Eine dreifache Mutter und der schillernde Vogel der Londoner Verlagswelt- kann das gutgehen? Es kann. Die bodenständige Jennie scheint dem Mann, den sie nur Tiger nennt gut zu tun. Dabei könnten die beiden unterschiedlicher nicht sein. Der Tiger plant seinen Tag minutengenau und erwartet von seinen zahlreichen (meist weiblichen) Angestellten dass sie sich genau an seinen Zeitplan halten. Jennie dagegen muss zwar auch gut organisiert sein, aber ihr Privatleben macht ihr mehr als einmal einen Strich durch die Rechnung. Sei es die Krankheit ihrer Mutter, ihre Scheidung oder ihre eigene Gesundheit, die unter der Situation zu leiden hat: irgendwie schafft sie es immer wieder, alles unter einen Hut zu bringen. Hier erweist sich der Tiger trotz aller Oberflächlichkeiten als Freund. Er hilft ihr mehr als einmal ohne große Worte zu machen.
Mit der Zeit wird die Zusammenarbeit schwieriger. Der Tiger fordert immer mehr von Jennies Zeit. Das geht so weit, dass sie in ihrem Haus ein zweites Telefon hat das unaufhörlich klingelt und die Geduld ihrer Familie bis aufs Äußerste strapaziert. Die Arbeit am ersten Roman scheitert fast an den unterschiedlichen Vorstellungen der beiden. Schließlich kündigt Jennie, was ihr der Tiger sehr übel nimmt.
Die ganze Zeit habe ich mich gefragt, wer der geheimnisvolle Mann eigentlich ist. Aber auch als ich seinen Namen wusste hat mir das nicht viel geholfen, denn die Geschichte passiert etwas vor meiner Zeit. Trotzdem ist es interessant zu sehen, was alles hinter den Kulissen passieren kann.