur ihrem Dienstauftrag nachging" sehr plötzlich komplett gegen sie als Amtsperson und zugleich gegen sie als Mensch kehren, ohne dass sie Möglichkeit bekam, sich in angemessenem Rahmen und im Verlauf einer echten Kommunikation äußern zu können.
Maximal Rechtfertigungsräume wurden eröffnet.
Nur, wenn jemand schon einmal in der Rechtfertigungsfalle sitzt, ist es schwierig, eine gelingende Kommunikation auf gleicher Höhe zu initiieren.

Ich finde das Buch von Monika Ebeling sehr empfehlenswert und ich wünsche mir, dass viele Frauen und Männer dieses Buch lesen und weiter empfehlen in der Hoffnung, dass es einen breiten gesellschaftspolitischen Dialog zur Geschlechterfrage anregt oder/und vertieft. Und ich hoffe, dass dieses Buch ein Anstoß dazu ist, dass wir Frauen und Männer endlich begreifen, dass wir - beide Seiten - nicht nur Rechte für uns jeweils sicher stellen können und sollen, sondern dass auch das Wahrnehmen von Verantwortung zum Nutzen von Rechten gehört und dass ohne Achtsamkeit im Umgang miteinander und mit sich selbst keine Kommunikation gelingt - weder im Kleinen in der Familie (auch nicht in der getrennten Familie, die aber noch gemeinsam Elternschaft leisten soll und darf) noch im Großen - in betrieblichen Gefügen zwischen Mann und Frau noch insgesamt in der Gesellschaft.
Wir müssen wahrscheinlich aufhören, alte Wunden zu lecken und endlich nicht mehr mit dem Finger auf die angeblich Bösen zeigen sondern auch mehr und mehr reif werden für die Erkenntnis, dass in jedem Opfer immer ein Täter-Anteil oder zumindestens ein winzig-kleiner Täter- bzw. Täterinnen-Impuls steckt oder lauert und umgekehrt in jedem Täter und in der Täterin auch ein verschrecktes Opfer sitzt. Nur, wenn wir diese Verknüpfung erkennen und sie bewusst wird, dann steht aus meiner Sicht der Weg frei für eine Begegnung in Achtung zwischen Mann und Frau.

Und Monika Ebelings Buch leistet nach meiner Einschätzung einen wichtigen Beitrag zu diesem Um-Denken. Es rüttelt vielleicht manche auf, bestätigt wieder andere und lädt - wie ich finde - uns alle zum Dialog über diese Frage ein.
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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zivilcourage in Buchform 12. Juli 2012
Von Criticz
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch erzählt die Geschichte der Abberufung von Monika Ebeling, die Gleichstellungsbeauftragte in Goslar war. Bekannt wurde die Sache durch diverse Zeitungsberichte, u.a. im Focus. Auch war Fr. Ebeling kürzlich beim Nachttalk auf SWR 3 zu sehen und hat sich zu dem Vorgang geäußert'..das alles macht schon sehr neugierig.
Im Buch nun schildert sie die Hintergründe der Abberufung. Vorweg eine ' kleine ' Kritik: die, nachvollziehbare, persönliche Betroffenheit ist fast auf jeder Seite zu spüren, die Autorin will 'ihre Geschichte' erzählen, sich und ihre Verhalten im Nachhinein auch bis zu einem gewissen Grad rechtfertigen. Das führt dazu, dass sie sich an mancher Stelle leider wiederholt, vielleicht um den ein oder anderen Punkt besonders zu betonen.

