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Die Glücksformel: oder Wie die guten Gefühle entstehen
 
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Die Glücksformel: oder Wie die guten Gefühle entstehen [Taschenbuch]

Stefan Klein
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (66 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Glück entsteht im Kopf. Aber was da genau passiert, dem ist die Hirnforschung erst seit einiger Zeit genauer auf der Spur. Stefan Klein präsentiert in Die Glücksformel alle neuen und interessanten Forschungsergebnisse zum Thema Gefühle, Zufriedenheit, Leidenschaft und Lust. Schon mit den Tagebüchern der Schöpfung hat der junge Journalist bewiesen, dass er auch komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge sehr anschaulich und noch dazu mit Witz und Charme darstellen kann. Aber mit seinem neuen Buch will er mehr: Den Lesern sollen die Erkenntnisse aus den Labors auch für ihr tagtägliches Gefühlsleben nützen.

Wenn es um das Glück geht, meinte Voltaire, benehmen sich die Menschen wie Betrunkene, die nach ihrem Haus suchen: "Sie können es nicht finden, aber sie wissen, dass es existiert." Aber kann man nach Glück und Zufriedenheit überhaupt bewusst suchen? Ja, sagt Stefan Klein. Freude, Angst, Zuneigung, Wut oder auch die grundsätzliche Neigung, angenehme Situationen aufzusuchen und unangenhme zu meiden, gehören zum festen Bestandteil unseres evolutionären Erbes. Und dennoch hat sich in Untersuchungen gezeigt, wie lernfähig und beeinflussbar unser Gehirn lebenslang bleibt.

"Gute Gefühle sind kein Schicksal, man kann und muss sich um sie bemühen." Klein zeigt wie. Und streut immer wieder praktische Tipps und lebensnahe Beispiele ein. Denn wir Menschen sind im Gegensatz zu den Tieren unseren Gefühlen nicht ausgeliefert, sondern können sie gezielt beeinflussen. Schlechte Stimmungen lassen sich zum Beispiel viel leichter durch Aktivität und Bewegung vertreiben als durch Faulenzen. Auch bekannte "Lebensweisheiten" prüft das kurzweilige Buch im Lichte neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse. So gilt inzwischen als widerlegt, dass es gesund sei, sich mal auszuweinen oder die Wut herauszulassen.

Gute Sachbücher informieren und unterhalten, Ratgeber geben uns Einsichten in Problemzusammenhänge und zeigen Auswege auf. Stefan Klein bietet mit seinem tollen Buch alles auf einmal -- und hat insofern zumindest die Formel für das Leseglück bereits gefunden. --Christian Stahl -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Audiobook-Rezensionen

Die gute Nachricht zuerst: Man kann lernen, glücklich zu sein, wenn man sich selbst kennen lernt. Die schlechte Nachricht: Man muss sein ganzes Leben lang an sich arbeiten, muss Entscheidungen treffen und mit Disziplin für seine Lebensfreude sorgen. In seinem Beststeller „Die Glücksformel oder Wie die guten Gefühle entstehen“ betrachtet der Autor das Thema weniger philosophisch als viel mehr vor den neuen Erkenntnissen der Hirnforschung. Dennoch: Die Resultate der antiken Glücksphilosophie und der Neurobiologie, Verhaltensforschung und Psychologie sind erstaunlich ähnlich

Der gebürtige Münchner Stefan Klein studierte Physik und Philosophie und forschte über die Signalübertragung im Gehirn. Er arbeitete als Wissenschaftsredakteur bei den Magazinen „Der Spiegel“ und „Geo“. 1998 wurde Klein mit dem Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet.

In der Hörbuchfassung, die Wolfgang Rüter mit seiner markanten Stimme sehr gut verständlich liest, hört man vieles, was einem bekannt vorkommt. Aber Vorsicht. Man sollte nicht vorschnell urteilen, denn am Ende steht doch das Gefühl, etwas dazugelernt zu haben, für sich selbst Nutzen aus dem Gehörten ziehen zu können.

