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Die Glasglocke
 
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Die Glasglocke (Taschenbuch)

von Sylvia Plath (Autor), Reinhard Kaiser (Übersetzer)
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 262 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp; Auflage: 2., Aufl. (22. Juli 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518456768
  • ISBN-13: 978-3518456767
  • Originaltitel: The Bell Jar
  • Größe und/oder Gewicht: 17,4 x 10,8 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 43.179 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

Produktbeschreibungen

Buch der 1000 Bücher

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Glasglocke
OT The Bell Jar OA 1963 DE 1968Form Roman Epoche Moderne
Die Glasglocke, einziger Roman der Schriftstellerin Sylvia Plath, schildert auf eindringliche Weise den schwierigen Prozess des Erwachsenwerdens im prüden Amerika der 1950er Jahre.
Entstehung: Im Oktober 1961 erhielt Sylvia Plath vom US-Verlag Heinemann einen Vorschuss für die Arbeit an ihrem Roman Die Glasglocke, der zu diesem Zeitpunkt bereits in einer ersten Fassung vorlag. Parallel bekam sie im November 1961 ein Stipendium der Eugene-Saxton-Stiftung, für das sie ein Jahr lang Prosa schreiben sollte. Innerhalb des nächsten halben Jahres entschied sich Plath, angesichts der starken autobiografischen Bezüge von Die Glasglocke, das Buch unter dem Pseudonym Victoria Lucas zu veröffentlichen.
Inhalt: Die ehrgeizige und talentierte Literaturstudentin Esther Greenwood hat ein vierwöchiges Volontariat bei einer New Yorker Modezeitschrift gewonnen. Die Metropole rührt sie in vielerlei Hinsicht auf: Das ihr anerzogene Pflichtgefühl passt nicht zu der ungewohnten Freiheit in der Großstadt. Sie sehnt sich nach ersten sexuellen Erfahrungen, möchte aber gleichzeitig die Erwartungen ihrer Mutter und ihres Freundes Buddy nicht enttäuschen.
Bei der Rückkehr aus New York erfährt sie, dass sie nicht zu dem Schriftstellerkurs angenommen wurde, auf den sie sich gefreut hatte. Esthers innere Zerrissenheit und die Langeweile in der Kleinstadt vergrößern die Depression des Mädchens, das schließlich von ihrer Mutter an einen Psychologen verwiesen wird. Er unterzieht sie einer Elektroschocktherapie, worauf Esther verschiedene Selbstmordmethoden ausprobiert. Nach einem Suizidversuch erkennt Esther im Krankenhaus, dass sie sich immer »unter der gleichen Glasglocke« befindet, gleich, ob sie »auf dem Deck eines Schiffes oder in einem Straßencafé in Paris oder Bangkok« saß. Kurz vor der Entlassung »aus der Anstalt« lernt sie Irwin, einen Mathematikprofessor, kennen, der sie defloriert. Durch die sexuelle Erfahrung gestärkt, verkraftet sie den Freitod ihrer Freundin Joan ebenso wie die Trennung von Buddy, der ihr mit Blick auf die Zeit, die Esther in der Nervenheilanstalt verbringen musste, die Frage stellt: »Ich bin gespannt, wer dich jetzt heiratet, Esther.« In diesem Satz kulminiert die gesamte Spießbürgerlichkeit der amerikanischen Gesellschaft, die Esthers Leiden ausgelöst hat.
Aufbau: Der Roman besteht aus 20 Kapiteln, die sich in drei Teile gliedern. Die ersten neun Kapitel spielen in New York, das zehnte Kapitel führt Esther zurück in ihren Heimatort. Plath beschreibt mit großer Genauigkeit, wie der langweilige Alltag Esther zunehmend zermürbt und das Mädchen ihre gesamte Energie darauf verwendet, eine geeignete Selbstmordmethode auszutüfteln. Der dritte Teil beschreibt den Aufenthalt der Protagonistin in verschiedenen Krankenhäusern und Nervenheilanstalten.
Wirkung: Im New Statesman wurde Die Glasglocke von Literaturkritiker Robert Taubman als »erster weiblicher Roman nach Salinger-Art« bezeichnet und der Listener lobte das Buch für seine ausgezeichnete Amerika-Kritik. Der Journalist Alfred Alvarez, der das Werk von Plath außerordentlich schätzte und in einem Nachruf schrieb, Plath habe »einen völlig neuen Durchbruch in der modernen Lyrik« geschafft, lüftete bereits wenige Wochen nach dem Tod der Autorin das Pseudonym, unter dem Die Glasglocke zunächst erschienen war. Danach stellten Journalisten und Literaturwissenschaftler immer mehr Verbindungen zwischen dem Nervenzusammenbruch der Romanfigur Esther und dem Leben der jung aus dem Leben geschiedenen Autorin fest. M. E. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Kurzbeschreibung

Die Amerikanerin Sylvia Plath (1932 - 1963), "die beste, aufregendste und maßgeblich rücksichtsloseste Dichterin ihrer Generation" (John Updike), hat mit ihrem einzigen Roman, der im Jahr ihres Selbstmordes erschien, ein Jahrhundertbuch geschrieben, das auch heute nichts von seiner beklemmenden Faszination verloren hat.
"Es war ein verrückter, schwüler Sommer, dieser Sommer, in dem die Rosenbergs auf den elektrischen Stuhl kamen und ich nicht wußte, was ich in New York eigentlich wollte." Die Collegestudentin Esther Greenwood, von Preisen und Stipendien überhäuft, verbringt im "schwarzen Sommer" von 1953 einen Monat als Volontärin einer Modezeitschrift in New York. Schonungslos protokolliert sie ihre Existenzkrise.

