Kundenrezensionen

139
4,1 von 5 Sternen
Die Gesichtslosen: Thriller (Die Carina-Kyreleis-Thriller, Band 1)
Format: TaschenbuchÄndern
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. März 2012
Ich hatte am Anfang meine Schwierigkeiten, weil ich das Buch einfach unappetitlich fand. Dabei bin ich nicht zart besaitet, aber dieses Mal fiel es mir sehr schwer, von mumifizierten Händen und Gesichthäutungen zu lesen. Der junge Täter soll angeblich auf Frauen wirken, mir ist mir das nicht vorstellbar, ich fand ihn durchweg gruselig.
Aber vor allem fand ich das Buch viel zu konstruiert. Die verschiedenen Handlungsstränge sind am Anfang sehr weit auseinander, und wie die dann alle ineinander passen, ist einfach zuviel des Guten und überhaupt nicht glaubwürdig. Den Bezug zum Herrhausen Fall konnte ich auch überhaupt nicht nachvollziehen - irgendwie löst sich am Ende garnichts auf.
Ich habe es doch fertig gelesen, aber jetzt bin ich froh, dass ich dieses unappetitliche und konstruierte Ding zur Seite legen kann.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
VINE-PRODUKTTESTERam 20. November 2011
Carina kommt von Mexiko zurück nach Deutschland um als Rechtsmedizinerin zu arbeiten. In Mexiko hatte sie sich einen Namen gemacht, als sie einer gefundenen Mädchenleiche ein Gesicht anfertigte und somit die Eltern ihr verschwundes Kind erkannten und endlich wussten, was mit ihrem Mädchen geschehen ist. Lange hatte sie sich gewehrt nach Deutschland zurückzukehren, weil sie nicht im Schatten ihres übermächtigen Vaters stehen wollte, der bei der Mordkommision arbeitet. Gleich an ihrem ersten Tag wird sie von ihrem Vater zum Fundort einer Leiche gerufen, der sie das Gesicht zurückgeben soll.

Der zweite Erzählstrang handelt von Romeo. Einem jungen Mann, der eine sehr seltsame Art hat, den Frauen seine Liebe zu zeigen.

Und dann gibt es da noch die Geschichte um Rosa, die plötzlich spurlos verschwand und deren Schwester sie nach Jahren gesehen haben will. Sie bittet Carina um einen DNA-Abgleich um zu Beweisen, dass ihre Schwester noch lebt.

Im ersten Augenblick haben diese ganzen Geschichten nichts miteinander zu tun, doch im Laufe der Handlung verwebt sich alles miteinander und ergibt ein ganzes, in sich schlüssiges Bild.
Die Charaktere sind gut durchdacht und haben ihre Ecke und Kanten. Doch trotzdem sind sie (meistens) sympatisch. Der Schreibstil ist leicht und flüssig und schnell zu lesen. Der Plot ist intelligent, interessant und sehr spannend. Stephanie Fey hat es geschafft mich von der Ersten bis zur Letzten Seite zu begeistern und ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Ich war so fasziniert, dass ich es nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Zum Glück wird es noch weitere Fälle um Carina und Matte Kyreleis geben, die ich mit Sicherheit auch lesen werden.
Dieses Buch verdient die volle Punktzahl.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Dezember 2011
Der Thriller setzt ein mit der Rückkehr von Carina Kyreleis aus Mexiko in ihre Heimatstadt München. Er ist eingeteilt in die ersten 7 Tage nach ihrer Ankunft, eingerahmt von Prolog und Epilog, jeweils aus einem größeren zeitlichen Abstand. Die einzelnen Tage werden eingeleitet durch ein literarisches Zitat, das sich jeweils einen zentralen Aspekt des jeweiligen Abschnitts aufgreift, das man aber erst im Nachhinein wirklich verstehen kann. Es lohnt sich manchmal zurück zu blättern.

Die Geschichte spielt auf zwei verschiedenen Zeitebenen. Einmal wird in Rückblenden die Erlebnisse von Rosa erzählt, einer Sekretärin des bayrischen Innenministeriums die in den letzten Jahren der DDR einen so genannten Romeoagenten der Stasi mit brisanten Informationen versorgt. Dabei geht es um das bis heute ungeklärte Attentat auf Alfred Herrhausen, dem Chef der Deutschen Bank im November 1989.

