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Die Gesundheits-Revolution. Radikale Wege aus der Krise - was Patienten wissen müssen
 
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Die Gesundheits-Revolution. Radikale Wege aus der Krise - was Patienten wissen müssen [Taschenbuch]

Ellis Huber , Kurt Langbein
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  

Produktinformation

  • Taschenbuch: 250 Seiten
  • Verlag: Aufbau-Verlag; Auflage: 2 (2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351025726
  • ISBN-13: 978-3351025724
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 12 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 793.799 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ellis E. Huber
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ellis Huber und Kurt Langbein gehen mit Krankenkassen und Ständevertretungen, Verbänden und Politikern gleichermaßen hart ins Gericht. Nicht nur trügen sie alle gemeinsam Schuld daran, dass unser Gesundheitssystem das zweitteuerste in der Welt sei. Vor allem seien sie auch dafür verantwortlich, dass die Patienten viel zu oft nicht das bekämen, was sie bräuchten. Es werde zu viel verschrieben, zu viel operiert und auch zu viel diagnostiziert (und dies mit zudem oft fragwürdigen Methoden).

So jedenfalls lautet das nüchterne, gut belegte und wohl begründete Urteil der Autoren. Eines der Hauptübel ist ihrer Ansicht nach das System, nach dem die Ärzte ihre Leistungen abrechnen müssten. Huber, ehemals Präsident der Berliner Ärztekammer und heute Krankenkassenvorstand, weiß aus eigener Anschauung sehr genau: Das heutige Honorarsystem für Ärzte treibt die Kosten immer weiter in die Höhe, nicht nur zum Schaden der Krankenkassen, sondern letztlich auch zum Schaden der Patienten.

In ihrem Plädoyer für eine grundlegende Reform des Gesundheitswesens fordern Huber und Langbein unter anderem, dass sich niedergelassene Ärzte und Klinikärzte mit anderen Heilberufen zu Netzwerken zusammenschließen mit dem Ziel, den Patienten eine integrierte, ganzheitliche medizinische Versorgung zu bieten. Dabei soll der Hausarzt die zentrale Rolle spielen, seine Patienten zu den jeweils richtigen Stellen in seinem Netzwerk lotsen und ihm auch sonst als Assistent für die individuelle und eigenverantwortliche Gesundheits(vor)sorge zur Seite stehen. So etwas muss sich der einzelne Arzt natürlich "leisten" können, weshalb der Beratung auch im Honorarsystem in Zukunft ein sehr viel größerer Stellenwert beigemessen werden muss, als dies heute der Fall ist.

Unser Gesundheitssystem steht zweifellos vor einem unausweichlich grundstürzenden, hoffentlich auch grundlegenden Wandel. Wer wissen will, wohin die Reise geht oder gehen sollte, findet in diesem Buch einen Ausblick darauf. --Hasso Greb

Kurzbeschreibung

»Bittere Pillen« für die Politik Was Patienten wissen müssen Bestsellerautor Langbein (»Kursbuch Gesundheit« u.a.)und Krankenkassenvorstand Huber zeigen radikale Wege aus der Krise unseres Gesundheitssystems Jeder weiß es, jeder bekommt es zu spüren: Das deutsche Gesundheitswesen ist krank, und die Verfehlungen treten mit jeder »Reform« deutlicher zutage. Noch jede Regierung ist in den letzten Jahrzehnten mit ihren Bemühungen gescheitert, die Kosten einzudämmen und die Effizienz zu erhöhen. Dabei sind die aktuellen Wirren um die Reform des Jahres 2004 erst die Vorboten eines grundlegenden Wandels. Ein radikales Umdenken ist notwendig - nicht nur, aber auch aus ökonomischer Sicht. Allein die AOK Deutschland ist als unternehmerischer Verbund mit 50 Milliarden Euro so finanzkräftig wie Daimler-Chrysler. Kurt Langbein, der Autor von »Bittere Pillen«, und Ellis Huber, Vorsitzender einer ganzheitlich orientierten Krankenkasse, unterwerfen unser Gesundheitssystem einer schonungslosen und in dieser Form einzigartigen Bestandsaufnahme. Doch darüber hinaus richten sie ihren Blick nach vorn. Sie fordern eine Revolution im Gesundheitswesen - und machen präzise Vorschläge, was Ärzte, Pharmakonzerne, Apotheker, aber auch Patienten tun müssen, um zu einem neuen Verständnis von Krankheit und Gesundheit zu kommen. Weg von der »Klempner-Medizin«, weg vom Prinzip »viel Eminenz, wenig Evidenz« heißt ihre Devise - hin zu einer integrierten Versorgung, in der ein selbstbestimmter Patient im Mittelpunkt steht. Ein unentbehrliches Buch, das nicht nur Irrwege aufzeigt, sondern beweist, daß ein radikaler Wandel gelingen kann. Eine Muß-Lektüre für Ärzte und Patienten.