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Leiden ist es, das ich heimwärts trage, es ist ein Tod (aus dem Gedichtzyklus "drei Frauen" von Sylvia Plath), 6. Dezember 2006
Die Glasglocke, von Sylvia Plath (1963 unter dem Pseudonym Viktoria Lucas erschienen) schildert den Verlauf einer Depression, die durch die Möglichkeiten zu leben entsteht, eine Krise, die ja und nein zugleich zum Leben sagt. Sicher geht es in dem Roman auch um das Thema der Emanzipation, darum, dass die Heldin des Romans Esther Greenwood nicht von einem Mann unterjocht sein will, kein Baby angehängt bekommen will, entsprechend drückend und schlimm schildert Plath die Entjungferung Esthers von einem gefühlskalt wirkenden Mathematikprofessor. Die anschließende Blutung bedarf einer Notoperation, die Esther auch noch 20 Dollar kostet, welche Irwin, der Mathematikprofessor erst nicht bezahlen will. Eine Beinahe-Vergewaltigung auf einer Party in New York dokumentiert weiter Esthers Schutzlosigkeit und Ausgeliefertsein an die Männerwelt. Dass ihr Doktor Gordon, ein Mann, nicht helfen kann und sie auf üble Weise einer Elektroschockbehandlung unterzieht ohne sie vorher zu sedieren, tut sein Übriges dazu. Erst auf der privaten Station unter der ruhigen Führung der unprätentiösen Frau Doktor Norton, gelingt ihr der Weg zu sich selbst. Das alles ist ein Aspekt des Romans, ein weiterer Aspekt ist die präzise Schilderung der depressiven Gefühle Esthers, eigentlich keine Gefühle mehr, sondern erstarrte Gefühlskälte. Das Gefühl der Gefühllosigkeit, ein typisches Symptom der Depression wird von Sylvia Plath auf hoher literarischer Ebene geschildert. Mehr und mehr versinkt Esther Greenwood in den Gesten und Handlungen der Menschen um sie herum. Sie wehrt sich scheinbar nicht mehr, hat nur noch den Rückzug als einzige Waffe gegen eine sie überfordernder Gesellschaft, einer Gesellschaft die ständig Erwartungen an sie heran trägt, sie still darum bittet irgendwelche sozialen Rollen zu erfüllen, die sie nicht erfüllen will, weil sie schließlich eine eigene Identität hat. Dies ist die erschreckende Modernität des Romans: dass wir uns gegenseitig durch Banalität abtöten. Lauter Zwänge: berufliche Zwänge, soziale Zwänge, moralische Zwänge. Sei dankbar Esther, ruft stets ihre Mutter. Sei tüchtig Esther, ruft Jay Cee, die Chefin der Modezeitung in New York, wo Esther ihr Stipendium absitzt, sei eine gute Frau, ruft Buddy Willard und dessen Mutter, die sie sich als Ehefrau und Schwiegertochter wünschen, sei eine brillante Schriftstellerin, Professorin oder Forscherin, ruft es in Esther selbst. Die erdrückende Glasglocke entsteht durch diesen alles in Esther Greenwood erstickenden, nichts als drohend fragenden Schrei "Wer bist du eigentlich?".
"Warum kann ich nicht verschiedene Leben anprobieren wie Kleider, um zu sehen, was mir am besten steht und zu mir passt?" schreibt Sylvia Plath einmal in ihrem Tagebuch. Das kennzeichnet schlicht die Tragödie von uns Menschen, festgelegt auf nur ein einziges Leben, mit unendlich vielen Möglichkeiten.
In dem Roman "Die Glasglocke" vergleicht sie die Lebensmöglichkeiten mit Feigen an einem Feigenbaum. Esther möchte nicht nur eine einzige Feige und so werden am Ende alle Feigen schwarz und fallen vom Baum. Esther bleibt nichts, weil sie sich nicht entscheiden kann.
Dass Sylvia Plath mit 31 den Freitod wählte, schwebt über der Lektüre. Ich habe mich über mich selbst geärgert, dass dieses Wissen über dieses Detail aus Sylvia Plaths Biografie dem Roman wie eine weitere Lesart anhaftet. Doch gleichzeitig entstand dadurch dieser merkwürdige Effekt des authentischen Schauers. Dazu kam noch der Film "Sylvia" mit einer großartigen Gwyneth Paltrow als Sylvia Plath. Sylvia Plath - man möge mir diesen Vergleich verzeihen - ist die Marilyn Monroe der ernsten Literatur. Und das leicht verblichene Schwarz-Weiß-Foto der vor mir liegenden Suhrkampausgabe macht aus ihr einen modernen Mythos im besten Sinne Roland Barthes. Eine Literaturgöttin, in die man sich verlieben muß. Auch wenn man sich dadurch als Schwarmgeist outet.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Fesselnd, 3. Februar 2005
Diese Rezension stammt von: Die Glasglocke (Taschenbuch)
Schleichend gerät das Empfinden, Wahrnehmen und Denken der neunzehnjährigen Esther Greenwood in den Bann einer schweren Depression. Nach einem gescheiterten Selbstmordversuch wird sie in eine Nervenheilanstalt eingewiesen.

