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Die Giftmeisterin: Historischer Roman
 
 
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Die Giftmeisterin: Historischer Roman [Taschenbuch]

Eric Walz
4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 416 Seiten
  • Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (8. März 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3442373182
  • ISBN-13: 978-3442373185
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13,6 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 279.485 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Eric Walz
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Aachen kann sehr kalt sein … und mörderisch!

»Aachen, am Heiligen Abend im Jahr 799. Dies ist die Geschichte einer ungewöhnlichen Freundschaft: zwischen mir, der Gräfin Ermengard, und der Fremden Fionee, die von allen gemieden wird, und von der ich mittlerweile weiß, dass sie eine Giftmeisterin ist. Und es ist die Geschichte eines Verbrechens. Ich sollte besser sagen zweier Verbrechen: des einen, das ich aufgeklärt habe, und des anderen, das ich beging …«

Der Tod geht um am Hof Karls des Großen und eine ungewöhnliche Frau beginnt zu ermitteln …

Eine ungewöhnliche Ermittlerin zwischen Hofzeremoniell und Frauenhaus!

Über den Autor

Eric Walz wurde 1966 in Königstein im Taunus geboren. Im Jahr 2002 erfüllte er sich den Jugendtraum, Bücher zu schreiben. Sein Debütroman Die Herrin der Päpste wurde auf Anhieb ein großer Erfolg. Zuletzt erschien von ihm im Juni 2010 Die Sündenburg. Eric Walz lebt heute als Schriftsteller in Berlin.

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mein zweites Ich 13. April 2011
Von Belle's Leseinsel TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Man schreibt das Jahr 799 nach Christus. Aachen ist noch ein Hüttendorf und die Pfalz von König Karl befindet sich mitten im Aufbau. Kurz vor Weihnachten entdeckt die Pfalzgräfin Ermengard bei einem abendlichen Spaziergang eine Leiche. Ihr Mann, der Pfalzgraf Arnulf, wird von Karl, der sich zurzeit ebenfalls in Aachen aufhält, mit den Ermittlungen betraut. Für Arnulf steht der Mörder schnell fest, doch Ermengard mag an die einfache Lösung nicht glauben und fängt an, Fragen zu stellen. Hierbei entdeckt sie einige Ungereimtheiten und es soll auch nicht bei dem einen Mord bleiben.

Eric Walz lässt seine Protagonistin Ermengard selbst ihre Geschichte erzählen. So schreibt sie in einer Nacht die ganzen Geschehnisse der vergangenen 2 Wochen als eine Art Bericht auf, wobei sie hierbei aber auch nicht auf wörtliche Rede verzichtet und die Geschichte dadurch sehr lebendig und authentisch wirkt. Und so erhält man auch einen hervorragenden Einblick in das damalige Leben, besonders was die Rechte, Pflichten und Aufgaben der adligen Frauen auf der Pfalz betreffen. Und da dies ein sehr eintöniges Leben war, kann man auch gut verstehen, dass für Ermengard die Nachforschungen eine willkommene Abwechslung darstellen.

Oft schiebt Ermengard auch Rückblenden mit ein, so bekommt man einen guten Einblick über das beschwerliche Leben an der Seite König Karls während der immer wiederkehrenden Kriege gegen die Sachsen, erfährt etwas über die Hintergründe des Blutgerichts und lernt auch einige Erlebnisse aus ihrer Ehe und der grenzenlose Liebe zu ihrem Mann Arnulf kennen. Und diese Einschübe helfen auch, ihr Handeln im Lauf der Geschichte zu verstehen.

Die Handlung nimmt immer wieder überraschende Wendungen an und ist sehr komplex angelegt. Eric Walz' Sprache ist sehr bildhaft, er lässt praktisch vor dem inneren Auge das Mittelalter aus Sicht einer Adligen entstehen. Die Stimmung des Buches ist eher etwas gedrückt, düster und nachdenklich angelegt, allerdings ist dies einmal der Jahreszeit wie auch den Hintergründen der Geschichte geschuldet, da Ermengard alle Mordopfer persönlich kannte und auch selbst bald um ihre eigene Sicherheit fürchten muss. Hinzu kommt, dass sie bei ihren Nachforschungen einige Entdeckungen macht, die sie im Nachhinein lieber nicht hätte wissen wollen. Und somit gibt das Buch die Stimmung von Ermengard wieder und ist dadurch absolut passend, überzeugend und atmosphärisch dicht umgesetzt.