I.ü. aber kann man sich 'Vengiane' und 'Falk Müller' und ihrer Kritik nur anschließen. Die Umstände des Rauswurfs zeigen ein erschreckendes Bild, wie, zumindest im vorliegenden Fall, mit Andersdenkenden im Kreis 'frauenpolitisch aktiver Frauen' umgegangen wird und was dort unter Meinungsfreiheit verstanden wird. Fr. Ebeling hat es gewagt, Gleichberechtigung ernst zu nehmen, diese nicht auf eine blosse Frauenförderung zu reduzieren und zu hinterfragen, weshalb gewisse Förderleistungen etwa nur Frauen zustehen - Männern, ' obwohl in der gleichen Situation - ' aber nicht. Fr. Ebeling hat es gewagt zu sagen, dass auch Männer benachteiligt werden, dass auch sie Opfer von Diskriminierung, z.B. Frauenquoten, und Gewalt sein können. Sie stellt den Menschen in den Mittelpunkt ihres Handelns und Denkens und fragt: wer braucht welche Hilfe, uanbhängig vom Geschlecht. Genau dieser, natürlich richtige und humane, Ansatz, stößt aber bei jenen auf Ablehnung, die Fakten ignorieren, ihre Pfründe sicher wollen und Themenkomplexe wie Gewalt oder Diskriminierung ausschließlich durch die feministisch-ideologische Brille sehen.

Fr. Ebeling stellt die richtigen Fragen: warum ist Mitleid ' oft ' nur auf Frauen beschränkt? Warum meinen viele ' natürlich nicht alle ' Frauen, ein Exklusivrecht auf den Opferstatus zu haben? Warum wird bei der Wortwahl krampfhaft das weibliche ''IN' angehängt'.,es sei denn es geht um Täter/TäterInnen? Warum fließt eine immense Summe an Steuergeldern in die Frauenförderung während gleichzeitig die Männerrechtsbewegung totgeschwiegen, geschweige denn spürbar gefördert wird? Warum sind 100% aller Gleichstellungsbeauftragten weiblich, gleichzeitig aber wird bemängelt, dass Frauen in Vorständen unterrepräsentiert sind? Warum diskutieren wir permanent über Frauenquoten, lassen aber alle Aspekte in denen Männer im Arbeitsleben benachteiligt sind (Anzahl tödlicher Unfälle, Verlust familiärer Bindung etc.) komplett außen vor? Warum wird von modernen und emanzipierten Vätern (zu Recht!) gefordert, sich mehr für ihre Kinder einzubringen, sie aber gleichzeitig im Fall der Scheidung benachteiligt, wenn die Mutter dann plötzlich doch wieder ganz gerne für die alten Rollenverteilung ('das Kind gehört zur Mutter') plädiert? Was ist von Stelleanzeigen zu halten, nach denen 'Frauen bevorzugt' eingestellt werden? Wer solche berechtigten Fragen stellt oder einfach mal 'switched', also Situationen anders herum darstellt (warum fordert niemand Männerquoten in Kitas etc.?), macht sich nicht beliebt. Viele dieser Widersprüchlichkeiten und die völlige Einseitigkeit der Darstellung und Berichterstattung zeigt Fr. Ebeling auf. Sie betrachtet z.B. die Abtreibungsproblematik mal aus Sicht des Vaters (was ist, wenn er das Kind will, sie aber nicht'..) und zeigt schonungslos auf, wie ernst es A. Schwarzer mit der Wahrheit nimmt ('ich habe abgetrieben''.....was sie tatsächlich nie hat). Gleichzeitig zeigt das Buch auf, wie die Netzwerke solcher 'frauenpolitisch aktiven Frauen' funktionieren und mit welchen Methoden unliebsame Kritiker mundtot gemacht bzw. auch beruflich ruiniert werden. Das ist einerseits entlarvend, andererseits aber auch erschreckend, weil hier natürlich eine unheimliche Macht, eine politische Routine und Systematik unverkennbar ist.

