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Die Glücksformel: oder Wie die guten Gefühle entstehen [Taschenbuch]

Stefan Klein
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch EUR 12,00  
Taschenbuch, 1. Oktober 2008 --  

Kurzbeschreibung

1. Oktober 2008
Die Glücksformel ist eine faszinierende Reportage - und zugleich eine Anleitung zum Glücklichsein. Für ein glückliches Leben tun wir alles – und schlittern von einem Unglück ins nächste. Die Probleme beginnen bereits bei der Definition dessen, was Glück eigentlich ist. Stefan Klein nimmt seine Leser mit auf eine einzigartige Entdeckungsreise: Er untersucht die Rolle von Liebe und Sex, Wohlstand und Aktivität, Rauschdrogen und Psychopharmaka und zeigt, welche Lehren wir im Alltag für unser eigenes Glücksempfinden ziehen können.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 592 Seiten
  • Verlag: rororo (1. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499332639
  • ISBN-13: 978-3499332630
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 118.713 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor

geboren 1965 in München, studierte Physik und Philosophie in München, Grenoble und Freiburg und promovierte in Freiburg über Biophysik. Er schrieb Beiträge für viele deutschsprachige Zeitungen und Magazine und war von 1996 bis 1999 Wissenschaftsredakteur beim "Spiegel", von 1999 bis 2000 Redakteur bei "Geo". Lebt jetzt als freier Autor in Berlin. 1998 erhielt er den Georg-von-Holtzbrinck-Preis für Wissenschaftsjournalismus. 2000 erschien seine vielbeachtete Studie "Die Tagebücher der Schöpfung".

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5.0 von 5 Sternen Eine aufschlussreiche Analyse des Glücks 24. Oktober 2011
Von k_taplan TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Bereits im Vorwort bringt Stefan Klein das Thema auf den Punkt: "So, wie wir mit der Fähigkeit zu sprechen auf die Welt kommen, sind wir auch für die guten Gefühle programmiert." Er vergleicht diese Entdeckung hinsichtlich seiner Bedeutung für die Menschen mit Freuds Theorie vom Unbewussten.

Bis vor 40 Jahren glaubten Wissenschaftler, dass der Mensch als unbeschriebenes Blatt auf die Welt kommt und Emotionen durch Nachahmung erlernt. Seit den Forschungen von Paul Ekman in Papua-Neuguinea wissen wir, dass Kultur kaum Einfluss auf Emotionen hat. Elementare Emotionen und die Art, wie unser Körper sie ausdrückt, sind angeboren.

Autor Klein bezieht sich in seinen Ausführungen u.a. auf den bekannten Neurologen Antonio Damasio und dessen Untersuchungen zur Intuition. Dieses Bauchgefühl gibt es und es hat seine Berechtigung. Wir entscheiden uns oftmals aufgrund eines Gefühls richtig, ohne das näher begründen zu können. Manchmal weiß der Körper mehr als der Verstand.

Emotionen entstanden im Zuge der Evolution, damit Lebewesen vergleichsweise einfache Fragen schnell lösen können. Vernunft allein lenkt uns nicht in sinnvolle Bahnen. Klein unterscheidet Emotionen von Gefühlen. Eine Emotion ist eine automatische Antwort des Körpers auf eine bestimmte Situation und ein Gefühl erleben wir, wenn wir diese Emotion bewusst wahrnehmen.

Mit dem Mittel des Vergnügens verführt die Natur uns zu tun, was uns am meisten nützt. Erlebnis und Erwartung des Glücks dienen dazu, unser Handeln zu steuern. Dabei ist Glück nicht das Gegenteil von Unglück. Beides kann nebeneinander existieren. Diese Ambivalenz kann durch den Aufbau des Gehirns erklärt werden. Unterschiedliche Bereiche im Hirn sind für Glück bzw. Unglück zuständig.

Stefan Klein klärt über die aktuelle Entwicklung auf. So glaubte man bislang, dass ein Wutanfall von Wut befreien würde und Tränen von der Trauer erlösen würden. Das Gegenteil ist der Fall. Alles was wir wahrnehmen, fühlen oder denken, verändert das Gehirn, ob wir es wollen oder nicht. Auch ist die Wahrnehmung von Schmerz zumindest teilweise erlernt. Wer sich eingehend mit seinem Unwohlsein beschäftigt, schärft seine Wahrnehmung dafür. Dementsprechend sind Glücksgefühle kein Zufall, sondern die Folge der richtigen Gedanken und Handlungen. Hierin stimmen Neurowissenschaften, antike Philosophie und Buddhismus überein.