Ihre Nachforschungen führen Ermengard irgendwann auch in die Hütte von Fionee. Diese seltsame Frau hat fast übersinnliche Kräfte, scheint immer die Gedanken ihre Gedanken lesen zu können und mit der Zeit vertraut ihr Ermengard blind. Fionee bezeichnet sich selbst als Engelmacherin, Giftmischerin und Heilerin, wirkt überaus rätselhaft und sagt generell immer die Wahrheit. Ermengard dagegen fühlt sich in ihrer Aufgabe als Pfalzgräfin nicht ausgelastet, die Beziehung von Arnulf zu seiner Konkubine Emma belastet sie stark, auch wenn sie es nach außen kaum zeigt. Sie leidet unter ihrer Kinderlosigkeit und schenkt ihre ganze Liebe ihrer Nichte Gerlindis. Sie analysiert sehr kritisch das Königspaar, vor allem das Verhalten Karls gegenüber seinen Töchtern, wie auch ihren Mitbewohnern auf der Pfalz. Nur sich selbst belügt sie wohlwissend immer wieder bei ihren Gefühlen, bis ihr Fionee den Spiegel vorhält. So ausgereift die Figuren Fionee und Ermengard gezeichnet sind, so ausgeprägt sind auch alle anderen Charaktere beschrieben und überzeugen alle durchweg.

Fazit: Ein hervorragender historischer Krimi, der sehr realistisch ein Bild des Mittelalters zeichnet und mit einer komplexen und fesselnden Geschichte aufwarten kann.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Alfa Fähe TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Gräfin Ermengard sitzt am Heiligen Abend des Jahres 799 in ihrer Kammer und lässt die vergangenen zwei Wochen nochmals Revue passieren. Sie hat etwas Schreckliches getan und weiß um ihre Schuld und die Gefahr in der sie nun schwebt. Um ihre Gedanken zu sammeln, schreibt sie die Ereignisse, auch den Mord mit dem alles begonnen hat, akribisch genau nieder...

Wer schon Bücher von Eric Walz gelesen hat, weiß, welch mitreißendes Erzähltalent der Autor besitzt. Schon von der ersten Seite weg versteht er es den Leser so zu fesseln, dass dieser das Buch nur mehr mit Mühe aus der Hand wird legen können.
Mit der "Giftmeisterin" hat sich Walz das erste Mal in die "Gefahr" begeben, ein Buch aus der "Ich-Perspektive" - in diesem Fall aus Sicht Ermengards - zu erzählen. Bei dieser Variante läuft der Autor stets Gefahr, unglaubwürdig und sehr einseitig auf den Leser zu wirken und es bedarf sehr viel Feingefühl eines Autors, diese Gratwanderung zu meistern.. Eric Walz jedoch hat dies mit Bravour gemeistert!
Um sich von ihrer Schuld zu befreien, schreibt Ermengard, die Protagonistin dieses Romans, die Ereignisse der vergangenen zwei Wochen vor Weihnachten nieder. Der Auslöser aller schier verachtenswerten Ereignisse ist die Ermordung Hugos, Sohn des Seneschalls von Karl dem Großen. Ermengard hält ihren Mann, der mit der Aufklärung des Mordes betraut ist, nicht für kompetent genug und beginnt selbst Nachforschungen anzustellen...