In der Gegenwart wird uns Carinas Familie näher gebracht. Ihr Vater ist Polizeihauptkommissar in München und klärt den Fall eines Serientäters auf, der seinen Opfern das Gesicht abzieht. Da Carina Spezialistin für Gesichtsrekonstruktionen ist, packt ihr Vater die Gelegenheit beim Schopf, um mit seiner Tochter zusammen zu arbeiten.

Ich hatte den Thriller innerhalb weniger Tage durchgelesen. Für mich war er durchweg spannend, auch wenn mir der absolute Gänsehauteffekt dann doch etwas gefehlt hat. Die eingeführte Gerichtsmedizinerin als Ermittlerin zusammen mit ihrem Vater, dem granteligen, in persönlichen Gefühlsdingen fast etwas trotteligen Polizisten finde ich eine viel versprechende Konstellation für weitere Folgen. Obwohl, das Buch in München spielt, ist es keineswegs überfrachtet mit Lokalkolorit, was mir persönlich sehr entgegenkommt. Teilweise hätte ich mir sogar etwas mehr Erklärungen gewünscht. So musste ich mich erst etwas vertraut machen mit einigen Schauplätzen, z.B. der 'Glyptothek' und dem alten botanischen Garten. Ich hätte den Inhalt auch ohne Recherchen verstanden, ich finde es jedoch immer angenehm, wenn ich mit Hilfe von Bildern oder Beschreibungen etwas mehr von der Atmosphäre mitbekomme.
Dieser für mich erfrischend moderne Thriller ist sprachlich angenehm flüssig geschrieben. Die Ausdrucksweise hat auf mich teilweise etwas einfach gewirkt, dennoch ist das Buch durchwegs sauber formuliert. Der sorgfältig konstruierte Plot führt am Ende die einzelnen Erzählstränge zu einem für mich unerwarteten Ganzen zusammen, sodass die Spannung bis zuletzt da ist.
Ich habe mich sehr gut unterhalten gefühlt und bin auf ein spannendes zeitgeschichtliches Thema, der DDR-Spionage im Westen, aufmerksam gemacht worden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juli 2012
Vorab - ich werde mich nicht zum Inhalt äußern, den kann man ja bereits mehrfach nachlesen.
Ich möchte aber gerne meine Meinung zum Buch an sich mitteilen.
Ich muss zugeben, dass ich anfangs Probleme hatte, mich auf das Buch einzulassen. An die britischen und amerikanischen Thriller und Krimis gewöhnt, wirkte das Buch streckenweise etwas gewollt und konstruiert - aber nachdem ich mich damit abgefunden hatte, zog mich die Handlung doch in ihren Bann.
Gelungen finde ich, dass beim Lesen Fragen aufkommen, die dafür sorgen, dass man das Buch nicht aus der Hand legen will und immer noch eine Seite liest und noch eine und noch eine und dann ist man auf der letzten Seite angelangt und würde gerne weiterlesen.

Mein Fazit:
Nach den ersten Seiten war ich gefangen und die Autorin erreicht definitiv, dass man wissen möchte, wie alles zusammenhängt, wie die einzelnen Fragmente zusammenpassen und man möchte immer noch eine Seite lesen, denn es könnte ja eine Schlüsselszene kommen.
Ich bin schon sehr auf die Fortsetzung gespannt, denn ich habe einige Fragen, die offen geblieben sind und ich bin neugierig, ob sie beantwortet werden. Im Februar 2013 weiß ich mehr, denn da soll die Fortsetzung "Die Verstummten" erscheinen.
Ich persönlich finde übrigens, dass das Buch kein "ich-lese-es-in-der-Bahn-mal-nebenher-Buch" ist, sondern ein Buch zum konzentrierten und bewussten Lesen, damit einem nichts entgeht.

