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Die Gewalt des Gebärens
 
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Die Gewalt des Gebärens [Gebundene Ausgabe]

Isabelle Azoulay
2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: List (1998)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3471770291
  • ISBN-13: 978-3471770290
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 12,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 472.851 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Paßt die 'natürliche' Geburt noch in unser Bild vom selbstbestimmten, zivilisierten Menschen? Isabelle Azoulay gibt eine radikale Antwort auf diese selten gestellte Frage. Sie entlarvt die Verheißung der glücklichen Geburt als trügerisch und fordert die gesellschaftliche Anerkennung eines möglichst schmerzfreien Gebärens.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die Autorin schließt an eine seit einigen Jahren aufgeflammte Diskussion an, die vom Thema "Kaiserschnitt auf Wunsch" angestoßen wurde. Immer noch wird schreienden Frauen im Kreißsaal diese Hilfeleistung einfach verweigert, obwohl diese sich in Todesangst oder im Zustand unerträglicher Schmerzen befinden. In keinem anderen medizinischen Bereich wird so mit Patienten verfahren: nicht nur aus ethischer Sicht, auch juristisch besteht das Recht auf Hilfeleistung in Form von Schmerzlinderung. Die Autorin geht bei ihrer Analyse sensibel und feinsinnig und nach strikter Logik vor. Ihre Thesen sind einfach, aber neu, und es nimmt den Leser Wunder, warum Frauen bislang schweigen, schweigen, schweigen - bis zu diesem Buch. Es steht an einer wichtigen Stelle in der Generationenkette, die bei traditionell zu überliefernden Frauenweisheiten in unserer entweiblichten Kultur - schneller, stärker, mehr - im Bereich "Geburt" eine Riesenlücke aufweist. Ein Lese-Muß für alle Frauen, die noch nicht geboren haben, sich aber ein Kind wünschen. Wahrheit, wie sie aus keinem Frauenmund zu hören ist: jede Erinnerung an eigenes Leid und Trauma ist zu schmerzhaft. Aber: der Kreißsaal ist auch im Jahre 2000 noch ein Ort des Schreckens jenseits öffentlichen Interesses. Was hier vorgeht, wird verschwiegen und mündet allzu oft in weiblichem Trauma. Todesangst und das Schreien nach einem Kaiserschnitt werden vom Klinikpersonal als "normal" akzeptiert. Endlich Wahrheit über das Gebären, damit offene Forderungen entstehen und ausgesprochen werden können, wie sie hier von der Autorin in aller Deutlichkeit formuliert worden sind.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Noch Monate nach der Geburt meines Kindes hatte ich den Schock, den der Geburtsschmerz bei mir ausgelöst hatte, nicht verwunden. Dann stieß ich durch Zufall auf dieses Buch, und Isabelle Azoulay hat mir endlich Frieden gegeben.

Die Autorin untersucht die Fragen, die auch mir einfach nicht aus dem Kopf gingen: Wie ist es möglich, dass sich Frauen, die es wissen müssten, über die unglaubliche Brutalität des Gebärens ausschweigen? Warum ist die schmerzfreie Geburt durch PDA noch keine Selbstverständlichkeit? Die Gründe hierfür liegen sehr tief in unserer Kultur verwurzelt und sind nicht ganz leicht zu verstehen. Zumindest ist mir so viel klar geworden, dass ich beim nächsten Kind emanzipiert genug sein werde, eine schmerzfreie Geburt durch PDA zu verlangen.

Was die traurigen Auswirkungen des Gebärens auf das Leben "danach" betrifft, so kann ich die Argumente der Autorin - zum Glück - nicht so ganz nachvollziehen. Dennoch: Unbedingt lesenswert!

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Format:Gebundene Ausgabe
Ich bin begeistert. Ich habe das Buch in einem Stück verschlungen. Es ist sehr interessant. Es beeinhaltet viele Exkurse in die Geschichte der Gynäkologie der Geburtshilfe, was teilweise erklärt warum es heute so ist wie es ist.
Es werden kritische, längst überfällige Fragen gestellt, SEHR logische Thesen aufgestellt, alles basierend auf Interviews mit Frauen, Hebammen, Ärzten, Müttern.
Es wird ENDLICH mal ausgesprochen was längst überfällig ist: Es sind die mit Abstand schlimmsten Schmerzen, die ein Mensch haben kann und oft auch noch, aus falschem oder eingeredetem Ehrgeiz ohne Schmerzmittel ertragen.
Wie viele Frauen noch Jahre später unter ihrem Geburtserlebnis leiden wird leider oft tot geschwiegen. Das ist sehr traurig.

Leider gibt es Bücher dieser ehrlichen Art nur sehr wenig. Wenn man über die Geburt Literatur sucht, findet man nur die sanfte, natürliche Geburt, Öle, körpereigene Hormone, jeder Frau kann das schaffen, Akkupunktur usw.

Traurig ist vor allem, dass unter Müttern ein ganz befremdlicher, schwachsinniger Druck über die Geburtsweisen entstanden ist.
Dagegen sollte, vor allem von Hebammen endlich gekämpft werden.

Sehr zu empfehlen!!!

Allerdings werden alle Naturverfechter, die die Augen vor dem Fortschritt verschließen WOLLEN diese Buch verteufeln, denn das passt nicht in ihr Schema, da es zu ehrlich ist.
Hebammen wird das Buch Angst machen, denn es hilft Frauen zu einem neuen Selbstbewusstsein.

Ich würde mir wünschen, dass man von diesem Buch mehr hören und lesen würde und es eine Art Fortsetzung gibt!Die Gewalt des Gebärens
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