Basis seiner Anleitung sind für Klein zwei Erkenntnisse der Hirnforschung: Die Existenz eines Glücksystems im Gehirn, dabei handelt es sich um Schaltungen, die für Freude und Lust sorgen, und die ständige Änderung des Gehirns eines Erwachsenen und das permanente Entstehen von neuen Gehirnzellen. Wenn das Gehirn also formbar ist, lassen sich die Verdrahtungen im Kopf ändern, und man kann – trotz genetischer Anlagen – negative Gefühle unschädlich machen, sie in ihre Schranken weisen. Man kann gute Gefühle steuern, erzeugen. Kleins Botschaft lautet somit: Das Glücksvermögen lässt sich trainieren. Ganz unabhängig von Alter, Geschlecht oder anderen Faktoren. Es ist sogar so, dass die äußeren Umstände – Geld, Status, Wohnung etc. – nur zu einem ganz geringen Prozentsatz zu unserem Glück beitragen.

Wer den Umgang mit dem körpereigenen Glückssystems beherrschen möchte, muss üben. Muss die neuen Gefühlsreaktionen durch Wiederholung verfestigen und die Schaltungen für die guten Gefühle stärken. Voraussetzung dafür ist allerdings die Kenntnis dessen, was einem gut tut. Neben individuellen Auslösern von Wohlbefinden gibt es allgemeingültige Regeln. Bei einigen handelt es sich um Binsenweisheiten: Der Körper ist wichtig, ohne ihn gibt es kein Glück (Sex und Bewegung heben die Stimmung), Aktivität, Interesse, ein wacher Geist und Konzentration sind immer gut, ein Kontrastprogramm schützt vor Langeweile und fast um jeden Preis sollte man vermeiden, sich ausgeliefert zu fühlen. Das ist wirklich nicht neu. Aber es gibt auch vertraute Ratschläge wie „so oft wie möglich Dampf abzulassen“ und „frei zu nehmen, wenn es einem schlecht geht“, von denen man den neuesten Erkenntnissen zufolge Abschied nehmen soll.

Fazit: Die leicht verständliche Gebrauchsanleitung für Wohlbefinden und Lebensfreude macht zumindest eines deutlich: Manchmal reicht es nicht glücklich zu sein, man muss sein Glück schon bemerken. Und: Es ist nicht die eine große Veränderung, die uns glücklich macht, sondern viele glückliche Momente. Deshalb kann dieses Hörbuch auch nicht mehr als ein Mosaiksteinchen sein. Trotzdem: Es lohnt sich in jedem Fall, unter Anleitung des Hörbuchs die Neuprogrammierung des Gehirns auszuprobieren! Lesung, Spieldauer: ca. 73 Minuten, 1CD. Mit Booklet. -- culture.text -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

"Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, wird es in Ihrem Kopf anders aussehen als vorher." (Der Spiegel)

Kurzbeschreibung

Die gute Nachricht zuerst: Glücksgefühle sind lernbar! Von nichts kommt allerdings nichts - seinem Glück muss man auf die Sprünge helfen. Hirnforscher haben sich auf die Suche nach den guten Gefühlen gemacht und Wege gefunden, unsere Empfindungen zu messen. Die Experimente offenbarten, wie in unseren Köpfen "Glück" entsteht - und eröffnen zugleich neue Möglichkeiten, das Glücklichsein zu trainieren. Die Glücksformel ist eine faszinierende Reportage - und zugleich eine Anleitung. Informativ, spannend und leicht verständlich erklärt Stefan Klein, warum wir alle uns so sehr nach dem Glück sehnen, weiso Glück keineswegs das Gegenteil von Unglück ist und wie jeder Mensch die Anatomie seines Gehirns für ein besseres Leben in der Zukunft nutzen kann. "Wenn Sie dieses Buch gelesen haben, wird es in Ihrem Kopf anders aussehen als vorher." (Der Spiegel)

Über den Autor

geboren 1965 in München, studierte Physik und Philosophie in München, Grenoble und Freiburg und promovierte in Freiburg über Biophysik. Er schrieb Beiträge für viele deutschsprachige Zeitungen und Magazine und war von 1996 bis 1999 Wissenschaftsredakteur beim "Spiegel", von 1999 bis 2000 Redakteur bei "Geo". Lebt jetzt als freier Autor in Berlin. 1998 erhielt er den Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus. 2000 erschien seine vielbeachtete Studie "Die Tagebücher der Schöpfung".