Kaufempfehlung? Ja!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. März 2015
Nach einem grauenvollen Autounfall in Mexiko, der sie beinahe das Leben kostete, kommt die bekannte Gesichtsrekonsturkeurin Carina Kyreleis zurück in ihre Heimatstadt München. Dort wird sie zwar von ihren Eltern erleichtert und herzlich in Empfang genommen, der Einstand im Rechtsmedizinischen Institut fällt jedoch eher kühl aus. Die Junge Rechtsmedizinerin kann ihr Talent aber bald unter Beweis stellen: in München geht ein Mörder um, der jungen Frauen das Gesicht bei lebendigen Leib vom Schädel zieht. Carina und ihr Vater, Kriminalhauptkommissar Matte Kyreleis ermitteln zum ersten Mal gemeinsam...

Von dieser Reihe kenne ich ja bereits den zweiten Teil "Die Verstummten", von dem ich absolut begeistert war. Nun kam endlich Band 1 um die Rechtsmedizinerin und Gesichtsrekonstrukteurin Carina Kyreleis an die Reihe. Dass ihre Beziehung zu dem spionierenden Kommissar-Vater nicht ganz einfach ist, wusste ich ja bereits. Daher war es sehr schön hier die genaueren Zusammenhänge zu erfahren.
Wie auch im zweiten Band war mir Carina sofort sympathisch und ihre natürliche und äußerst Menschliche Art einfach erfrischend. Denn hier hat man es nicht mit einer schier übermenschlichen Ermittlerin zu tun, wie in manch anderem Buch.
Der Kriminalfall war sehr spannend, der Zusammenhang für mich jedoch einiges früher klar, als es die Autorin auflöst. Auch hier spannt Stephanie Fey einen Bogen von den RAF-Gräueltaten in den 80er Jahren bis in die Gegenwart.
Das Buch ist dank den flotten und flüssigen Schreibstils wunderbar schnell gelesen. Volle Punktzahl bekommt Carina mit ihrem ersten Fall in München jedoch nicht, der zweite Band hat mir einen Tick besser gefallen und war auch schwieriger aufzuklären.

Fazit: Ein klasse Buch, mit München als Location für mich mit prima Wiedererkennungswert. Eine Lesesempfehlung spreche ich für den ersten Fall von Carina und Matte Kyreleis gerne aus, auch wenn der Thriller noch ein kleines bisschen Luft nach Oben hat.

Reihenfolge:
01. Die Gesichtslosen
02. Die Verstummten
03. Die Zerrissenen
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. April 2013
Die 31-jährige Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis kehrt nach dramatischen Ereignissen in Mexiko nach Deutschland zurück. Sie kann und will nicht mehr in Mexiko leben - zu viel Schmerz ist damit verbunden. Als sie ein überaus interessantes Jobangebot aus ihrer Heimatstadt München erhält, beschließt sie, nach langen Überlegungen, dieses anzunehmen, auch wenn sie sich dann wieder mit ihrer Familie auseinandersetzen muss. An sich liebt sie ihre Familie, dennoch ist es nicht immer leicht mit ihr. Ihr Vater Matthias ist ein sehr angesehener und bekannter Kriminalhauptkommissar und Leiter der Münchner Mordkommission und auch ihre Mutter Silvia ging schon immer in ihrem Beruf als Hebamme voll und ganz auf, sodass es Carina und ihre ein Jahr jüngere Schwester Wanda nicht immer leicht hatten. Wanda hingegen scheint vollkommen aus der Art geschlagen zu sein. Sie ist die Liebenswürdigkeit in Person und dennoch, im Gegensatz zu ihren Eltern, eher unstet, nicht unbedingt verantwortungsbewusst und recht unorganisiert. Dennoch schafft sie es, mit Hilfe ihrer Familie, ihr Leben und das Leben ihres kleinen Sohnes Sandro zu meistern. Die beiden Schwestern stehen sich, trotz ihrer offensichtlichen Unterschiede sehr nah und so war es auch nur Wanda, die wusste, wo sich Carina aufhielt, als diese vor Jahren fluchtartig Deutschland verließ, nur um endlich dem (gutgemeinten) Überwachungswahn ihres Vaters zu entkommen.

Noch gar nicht ganz in München angekommen, nimmt ihr Vater Carina gleich mit zu einem Tatort. Eine Frau wurde auf ihrem Sofa gefunden, anscheinend ein Angriff von ihrem Jagdhundmischling. Ob sie noch lebt oder nicht, können die Polizisten vor Ort nicht sagen, da der Hund sie nicht zum Opfer lässt. Hier lernt Carina den entzückenden Tierarzt Dr. Clemens Schäfer kennen, dem es gelingt, dem Hund habhaft zu werden und die Anwesenden können feststellen, dass das Opfer noch lebt. Doch Carina fallen gleich Ungereimtheiten auf - war dies wirklich die Tat des Hundes?