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Format:Taschenbuch
Alle paar Wochen erscheint ein neues Buch, das sich (mehr oder weniger sachkompetent) mit aktuellen medizinischen Problemen, die es ja zuhauf gibt, befaßt. Die vorliegende Abhandlung analysiert 1. die stationäre und ambulante Medizin, demonstriert 2. an immer wieder erlebten Paradefällen, wie technikorientiert, tablettengläubig, symptomenbezogen, gewinnorientiert und im Grunde oberflächlich das ärztliche Handwerk gemeinhin ist und zeigt 3. an einigen wenigen Beispielen und Modellen, wie es (vielleicht) besser werden könnte.
Warum aber bleibt nach der Lektüre so ein merkwürdig beklemmendes Gefühl? Vielleicht, weil der Sumpf von Geldgier, das Ausmaß unseliger Verflechtungen, Lug und Betrug, Unfähigkeit und Gedankenlosigkeit bei allen Beteiligten und im ganzen System so gewaltig sind? Oder einfach, weil der tief beängstigende Inhalt (z.B. 30.000 Tote jährlich allein durch diagnostische und therapeutische Eingriffe) nicht recht zu den im "Frau-im-Bild-Stil" geschriebenen anrührenden Krankengeschichten paßt? Vielleicht auch, weil allzu deutlich spürbar wird, daß man inhaltlich vieles schon einmal gelesen hat (z.B. bei Langbein) und alles offensichtlich in großer Eile zusammengeschrieben und daher stilistisch holperig formuliert ist? Wahrscheinlich haben sich so auch die fachlichen Schlampereien eingeschlichen: Anämien lassen sich nicht durch Blut"austausch" sondern durch Blut"transfusionen" beheben, jedenfalls in aller Regel!
Dennoch: Viele Formulierungen sind brillant gelungen und treffen den Nagel auf den Kopf und sagen mehr als alle Regierungs- und Funktionärserklärungen oder die Beteuerungen von Ärzten und der Gesundheitsindustrie. Drei Beispiele:"Gute Heilkunst unterläßt alles, was dem betreffenden Kranken nichts nützt"; "es gibt (bald) mehr Pharmavertreter, die Ärzte behandeln als Ärzte, die Patienten behandeln"; "noch nie war die medizinische Versorgung so teuer wie heute - und so uneffektiv".
"Was Patienten wissen müssen" steht im Untertitel des Buches, ganz im Sinne der von den Autoren empfohlenen Transparenz. Und wenn die interessierten Patientn sich dann durch die ersten 200 Seiten frustrierender Tatsachen hindurchgelesen haben, erwarten sie sicher in den letzten beiden Kapiteln das Heil und die Therapie des kranken Gesundheitswesens. Die Überschriften: "das neue Gesundheitswesen" und "Wege und Chancen". Und diese "Therapie" der Autoren ist radikal, mit vielen "müßte" und "sollte" und "könnte". Ich bin skeptisch, ob die paar bekehrten und redlichen Ärzte, der eine im Buch zitierte vorbildliche Pharmaproduzent, die beispielhafte Krankenkasse und natürlich einige tausend aufbegehrende Patienten nun gemeinsam mit dem ehemaligen Ärztekammerpräsidenten (Huber) und dem engagierten Journalisten (Langbein) wirklich etwas verändern. Ich wünschte es sehr, aber die Chancen sind nicht eben groß.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Anmerkungen zu „Die Gesundheitsrevolution"

Zu den irritierenden Erfahrungen, die man in einem Medizinstudium machen kann, gehört, dass man, je weiter man in dem Studium fortschreitet, um so mehr von Krankheiten weiß, aber dass die Frage, was Gesundheit ist, eigentlich nur wenig thematisiert wird und in vieler Hinsicht in einem merkwürdigen Dunkel beziehungsweise Nebel bleibt.

