Wer von diesen Roman eine Seefahrer-Geschichte erwartet, wird enttäuscht sein. Die Story mit dem Fliegenden Holländer nimmt gerade mal ein Drittel des Buches ein....allerding ist der Teil atmosphärisch dicht und unheimlich fesselnd. Es geht um einen misshandelten, stummen Jungen, der auf der Flucht vor seiner Familie auf dem fliegenden Holländer landet und dort als Sklave gehalten wird. Auf der Reise freundet er sich mit einen Hund an. Als der "fliegende Holländer" verflucht wird, werden er und der Hund als einzig Unschuldige an Bord von der ewigen Seereise verschont. Doch von nun an sind auch sie unsterblich und ziehen durch die Lande und kämpfen gegen Unrecht. Der größte Teil des Buches berichtet von einer ihrer Missionen...die ausgerechnet in einem Spießbürgerlichen Setting um 1900 angesiedelt ist. Die Geschichte ist an sich nicht schlecht, aber im Vergleich zum aktiongeladenen Beginn fällt sie in der Spannung doch sehr ab. Plötzlich geht es nicht mehr um Meuterer, sondern um eine äußerst unspannend gestaltete Schatzsuche. War das Leben des Protagonisten zuvor noch ständig auf Messers Schneide, ist er jetzt fast schon widerlich selbstsicher und ob seines Status als unsterblicher auch nie so wirklich in Gefahr.
Für sich genommen ist auch die zweite Geschichte nicht unbedingt schlecht (insbesondere wenn man eher harmlosere Abenteuergeschichten mag), aber der Kontrast zum ersten Teil ist so groß, dass man doch recht unbefriedigt zurückbleibt.
Es gibt allerdings eine Fortsetzung zu dem Buch, in dem die Seefahrerthematik nochmal ausführlicher aufgegriffen wird.