Kurz nach diesen Ereignissen beginnt Carina offiziell mit ihrer Arbeit und wird auch von den neuen Kollegen herzlich aufgenommen, nur ihre neue Chefin Professor Paula Feininger benimmt sich ihr gegenüber eher ablehnend. Eine Situation, die bei Carina auf Unverständnis stößt, immerhin hatte diese ihr noch in Mexiko das Jobangebot gemacht. Unerwartet erhält Carina eines Tages von Luise Salbeck Besuch. Diese ist überzeugt davon, vor kurzem ihre Schwester Rosa in der Stadt gesehen zu haben - wobei diese nach offiziellen Angaben schon einige Jahre tot und begraben ist. Sie bittet Carina, ihr Gewissheit zu verschaffen, dass diejenige Tote, die begraben wurde, nicht ihre Schwester ist. Solche Aufgaben gehören definitiv nicht zu Carinas neuem Aufgabengebiet und dennoch, irgendwas an Luise rührt sie, sodass sie sich tatsächlich, wider besserem Wissen, an die Recherche macht, was seinerzeit wirklich passiert ist und ob wirklich Rosa Salbeck begraben wurde. Was jedoch zu diesem Zeitpunkt noch niemand ahnt, das Verschwinden Rosas und der Angriff auf die Hundehalterin weisen eine Verbindung auf, die schon Jahrzehnte zurückliegt ...

Ein gelungener Auftakt! Den Plot fand ich detailliert und ansprechend ausgearbeitet, besonders gut hat mir hier das Verhältnis zwischen Carina und ihrem Vater gefallen, wo für jeden ersichtlich ist, dass sie sich lieben, Matthias jedoch, ausgerechnet seiner ältesten, mitten im Leben stehenden Tochter, nicht die Freiheiten gewähren will/kann, wie zum Beispiel der jüngeren, flatterhaften Wanda. Die Charaktere wurden sehr facettenreich und tiefgründig erarbeitet und gerade Carina und Matthias üben eine ausgesprochen starke Faszination auf mich aus - von den Beiden bekommte man, so glaube ich, so schnell nicht genug. Auch das Agieren miteinander wurde hervorragend umgesetzt. Den Schreibstil empfand ich als angenehm zu lesen, wobei ich mir an manchen Stellen doch mehr knisternde Spannung gewünscht hätte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Carina Kyreleis ist Rechtsmedizinerin, die lange Zeit in Mexiko lebte und arbeitete. Dort machte sie durch die Modulierung eines Kinderkopfes von sich reden. Prompt wird ihr in München eine Stelle in der Rechtsmedizin angeboten, die sie auch annimmt, nicht ahnend, dass ihr kontrollierender Vater, Kriminalhauptkommissar Matthias Kyrelies, dahintersteckt.
Er ermittelt gemeinsam mit ihr an Mordfällen, in denen den Opfern die Gesichtshaut abgezogen wird.
Auch ein alter Fall lässt Carina nicht ruhen, als sie von der Schwester einer vor Jahren getöteten Frau um Hilfe gebeten wird. Diese ist der Meinung, sie hätte ihre Schwester erst kürzlich gesehen, aber wie kann es sein, wenn sie doch auf dem Friedhof liegt?
Dann verschwindet ihre Schwester von einem Tag auf den anderen. Ist sie dem Gesichtsmörder in die Hände gefallen? ...

Die Zeitspanne der Haupthandlung umfasst 7 Tage in der Gegenwart. Diese beinhaltet die Suche nach dem Mörder der Frauen, denen die Gesichtshaut abgezogen wurde.
Eine andere Schiene führt die Geschehnisse zurück ins Jahr 1987. Hier erlebt der Leser, wie eine Frau aus Liebe zur Spionin eines Staasimitarbeiters der DDR wurde und die Auswirkungen bis zum Tod vom Chef der Deutschen Bank Alfred Herrhausen.
Der Mord an Alfred Herrhausen wurde bis heute nicht aufgeklärt, aber der Autorin ist es hervorragend gelungen, eine glaubhafte Ermittlungsgeschichte darüber zu schreiben.

