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Die Gilde: Handel, Habsucht und Intrigen

von JoWooD
Windows 2000 / 95 / 98 / Me  USK ab 0 freigegeben
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Informationen zum Spiel

  • Plattform:   Windows 2000 / 95 / 98 / Me
  • USK-Einstufung: USK ab 0 freigegeben
  • Medium: Computerspiel
  • Sprache: Deutsch, Deutsch, Deutsch
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Produktinformation

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  • ASIN: B00005AFT9
  • Erscheinungsdatum: 2. März 2002
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (35 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 12.547 in Games (Siehe Top 100 in Games)

Produktbeschreibungen

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Wirtschaftssimulationen gehören seit jeher zu den Favoriten der deutschen Zockergemeinde, und das nicht erst seit den Tagen von Anno 1602. Schon zu C64-Zeiten konnten Titel wie Hanse oder Die Fugger enorme Erfolge verbuchen. Die Gilde, der Quasi-Nachfolger von Die Fugger 2, fällt in diesem Zusammenhang allerdings ein wenig aus dem Rahmen. Prinzipiell geht es zwar nach wie vor darum, Geld und Macht zu erlangen. Die Entwickler von den 4 Head Studios in Hannover haben darüber hinaus allerdings eine gehörige Portion Rollenspiel beigemischt, wodurch Die Gilde spielerisch deutlich aus der Genremasse herausragt.

Sie beginnen Ihre Laufbahn im Jahre 1400 als Sohn reicher Eltern, die Sie sich -- anders als im wahren Leben -- selbst aussuchen können, um auf diese Weise die Fähigkeiten zu bestimmen, über die Ihr Charakter verfügen soll. Stammen Sie beispielsweise von einem Kaufmann und einer Dichterin ab, können Sie zwar auf Ihr Verhandlungsgeschick bauen, machen als Abenteurer aber keine so gute Figur. Umgekehrt verhält es sich, wenn Sie von einem Verbrecherclan abstammen: Sie sind dann ein wahrer Meister im Tarnen und Täuschen und haben gute Chancen, später die höchste Ehrung für Langfinger zu erhalten, den begehrten Titel "Prinz der Diebe". Sobald Sie sich für einen der 15 zur Verfügung stehenden Berufe entschieden haben, beziehen Sie in einer von fünf historischen Städten, darunter Köln, Dresden und Augsburg, Ihren Wohnsitz. Dann beginnt das eigentliche Spiel.

Was Sie in Die Gilde tun müssen, um es zu Ruhm und Reichtum zu bringen, hängt in erster Linie von Ihrer Berufswahl ab. Als Eisenkocher müssen Sie Eisen und Silber zu Ihrer Schmiede transportieren, wo Ihr Lehrling die Rohstoffe zu Schmuck oder Waffen verarbeitet, die Sie anschließend auf dem Marktplatz gewinnbringend an den Mann zu bringen versuchen. Währenddessen haust der Dieb in dunklen Wäldern und wartet darauf, im Schutz der Dunkelheit rechtschaffene Bürger um ihr sauber (und sauer) verdientes Hab und Gut zu bringen. All dies wird in prachtvoller, für Spiele dieses Genres höchst ungewöhnlicher 3D-Grafik präsentiert.

Auch sonst unterscheidet sich Die Gilde wohltuend von der Konkurrenz. So können Sie zum Beispiel jedem der über 500 Einwohner Ihrer Heimatstadt bei der Verrichtung seines Tagewerks zusehen, was vor allem dann von Nutzen ist, wenn Sie die Handelsrouten von konkurrierenden Händlern auskundschaften wollen, um sie später zu überfallen. Derart grob geht es allerdings nur zu Beginn des Spiels zu. Denn wenn die Münzen erst einmal zuhauf in Ihrem Beutel klimpern, steht es Ihnen frei, Ihre Geschäfte einem Meister anzuvertrauen und sich fortan ganz Ihrer politischen Karriere zu widmen.