In "Die Glasglocke" erforscht Sylvia Plath nicht die Ursachen der Depression, sondern sie beschreibt den Krankheitsverlauf, und zwar auf eine außergewöhnlich anschauliche und beklemmende Weise, in einer eleganten Sprache mit zahlreichen gelungenen Vergleichen und Metaphern. Ungeachtet des bedrückenden Inhalts sind einige der Szenen komisch, aber das wirkt nicht humorvoll, sondern sarkastisch.

Mit diesem Roman beweist Sylvia Plath, dass sie nicht nur eine bedeutende Lyrikerin ist, sondern auch eine geniale Erzählerin. Bedauerlicherweise hat die amerikanische Schriftstellerin nur diesen einzigen Roman geschrieben.

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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Frauenleben zwischen Literatur und Herd ?!, 19. Juli 2005
Für mich ist Sylvia Plath eine unter den wichtigsten Frauenfiguren der Literatur.
Ich habe dieses Buch für die Uni gelesen, ohne Vorwissen. Und war von der ersten Seite an gefesselt!
Ich würde jedem Leser der Glasglocke raten, erst nach der Lektüre des Romans eine Biographie, Monographie über Sylvia Plath zu lesen. Dann wirds unheimlich...

In der Glasglocke schreibt Sylvia Plath (ich darf es andeuten, autobiographisch) über Esther Greenwood, eine fleißige, hübsche Collegestudentin und ihren seelischen und psychischen Zusammenbruch mit 19 Jahren.
Grandios schildert Plath, wie sich der Zustand in der Glasglocke (das Eingesperrt sein, keine Luft zu bekommen, abgeschnitten von der Welt zu sein) langsam in Esthers Leben hineinschleicht.
Als Leser versucht man dahinter zu kommen, wo denn die Wurzeln für dieses Unglück liegen und wird auch bald fündig.

Nach einem Aufenthalt in einer Klinik (mit abstrusen Behandlungen, wie Insulin-Schocks und noch schlimmer Elektro-Schocks!!!!!) wird Esther als geheilt entlassen.

Das ist die spannende Rahmenhandlung. Doch viel mehr interessieren uns Esthers Gefühle, Gedanken, ihre Umgebung, ihre Familie, ihre Freunde.
Wir merken, dass sie ein sehr intelligentes und begabtes Mädchen ist, doch sie hadert mit dem anscheinend vorprogrammierten Frauenschicksal in den 1950er Jahren in den USA.
Scharf kritisiert sie Geschlechterunterschiede, die gesellschaftlich gemacht sind.
Ohne es zu wissen, wird Plath zu einer Feministin nach heutiger Definition.

Auch Esther will leben, lieben wie es ein Mann tut. Sie will studieren, einen Beruf ausüben, lieben, eine Familie haben, aber nicht ihre Identität verlieren.

Dieser Roman ist nicht sehr geeignet für Personen, die keine stabile Psyche haben, bzw. selbst Erfahrungen mit Suizidversuch, Tabletten, Kliniken... haben.

Generell sage ich aber, dass dieser Roman (übrigens Plath einziger) sehr empfehlenswert ist.

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Ich bedauere aufrichtig, das die "Glasglocke" der einzige Roman von Sylvia Plath ist. Ansonsten würde ich mir sofort weitere zulegen. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Asmodina veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Fazit: Unbedingt Lesen!
"Die Glasglocke" ist mein absolutes Lieblingsbuch. Ich habe es in Einem durchgelesen und war danach selbst entsetzt und deprimiert. Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von E. Pilecky veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Wie unter einer Glasglocke"
fühlt sich Sylvia Plaths Protagonistin Ellen Greenwood, die hin und her gerissen ist zwischen einer Karriere als Autorin und dem alten Rollenbild der Frau. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von Carina Geisendorf veröffentlicht

5.0 von 5 Sternen Wahnsinn!
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Veröffentlicht am 21. November 2007 von Fancy

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Ich habe das Buch nicht gelesen sondern als Audiobook gehört. Gelesen von Nina Hoss, die es versteht, den Text unglaublich authentisch vorzutragen. Lesen Sie weiter...
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4.0 von 5 Sternen bedrückend
wie win dunkler schatten liegt das tragische leben der autorin über ihrem werk. aber auch losgelöst von plaths biografie ist die glasglocke düster und bedrückend, die stimmungen... Lesen Sie weiter...
Am 12. April 2005 veröffentlicht

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