Auszug aus Die Glücksformel von Stefan Klein. Copyright © 2003. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Ist Liebe eine Sucht?
Im Hochgefühl der Liebe erscheint der Partner als ein ganz besonderes Wesen. Nichts und niemand kann uns in solch euphorische Stimmung versetzen wie er oder sie, wenn wir verliebt sind. Diese romantischen Gefühle gehen im Gehirn häufig mit einem eigentümlichen Zustand der Erregung einher, in dem sich die Grenzen der eigenen Person aufzulösen scheinen. Dichter haben diese Erfahrung seit jeher beschrieben; vor kurzem haben die Londoner Forscher Andreas Bartels und Semir Zeki gezeigt, dass der Rausch des Verliebtseins auch der Wissenschaft zugänglich ist. Über das Internet suchten sie Versuchspersonen, die sich glaubhaft als von "echter, tiefer und verrückter Liebe" besessen beschrieben. Die meisten waren Frauen.
Um festzustellen, was den Zustand des Verliebtseins ausmacht, baten Bartels und Zeki ihre Probanden zur Kernspintomographie. Dort zeigten sie den Teilnehmerinnen zunächst Fotos von Freunden, zu denen die Frauen keine sexuelle Beziehung hatten, und forderten sie auf, intensiv an diese Menschen zu denken. Währenddessen zeichneten die Wissenschaftler die Aktivität ihrer Gehire auf.
Dann wurden die Bilder von Freunden durch Porträts der Geliebten ersetzt. Nun sollten die Versuchspersonen an ihre Partner denken, während ihre Gehirne ein zweites Mal durchleuchtet wurden. Der Vergleich beider Aufnahmen ließ erkennen, was die Beschäftigung mit der geliebten Person im Gehirn bewirkt: Bartels und Zeki stellten ein Muster der Hirnaktivität ganz ähnlich wie unter dem Einfluss von Drogen fest. Die Euphorie des Verliebtseins ist also der Rauschwirkung von Heroin oder Kokain durchaus vergleichbar.
Das ist neurobiologisch gesehen nicht verwunderlich, denn Drogen einerseits und die Liebeselixiere Oxytocin und Vasopressin andererseits wirken auf dieselben Schaltungen im Gehirn. Beide sprechen Systeme an, in denen Dopamin, das Hormon des Begehrens, eine wesentliche Rolle spielt. Das muss so sein, damit eine Bindung an den Partner entstehen kann: Dopamin steuert ja, wie wir gesehen haben, die Aufmerksamkeit und weckt das Verlangen.
Der Neuropsychologe Jaak Panksepp vergleicht denn auch die Liebe mit einer Sucht: Im einen Fall entsteht eine Bindung an die Droge, im anderen an eine Person. Die Verwandtschaft zeigt sich besonders deutlich im Moment der Trennung - dem Entzug von der Droge oder dem Abschied von dem oder der Geliebten. Gefühle von Einsamkeit und Leere, Appetitverlust, Niedergeschlagenheit, Schlaflosigkeit und Reizbarkeit sind in beiden Fällen die Folge.21
Gegen die angenehme Wirkung einer Droge stumpft der Süchtige gewöhnlich ab, und auch die Reize eines geliebten Menschen können mitunter ihre Wirkung einbüßen. Trotzdem begegnen wir oft Paaren, deren Augen noch nach Jahrzehnten des Zusammenseins strahlen, wenn sie den anderen erblicken. Es muss also einen Mechanismus geben, der der Abstumpfung in der Liebe entgegenwirkt und Menschen davor bewahren kann, unter ihrem Partner wie unter einer Droge zu leiden.
Auch daran scheint Oxytocin beteiligt zu sein. Tierversuche deuten darauf hin, dass dieses Hormon die Gewöhnung an gute Gefühle zumindest abschwächen kann. Sollten sich diese Ergebnisse bestätigen, dann hieße die Zauberformel für eine über lange Zeit lebendige Liebe: Sex. Schließlich wird Oxytocin während des Höhepunkts bei Mann und Frau ausgeschüttet; möglicherweise wirkt es wie ein Jugendelixier für die Partnerschaft, das die Leidenschaft am Kochen hält.
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