Insofern haben diejenigen recht, die kritisch darauf hinweisen, dass unser „Gesundheitswesen" eigentlich korrekter als „Krankheitswesen" bezeichnet werden müsste, weil die tiefgehenden, weiterreichenden Fragen nach der Gesundheit erstaunlich wenig Gegenstand nicht nur der Betrachtung, sondern auch der konkreten Maßnahmen und umgesetzten Konzepte sind. Dies gilt sowohl für unser Alltagshandeln wie auch für die überwiegenden Praxis der Medizin wie auch die anhaltende Konfusion der Gesundheitspolitiker. Dass wir inzwischen in bedrohliche und kritische Zonen geraten, wird immer offensichtlicher. Die Gesundheitspolitik wird deshalb absehbar zu einem der zentralen Politikfelder werden, möglicherweise sogar den nächsten Wahlkampf entscheidend mitprägen.

Das wissen die auf Grund ihrer speziellen Interessenlage in einem meist sehr engen Marktsegment engagierten Marktteilnehmer ziemlich genau. Von ihrer Seite sind daher voraussichtlich nur wenig Transparenz schaffende Beiträge für die seit langem überfälligen Grundsatzdiskussionen zu erwarten, die vor wesentlichen Kursänderungen in demokratischen Staaten stattfinden sollten. Ob eine „Gesundheitsrevolution", wie Ellis Huber (von 1987 -1999 Präsident der Berliner Ärztekammer und seit 2001 Vorstand der BKK Securvita) und Kurt Langbein (seit vielen Jahren durch kritische Beiträge zu Gesundheitsthemen bekannter Autor) ihr im Aufbauverlag erschienenes Buch genannt haben, wird so lange hypothetisch bleiben, so lange das Thema Gesundheit oder genauer genommen Krankheit in den bisherigen Kontextstrukturen von den jeweiligen partikulären Interessenträgern abgehandelt und entsprechend vertreten wird.

Genau hier setzt das Buch an. Es möchte „Otto Normalverbraucher" mit der schwierigen Materie des von vielen Experten, Sachverständigen und Wissenschaftlern schon seit langem diskutierte Thema des bevorstehenden Paradigmenwechsels in der Medizin bzw. der Gesundheitssysteme ein wenig vertrauter machen, indem markante Kontroversen benannt und allgemeinverständlich dargestellt werden.

Auf 298 Seiten wird in 9 Kapiteln aus verschiedenen Blickwinkeln Material angeboten, das einen normalen Leser etwas besser verstehen lässt, wie komplex, interessengebunden, aber auch widersprüchlich die meisten Sachverhalte sind, um die es bei einer „Gesundheitsrevolution" geht. Die Dringlichkeit mancher Problemfelder ( offensichtliche Strategiefehler bei der Therapie chronischer Erkrankungen z.B.) macht das Plädoyer für eine Revolution verstehbar. Offen bleibt hingegen, wer und wie man denn diese Revolution tatsächlich durchführen soll. Der Schritt, durch ein solches Buch die am meisten betroffenen „Normalverbraucher" ein Stück mehr über den „letzten Stand der Dinge" zu informieren, ist jedenfalls ein Schritt in die richtige Richtung.

Wer sich die Zeit nimmt und mit den Themen des Buches ernsthaft beschäftigt ( z.B. 4 Krisenkapitel: die Organisationskrise, die Krise der Heilkultu8r, die Qualitätskrise, die Identitätskrise), wird hinter den griffig-journalistisch geschriebenen Formulierungen durchaus solide Sachkenntnis orten können, getragen von dem Bemühen, die Konfliktthemen ohne die verschleiernden Tabus der vorherrschenden Lobbyistenargumentationen anzusprechen. Man sollte den Text durchaus an der Halbwertszeit der bisherigen gesundheitspolitischen Reformgesetzgebung und ihren vielen fragwürdigen Kompromissen messen, um realistischer einzuschätzen, worin der Wert dieses engagierten Diskussionsbeitrages liegt. Dass solche informativen knappen Buchbeiträge Sinn machen, auch wenn sie ein Thema nur aufreißen, zeigt der Erfolg von Frank Schirrmachers ähnlichem Buch über den Methusalemkomplex.

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