Trotz der Kampagnen gegen Sie findet die Autorin am Ende einen versöhnlichen Ansatz und fordert das Ende des Geschlechterkampfes. Menschen in Not ist zu helfen, egal ob Mann oder Frau. Fr. Ebeling bewies mit ihrem Verhalten - ihrem Mut, endlich mal den Mund aufzumachen, auch das Buch zu schreiben, in die Öffentlichkeit zu gehen - eine unheimliche Zivilcourage, in dem sie sich unter Inkaufnahme erheblicher persönlicher Risiken diesem feministischen Bollwerk entgegenstellte. Davon erzählt das Buch, dafür gebührt ihr grosser Respekt!
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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Höchste Zeit für diese Lektüre 24. Juli 2012
Format:Gebundene Ausgabe
'Die derzeit weitgehend praktizierte Gleichstellungsarbeit reproduziert nur sich selbst, ist eingeschränkt und leidet unter Realitätsverlust.
Kinder sind durch die Forderungen der Frauenbewegung und das Verhalten ihrer ideologischen Aktivistinnen beeinträchtigt und deutlich negativen Auswirkungen ausgesetzt.'
Mit diesem Kernsatz gelangt Monika Ebelings persönliche Retrospektive auf eine hochintrigante wie undemokratische Diffamierungskampagne gegen ihre Person und Ämter als Gleichstellungsbeauftragte und Kita-Leiterin in Goslar fast zu ihrem Abschluss.

Hätte ich die unglaublichen, durch ein kleines Frauen-Netzwerk losgetretenen Vorgänge nicht nahezu lückenlos kommuniziert bekommen, hätte ich große Probleme, mich in unserer heutigen Demokratie und nicht einer deutlich finstereren Zeit zu wähnen. Frau Ebeling hatte den 'Fehler' begangen, ihr Gleichstellungsamt als eine der sehr wenigen Vertreterinnen auch den männlichen Problem- und Ausgrenzungsfeldern zu widmen. Sie unterstützte die Aktionen der 'Blauen Weihnachtsmänner' ebenso wie sie sich dagegen stark machte, häusliche Gewalt unter Instrumentalisierung ganzer Schulklassen als einseitig männliches Täterproblem darzustellen (was im Übrigen deutschlandweit noch immer Usus ist).

Monika Ebeling zeichnet beinahe minutiös nach, wie aufgrund ihrer offenen und damit grundgesetzkonformen Gleichstellungsarbeit ein Netz aus Intrigen, Verleumdungen und üblen, haltlosen Nachreden gesponnen wurde, welches durch lokalpolitische Eintracht aus links, rot und grün letztlich 'erfolgreich' dazu führte, dass sie ihr Gleichstellungsamt niederlegen musste. Wohlgemerkt bei besten Referenzen seitens des Oberbürgermeisters, der im Übrigen ebenso aus dem Amt intrigier wurde. Dem folgte mit Verzögerung eine weitere in diesem Fall Wahlkampfkampagne der FDP, deren Resultat Ebelings Entlassung als Kita-Leiterin war.

In vorliegendem Buch zeigt Frau Ebeling weiterhin eine unglaubliche Stärke ' sie bleibt sachlich und reflektiert in ruhigem Ton die Goslaer Schattenseiten eines bundesweiten Feminismus reaktionären Formats, macht sich Gedanken über Lösungsansätze einer zur Selbstförderung verkommenen Gleichstellungsruine und stellt überholte Handlungsansätze kritisch in Frage.

Warum auch sollte nicht zur Sprache gebracht werden, dass Kinder nie fahrlässig, stets mutwillig tausendfach ihren meist Vätern entfremdet werden? Warum sollte nicht aufgezeigt werden, dass eine kleine Clique feministischer Protagonistinnen demokratische Grundregeln aushebelt, ein ganzes Geschlecht verhetzt, Zensur ausübt und mit teilweise menschenunwürdigen Ideologien Menschen herabgesetzt und entwürdigt werden? Weshalb sollte nicht aufgezeigt werden, dass Frauenhäusern wiederholte Male Misswirtschaft und Minderbelegung, ja Höchstförderung bei teilweise monatelangem Leerstand nachgewiesen wurden? Diese Dinge entsprechen der traurigen Realität und gehören endlich in eine breite Debatte, der sich auch sich demokratisch gebende Parteien(bündnisse) nicht mehr entziehen können!

Monika Ebeling war und ist eine mutige Frau, dieses Buch ebenso. Es sollte einer Vielzahl von 'Gleich'stellungsbeauftragten in diesem Land als Schulstoff verordnet werden.
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