Walz lässt seine Protagonistin ihre Geschichte absolut glaubwürdig und nachvollziehbar erzählen. Ungewöhnlich mögen einem aber die Rückblenden in ihr Leben vorkommen, da diese im Präsens erzählt sind. Wenn auch ungewohnt, so aber sehr effektiv, denn so nimmt der Leser praktisch Platz an Ermengards Seite und erlebt ihre Vergangenheit (das erste Treffen mit Arnulf, ihren Mann; ihre Hochzeit; die Geburt ihrer Kinder und auch deren Verlust; die ersten Ehejahre mit Arnulf..., hautnah mit. Der Autor lässt seine Protagonistin ihre Geschichte so geschickt erzählen, dass sie nicht nur sehr authentisch und glaubwürdig wirkt, sondern auch der Spannungsbogen von Beginn an sehr straff gezogen ist. Erst wirklich zum Schluss wird man von seiner Neugierde erlöst, wenn Ermengard Schritt für Schritt offenbart, wer hinter den Kulissen die Fäden gezogen hat.
Ein historischer Roman der nicht unbedingt durch großartige historische Hintergründe besticht wie z.B. "Die Herrin der Päpste", sondern durch sehr klug und intelligent gesetzte Akzente, die den Leser packen und bis zum Schluss nicht mehr loslassen. Vielschichtig gezeichnete Figuren, eine klare und feine Sprache und zuletzt eine sehr spannend in Szene gesetzte Geschichte machen aus diesem Buch einen absolut empfehlenswerten und ungewöhnlichen historischen Kriminalroman.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wer hat Hugo umgebracht? 26. April 2010
Von callisto TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Aachen im Jahre 799 n. Chr. Die Stadt wird von einer Mordserie erschüttert, der mehrere Menschen zum Opfer fallen. Das Motiv des Täters ist unklar und der Pfalzgraf sucht nach einer einfachen Erklärung, um den Fall möglichst schnell zu den Akten legen zu können.
Seine Frau Ermengard beginnt heimlich zu ermitteln, und lernt dabei nicht nur viel über den Fall sondern vor allem über sich selber und ihre Stärken, besonders durch die Hilfe einer ungewöhnlichen Freundin, der Fremden Fionee, einer Giftmeisterin und Engelmacherin.

Dieses Buch ist in vielerlei Hinsicht ungewöhnlich und überraschend. Zum einen ist eine Nebenperson die Titelheldin des Romans. Zum anderen schreibt hier ein Mann aus der Sicht einer Frau und das noch in Form einer Ich Erzählung. Der Autor Eric Walz ist ein echter Frauenversteher oder er hatte kluge Frauen als Beraterinnen. Ermengard ist 40 und schrecklich einsam und unglücklich ohne sich dessen wirklich bewusst zu sein. Nicht nur, dass die Blüte ihrer Jahre rum ist, nein sie hatte auch viele Tot- und Fehlgeburten zu verkraften, und nun nimmt sich ihr Mann auch noch eine Konkubine, was sein gutes Recht ist. Dennoch liebt sie ihn und verzeiht ihm alles und versucht ihn sogar zu verstehen und zu unterstützen.
Emma, die Konkubine, und Ermengard sind unterschiedlich, unterschiedlicher geht es nicht. Die eine eher durchschnittlich und die andere eine Schönheit. Die eine Ehefrau, die andere lustvolle Konkubine, die eine kinderlos die andere Mutter und erneut schwanger. Emma ist alles was Ermengard sich wünscht zu sein aber nie sein wird.

Teilweise ist das Buch sehr bizarr bis und erinnert ein wenig an die Ingrid Noll Bücher. Überhaupt erinnert der Charakter der Ermengard an Frauengestallten aus den Noll Büchern, die zu Anfang oft schwach sind, langsam wachsen und dann wirklich grausam und sehr gemein Rache nehmen, ohne dabei wirklich böse zu sein. Es sind eigentlich gute Menschen, Ermengard ist ein guter Mensch, aber um sich selber zu schützen bleibt ihr keine andere Wahl als zu handeln, wie sie es eben tut und der Leser versteht es und kann ihre Motive sowohl nachvollziehen als auch verstehen.
Fionee ist fast eine Psychologin. Sie liest in Ermengard wie in einem Buch, eine faszinierende Persönlichkeit. So ist es durchaus verständlich, warum das Buch nach einer Nebenperson benannt wurde. Ermengard leidet unter ihrer Situation ohne es wahrzunehmen. Sie wird andauernd von ihrem Mann gedemütigt und doch liebt sie ihn und hasst die 24jährige Emma, die nichts für ihre Situation kann. Ermengard ist eine unglaublich starke Frau und erst dabei zu entdecken, wer sie sein kann und was in ihr steckt.

Etwas störend empfand ich die Einschübe mit den Erinnerungen. Diese Lösung wirkte auf mich irgendwie unrund und störend. Das hätte man einfach in den Text fließen lassen können, so wurden diese Rückblicke irgendwie teilweise zu einem Fremdkörper in der Geschichte.

"Es ist gar nicht so einfach eine Untersuchung durchzuführen, wenn keiner wissen darf, was man tut." Damit reiht sich die ermittelnde Ermengard mit der ungewöhnlichen Ermittlerin Invita von Maria W. Peter ein. Ermengard ist keine gar so ungewöhnliche Heldin wie Invita, aber in diesem historischen Krimi wird der Fall doch auf eine ganz andere Art ermitteln, als man das von einem Krimi normalerweise gewohnt ist.
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