Im zweiten Teil des Buches beschäftigt sich Klein mit der Entwicklungsgeschichte der Emotionen. Emotionen sind auch im Tierreich bekannt. Ob bzw. wie Tiere fühlen, ist dagegen unbekannt. Erstaunlich ist, wie Emotionen verändert werden können. Klein berichtet über Versuche mit dem Neurotransmitter Dopamin ("Glückshormon") und anderen biochemischen Botenstoffen. Die Wirkungsweise von Dopamin wurde in dem Film "Zeit des Erwachens" mit Robert De Niro und Robin Williams einem breiten Publikum vorgestellt.

Das Gehirn wird von Spaß angetrieben. Damit ist auch der Nährboden für Suchterscheinungen gegeben, wie Klein anhand verschiedener Versuche deutlich macht. Sucht bedient sich der gleichen Mechanismen, die im Alltag für Lernen und Vorfreude zuständig sind; Sucht ist ein Unfall auf der Suche nach Glück. Abhängigkeit ist Begehren, welches aus dem Ruder läuft.

Der Mensch ist in der Lage, seine angeborenen Triebe, Lüste und Ängste in geordnete Bahnen zu lenken. Hiervon handelt der dritte Teil des Buches. Glück gibt es nur in der Gegenwart in Verbindung mit Erfahrungen. Dabei genügt es nicht, glücklich zu sein, sondern man muss sein Glück auch erkennen. In Momenten hoher Aufmerksamkeit steht die Zeit still und man gerät in einen Zustand, der als "Fließen" bezeichnet wird.

Neu ist auch die Erkenntnis, dass mystische Erfahrungen den Naturwissenschaften zugänglich sind. Solche Erfahrungen können künstlich durch elektromagnetische Reizung der Schläfenlappen hervorgerufen werden. Meditierende schaffen das auch ohne künstliche Eingriffe dank jahrelangen Trainings.

Alle Rennen nach dem Glück. Das Streben nach Glück hat sogar Einklang in die amerikanische Verfassung gefunden. Jedoch gilt: Zwischen Wohlstand und Wohlbefinden besteht kein Zusammenhang. Ein Zusammenhang besteht dagegen zwischen guter Stimmung und Lebenserwartung. Entscheidend ist nicht absoluter Wohlstand, sondern die gleichmäßige Verteilung der Güter (siehe Schweden, Japan). Die Länder mit der ausgeglichensten Einkommensverteilung (Skandinavien, Niederlande, Schweiz) haben die zufriedensten Bürger.

Stefan Kleins Schreibstil ist ansprechend, seine Ausführungen haben ein naturwissenschaftliches Fundament und sind verständlich. Erfreulich, dass er auf esoterische Spekulationen verzichtet. Im Epilog fasst er wichtige Prinzipien zusammen, die er in den vorderen Kapiteln ausführlich behandelt hat. Das Buch macht deutlich, dass man Glück lernen kann.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Ideale Geschenk in der Krise... 16. April 2009
Von isy3 TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
... und als Taschenbuch auch noch recht preiswert zu haben.

Wem allmählich aufgeht, dass Geld und Gut allein nicht glücklich machen, dem empfehle ich dieses wunderbare Sachbuch über das Glücklichsein, welches die neuesten wissenschaftlichen Erkenntnisse dazu auf unterhaltsame und leicht lesbare Weise zusammenfasst. Glück ist hier auch nicht nur die Abwesenheit von Unglück oder die kurze Euphorie nach dem Sechser im Lotto, sondern auch die allgemeine Lebenszufriedenheit oder das sonnige Gemüt. Wer dauerhaftes Glück will, kann mit den Ratschlägen aus dem Buch Einiges in dieser Richtung erreichen, muss aber auch etwas dafür tun. Insbesondere Bewegung und das Zusammensein mit lieben Menschen machen anhaltend glücklich. Untätigkeit und Unterforderung des Geistes hingegen lassen unsere Glücksgefühle verkümmern, auch wenn materielle Sicherheit und existenzielle Sorgenfreiheit gegeben sind. Zuwenig Stress kann genauso schlimm sein, wie zuviel davon. Dies ist zum Beispiel eine der interessanten Erkenntnisse, die in dem Buch erklärt werden.

Ein ausführliches Literaturverzeichnis sowie ein Register am Ende des Buches machen es zu einem nützlichen Nachschlagewerk, das sich auch unbedingt für die Hausbibliothek lohnt; denn so schnell werden die philosophisch und psychologisch untermauerten Bestandteile des Lebensglücks nicht veralten.

Und hier noch mein privater, ganz konkreter Glücks-Tipp: Einen Garten selbst planen, anlegen und darin arbeiten, macht besonders nachhaltig glücklich.
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