Dass die beiden parallel verlaufenden Handlungsstränge im Zusammenhang stehen, ist anfangs nicht ersichtlich, erschließt sich aber dem Leser so nach und nach.

Die Protagonistin Carina Kyreleis lässt sich von ihrer Familie vereinnahmen. Ihr Vater leidet unter zwangshaftem Kontrollwahn, Mutter und Schwester rufen sie auf den Plan, wenn es ihnen passt.
Am schlimmsten hat sie mit der Kontrolle durch ihren Vater zu tun, der sogar ihre Freunde durchleuchtet. Arbeitsmäßig muss sie die Schuhe füllen, die ihr Vater breitgetreten hat.
Durch ihre enorme Vorstellungskraft und ihr Wissen in der Rechtsmedizin hat sie sich jedoch selbst einen Namen gemacht und erhält letztendlich auch den Respekt, der ihr zusteht.

Der Autorin ist es gelungen, mich von Beginn an in ihren Bann zu ziehen. Es wird Spannung aufgebaut, die sich stetig steigert.
Die Geschehnisse um den Mord von Alfred Herrhausen sind sehr gut recherchiert und umgesetzt.
Die Ermittlungen der Mordfälle sind gut durchdacht und absolut glaubwürdig.

Da es der erste Teil einer neuen Reihe um die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis ist, wurden einige Situationen angesprochen, die aber für den Leser ein offenes Ende haben bzw. die noch nicht beantwortet wurden. So bleibt dem Leser nur die Hoffnung, in dem Folgeband ein paar der Fragen beantwortet zu bekommen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. März 2012
Den Schreibstil der Autorin empfinde ich als wirklich angenehm. Die Sprache ist gut und verständlich. Es ist so geschrieben, wie wir Menschen nun einmal im echten Leben miteinander reden. Die Charaktere sind schön gezeichnet.
Im Roman wechselt die Perspektive der Hauptperson, was ich ganz interessant fand. Mal ist der Leser bei Carina und mal sieht er quasi durch die Augen des Täters. Gut gemacht!
Carina, als Charakter, gefällt mir echt gut! Sie ist nicht perfekt, sondern eine ganz normale Frau mit einer doch recht schwierigen Familie. Ich mag Charaktere die ich mir im wirklichen Leben auch vorstellen kann! Sprücheklopfene Ermittler nerven manchmal.
Mir gefallen die ganzen kleinen Puzzleteile auch sehr gut! Es geht nicht nur um einen Fall, sondern es gibt in dieser Geschichte auch Abzweigungen, wie z.B. die Diagnose der Mutter, oder die Geschichte mit Lars.
Zudem gibt es manchmal Rückblicke in die DDR Zeit, welche dem Buch noch mehr Spannung geben. Und am Ende laufen alle Fäden zusammen. Super!!!

Natürlich muss ich wieder einmal ein tolles Cover loben. Das fällt einem doch gleich ins Auge.
Ich schlug das Buch auf, las den Prolog und war gefangen! Ich liebe Bücher über die Rechtsmedizin und es darf für mich auch gerne schön "ekelig" sein. Hier geht es mal nicht um DNA oder um Knochen, sondern um Gesichter. Die Idee war für mich neu. Die Autorin hat es geschafft einen Thriller zu schreiben, der politisch, historisch (DDR Zeit), modern, spannend und realistisch zu gleichen Teilen ist. Neben der kriminalistischen Aspekte in diesem Buch kommen auch die persönlichen Aspekte der jeweiligen Personen recht gut heraus.
Gerade der Wechsel zwischen den spannenden DDR-Rückblicken, der persönlichen Welt der Ermittler, die rechtsmedizinische Arbeit und das "gruselige" Werk des Täters lassen die Seiten nur so durch die Finger fliegen.
Mir gefiel dieses Buch sehr gut und ich freue mich schon auf den zweiten Teil!!!
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am 7. November 2011
Carina Kyreleis hat es nicht einfach momentan. Mehrere offene Baustellen wirbeln ihren Alltag ganz schön durcheinander, in dem sie gerade aus Mexiko wieder in ihre Heimat München zurückgekehrt ist. Eine Rückkehr, bei der ihr ihr Ruf als 'Gesichtsrekonstrukteurin' vorauseilt, da sie in Mexiko einen aufsehen erregenden Fall mit diesen, ihren speziellen Fähigkeiten als Rechtsmedizinerin, mit aufklären konnte.