Wie in Die Fugger 2 müssen Sie auch hier zuweilen zu unfeinen Methoden wie Erpressung und Bestechung greifen, um Ihre Ziele zu erreichen. Jedes neue Amt, das Sie so erringen, bringt nicht zu verachtende Privilegien mit sich, die Ihnen, geschickt ausgenutzt, noch mehr Geld in die Kassen bringen. Vergessen Sie über alldem jedoch nicht, dass auch an Ihnen der Zahn der Zeit nagt, und machen Sie sich frühzeitig auf die Suche nach einer Gemahlin, um Nachkommen zu zeugen. Denn wenn Sie irgendwann den Löffel abgeben und es ist kein Nachfahre da, um Ihre Geschäfte zu übernehmen, freut sich Vater Staat über eine großzügige "Spende", und für Sie ist das Spiel vorbei.

Fazit: Wer sich seinerzeit mit Die Fugger die Nächte um die Ohren geschlagen hat, wird auch an Die Gilde seine helle Freude haben! --Andreas Kasprzak

Pro:

  • prachtvolle 3D-Grafik
  • motivierendes Gameplay
  • atmosphärischer Soundtrack
Kontra:
  • relativ einfacher Warenkreislauf
  • verbesserungsfähige Steuerung

Voraussetzungen

Pentium II 400MHz, WIN 98, 64MB RAM, 16 MB RAM, 3D-Grafikkarte

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40 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen 90% - ein innovativer Genre-Mix, 8. April 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Gilde: Handel, Habsucht und Intrigen (Computerspiel)
Die Gilde ist das Spiel, was mich in den letzten 12 Monaten am meisten (positiv) überrascht hat. Ich mag Wirtschaftsimulationen. Aber um Himmels Willen! Als ich die ersten Runden gespielt hatte, so etwa 3, da dachte ich, das Spiel ist für eine WiSim einen Tick zu mager. Na ja, ich hatte als Prediger in Dresden begonnen, und so stellte ich fröhlich Gedichte und sogenannte Talentbücher her. Der Beginn war ein wenig schwerfällig. Ich verkaufte meine Waren auf dem Markt und "gradete" meine Gebäude "up". Tja, und dann ist der Knoten geplatzt...

Ich hatte das Bürgerrecht erworben und mehr Handlungsoptionen bekommen, trainierte meine Talente (Es gibt 5, die sich wie in Rollenspielen unterschiedlich auswirken), als mir einer meiner Angestellten in der Kirche gekündigt hat. Seitdem, so komisch es klingt, liebe ich dieses Spiel. Jede Person scheint simuliert zu werden. Ich hatte meine Angestellten die ganze Zeit schlecht behandelt und ihnen mieße Löhne bezahlt, hehe. Vermutlich lag es daran, daß die Sprachausgabe (Top!!) mir dann immer nur Kommentare gab wie "Warum muß ich das immer machen...". Hihi, nachdem ich das Spielprinzip verstanden habe (alles und jede Entscheidung wirkt sich aus!), ist die Gilde einfach nur noch genial. Ich balge mich mit Konkurrenten, werbe um meine Verlobte, muß ihr Geschenke machen. Ich benutze einen Silberring, um mein Ansehen zu erhöhen und bewerbe mich auf ein politisches Amt. Ich werde "Nachtwächter", haha, und habe es plötzlich mit Neidern zu tun, die mir mein Amt streitg machen wollen. Dieses Spiel ist sooo komplex...

Warum gebe ich 5 Sterne, sage aber, es sei nur zu 90% perfekt?! Hm, die 5 Sterne gehen ganz klar auf die Atmosphäre. Noch nie habe ich so schöne Winterabende wie in der Gilde erlebt. Ein Würfelspiel im Wirtshaus, ein Besuch im Waldstück - die Musik paßt sich jeder Situation an und ist so gut wie die bisweilen geniale Grafik.

Jetzt zu den Problemen: Die Animationen der Figuren sind höchstens 3- - besonders in der Stadt. Das ist schade. Ich habe die Gilde jetzt ungefähr 30 Stunden gespielt. Dabei habe ich 2 Abstürze gehabt - ok. Aber ich finde, das geht gerade noch.

