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Die Gestapo: Herrschaft und Terror im Dritten Reich
 
 
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Die Gestapo: Herrschaft und Terror im Dritten Reich [Broschiert]

Carsten Dams , Michael Stolle
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Broschiert: 240 Seiten
  • Verlag: C.H. Beck; Auflage: 1 (29. August 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 340657355X
  • ISBN-13: 978-3406573552
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 12,4 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 328.097 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die Geheime Staatspolizei - kurz Gestapo - war das am meisten gefürchtete Instrument des politischen Terrors im "Dritten Reich". Sie verfolgte und vernichtete mit Brutalität und Willkür die Gegner des Regimes und alle, die sie als solche definierte: Sozialisten, Kommunisten, Juden, Homosexuelle oder "Asoziale". Wer in den berüchtigten Gestapo-Gefängnissen landete, der kehrte oft nicht wieder. Carsten Dams und Michael Stolle untersuchen in ihrem Buch Anspruch und Wirklichkeit der Gestapo. Dabei spannen sie den Bogen von der späten Weimarer Republik über die Verbrechen des Nationalsozialismus in Deutschland und Europa bis zu den Prozessen gegen Gestapobeamte nach 1945. Entstanden ist eine souveräne Synthese auf dem Stand der neuesten Forschung.

Über den Autor

Carsten Dams ist wissenschaftlicher Mitarbeiter der Dokumentations- und Forschungsstelle für Polizei- und Verwaltungsgeschichte an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW in Münster.
(Stand: Mai 2008)

Michael Stolle ist Historiker und seit 2007 Geschäftsführer des House of Competence an der Universität Karlsruhe.
(Stand: Mai 2008)

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Es fehlt der Charakter 12. Januar 2011
Format:Broschiert
Es gibt wenig Literatur zum Thema Gestapo bzw. den Lebensumständen im dritten Reich. Meine Großmutter hat mir als Kind eine Geschichte zum Thema Gestapo erzählt, weswegen ich mir das Thema genauer anschauen wollte.

Das Buch gibt einen wissenschaftlichen Überblick über die Organisation und Entwicklung der Gestapo. Hier ging man recht trocken vor und nennt einige Fakten und Zahlen. Es gibt jedoch keine Hintergründe, keine Schicksale, kein tiefergehendes Material. Die letzten 44 Seiten sind übrigens Quellenverweise.

Bestimmt sind Zahlen wichtig und die Schlussfolgerungen, dass eben bei einem Gestapobeamten auf mehrere Tausend Bürger es nicht so war, dass die Gestapo allgegenwärtig war. Das wird auch gut beschrieben. Es fehlt aber an Persönlichkeit.

Meine Großmutter hat damals in Wien nach dem Anschluss in der Straßenbahn gesagt, dass die Leute hier weißes Brot essen , während man am Land nicht ein Mal dunkles hat. In dem Augenblick drehte sich ein Mann um und sagte "Mitkommen, Gestapo". So eine kurze Geschichte sagt einem mehr als so manche Statistik.

Diese Erlebnisse fehlen mir in diesem Buch. Die Arbeit ist einfach zu unpersönlich. Eindrücke über das Leben in einem Terrorregime werden hier nicht vermittelt und das fehlt letztendlich.

"Bis zum bitteren Ende" von Gisevius vermittelt diese Eindrücke, hat aber wieder keinen wissenschaftlichen Charakter. Vielleicht fehlt einfach nur ein Werk, das die Lücke zwischen Fakten und Eindrücken schließen kann.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein gutes Buch 14. März 2010
Format:Broschiert
Bei den ersten drei Kapiteln geht es fast ausschließlich um Verwaltung, was ich ziemlich langweilig finde. Richtig interessant wird es erst im vierten Kapitel, wo die Brutalität der Gestapo beschrieben wird. Im Dritten Reich hatte der normale Bürger das Gefühl, die Gestapo sei überall und jeder könnte ein Spitzel sein. Es kam zu vielen Denunziationen. Juden wurden verraten, aber auch so genannte Asoziale und Sinti und Roma. Manchmal konnte man den Denunziationen gar nicht nachgehen, da diese nur aus Hass gemacht wurden, so dass sie für die Gestapo völlig irrelevant waren. Verdächtige wurden verhört, gefoltert und teilweise hingerichtet. Dabei verschmolz die Gestapo mit der SS, vor allem im Ausland, als sich ihr Einsatz bis nach Polen, in die Sowjetunion und nach Ost- und Südosteuropa ausbreitete. Dort verzichtete man auf Verhöre, sondern erschoss Verdächtige einfach, vor allem, wenn es sich um Juden handelte. In Polen wurden etwa drei Millionen Menschen ermordet, vor allem Juden, Zwangsarbeiter, Kriegsgefangene und Partisanen. Bei den Nürnberger Prozessen wurden nur die obersten Bonzen verurteilt, die kleineren wurden gar nicht belangt. Erst 1963 kam es zu einem größeren Prozess, wo mehrere ehemalige Gestapo-Mitglieder verurteilt wurden. Viele fanden trotzdem einen Job und machten Karriere, vor allem in der ehemaligen DDR, wo sie für die Stasi arbeiteten. Wenn sie sich in der Bundesrepublik Deutschland von der Gestapo distanzierten, bekamen sie einen Job. Auf Druck der Alliierten achtet Deutschland darauf, dass der BND von der Polizei getrennt arbeitet und dass das Militär im Inland nicht eingesetzt wird außer zu humanitären Zwecken. Das Buch liest sich sehr gut.
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