Zusammenfassend: Die Gilde ist ein Spiel, das irgendwie Spaß macht. Ich weiß nicht, was es ist. Das Wirtschaftssystem ist einigermaßen komplex, aber nicht richtig. Aber dann sind da all die Erweiterungen, man kann 12 Berufe lernen (Ich habe gerade vom Prediger zum Kräutersammler gewechselt), die sich teil völlig unterschiedlich spielen. Die Politik ist genial, weil es dutzende Möglichkeiten gibt, seine Gegner in die Knie zu zwingen. Hm, es ist wirklich alles da, was ein Top-Spiel braucht. Es hätte in manchen Bereichen noch besser gemacht werden können. Daher "nur" 90%. Aber trotzdem habe ich die Gilde als absoluten "AHA"-Effekt empfunden. Ein gut bis sehr gutes Spiel. Den Ausschlag für die 5 Sterne gibt bei mit, daß die Gilde so voller Ideen steckt, wo andere Hersteller 5 Spiele davon gemacht hätten.

Rudolf Stammer

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21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Geniale Wirtschaftssimulation, 7. Mai 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Die Gilde: Handel, Habsucht und Intrigen (Computerspiel)
Die Gilde ist eine mittelalterliche Wirtschaftssimulation, die es versteht, mit exzellenten Grafiken und Sounds, Rollenspielelementen und einem guten Politikanteil eine bisher ungekannte Langzeitmotivation zu erzeugen.
Man kann fast alles selbst bestimmen, aber auch einzelne Betriebe des schnell wachsenden Handelsimperiums an computergesteuerte Handwerksmeister abgeben, wenn man sich anderen Aufgaben widmen will - und da gibt es eine Menge, immerhin kann man sich neben dem Geldraffen auch noch um politische Ämter bemühen, Konkurrenten sabotieren, muss sich um die Erhaltung der Dynastie kümmern, will, dass die Spielfigur sich in gewissen Dingen weiterbildet...
Ein besonderer Pluspunkt ist die gut gelungene Simulation menschlicher Beziehungen: Nicht nur in der Stadtpolitik sind diese wichtig und führen von Heiraten und Liebschaften bis Fehden zu allem, was man sich denken kann, sondern auch mit den Arbeitern, die man in seinen Betrieben einstellt. Bietet man zu wenig Aufstiegsmöglichkeiten, bezahlt oder behandelt sie schlecht oder zahlt ihnen nicht hin und wieder Prämien, verlassen einen die Arbeiter auch hin und wieder...
Auch als wichtig möchte ich die große Auswahl an Berufen, in denen man tätig werden kann. Stehen am Anfang vor allem klassische Handwerksberufe sowie Prediger und Dieb zur Auswahl, kann man im späteren Spielverlauf auch Einheiten der Stadtgarde anführen, Fernhandel betreiben und als Räuberhauptmann die Transporte der Konkurrenten ausrauben - wenn man Spaß an Monopolismus hat und soweit kommt, auch alles gleichzeitig.

Einziger Mangel sind häufige Abstürze und einige Bugs, die durch das letzte Update jedoch größtenteils gefixt wurden - zudem haben mich die Vorteile von Anfang an dermaßen überzeugt, dass ich darüber so oder so hinwegsehen konnte...

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ungeahnte Möglichkeiten, 9. März 2002
Rezension bezieht sich auf: Die Gilde: Handel, Habsucht und Intrigen (Computerspiel)
Zu Beginn des Spiels war ich zugegebenermaßen etwas überfordert, was die vielen Spieleroptionen betrifft. Dazu trug wohl auch die etwas dünne Spielanleitung bei. Doch nach 1-2 Runden kam ich mehr und mehr ins Gilde-Fieber. Diese Vielfalt an Möglichkeiten werden das Spiel auf sehr lange Zeit interessant machen. So kann ich von Anfang an verschiedene Berufe wählen (die sich im Laufe des Spiels noch erweitern), politische Karriere machen, und durch finstere Maßnahmen meinen Konkurrenten das Leben schwer machen. Durch die Liebe zum Detail, den vielen unvorhergesehenen Ereignissen und unendlichen Strategien fesselt dieses Spiel, wie nie dagewesen. Für mich sind das volle fünf Punkte und ein lohnenswerter Kauf.
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