Nun aber steht sie in München, um ihre neue Stelle anzutreten. Ihre chaotische Schwester, die grundlegend immer nur mit dem beschäftigt ist, was ihr gerade wichtig erscheint, hat den Schlüssel zur neuen Wohnung verschlampt. Ihr allseits und immer kontrollierender Vater, Kriminalkommissar nebenbei, beginnt schon wieder, sich in ihr Leben einzumischen (nicht zuletzt, wie sie erfahren wird, was ihre neue Stelle in der Pathologien angeht). Ihr Ex-Freund meldet sich umgehend, den Carina nicht sonderlich gerne wiedersehen möchte. Ihr Neffe, der Sohn ihrer Schwester, läuft ein wenig aus dem Ruder und zu allem Berg an Anforderungen tritt ein Mord hinzu. Und ein versuchter Mord. Oder ein versuchter Selbstmord. So genau ist das alles zunächst nicht zu unterscheiden. Umgehend aber befindet sich Carina inmitten der Ermittlungen, da ihr Vater sie zu allen Ereignissen hinzuzieht. Ganz nebenbei geht sie natürlich auch noch ihrer eigentlichen Arbeit nach. Bei dem geschehenen Mord ist das Gesicht der Leiche abgezogen worden und der Schädel bis zur Unkenntlichkeit verwest und bedarf ihrer besonderer Fähigkeiten, um der Identität des Opfers auf die Spur zu kommen. Beim zweiten Vorfall überlebt zwar das weibliche Opfer, aber auch hier wurde das gesamte Gesicht chirurgisch entfernt. Intensiv wendet sich Carina, hier und da auch ungewollt, den kriminalistischen Ermittlungen in beiden Fällen mit zu.

In einem zweiten Erzählstrang baut Stephanie Fey geschickt einen zweiten Fall auf. Die Umstände um den Mord an Alfred Herrhausen werden dort anhand einer Sekretärin im Staatsdienst näher beleuchtet, Einer Frau, die auf einen 'Romeo' hereinfiel, einen durch die ehemalige DDR speziell geschulten Agenten, dessen Aufgabe es war, Frauen in geheimnisnahen Positionen zum umgaren und als Informantin zu gewinnen.

Zunächst erscheinen beide Stränge des Buches völlig getrennt voneinander zu verlaufen, außer das eine Frau sich vertrauensvoll an Carina Kyreis wendet, um den vermeintlichen Tod ihrer Schwester noch einmal untersuchen zu lassen. Ihrer Schwester, die just jene Sekretärin war, welche als Informantin für ihren Romeo 'Felix' angeworben worden war.

Viele lose Fäden gilt es also, im Buch miteinander zu verknüpfen, denn, wie sich am Ende der Geschichte herausstellen wird, gibt es eine ganze Reihe von Querverbindungen zwischen den Ereignissen. Verbindungen, die auch in die Vergangenheit von Carinas Vater mit hineinreichen werden.

Lebensnahe Charaktere entwirft Stephanie Fey in einer durchaus interessanten und erst langsam zu durchschauenden Geschichte. Sowohl die familiären Verbindungen, Abgrenzungen und Annäherungen lassen dabei die Protagonisten nahe kommen, wie auch die Gefahren, die im Lauf der Zeit sich entwickeln werden durchaus den Leser fesseln. Die Beschreibung der Rekonstruktionsarbeit einerseits, das Vorgehen und, vor allem, das Motiv des 'Gesichtssammlers' andererseits liegen überzeugend vor und sind sprachlich und inhaltlich gut umgesetzt und eingebaut.

Einige Auflösungen im Buch, einige plötzlich entstehende Klarheiten aber wirken doch unrealistisch weit hergeholt . So klein ist z.B. München nicht, dass der 'Gesichtssammler' schon fast zu Beginn des Buches zu den Fenstern der neuen Wohnung Carinas hinaufschaut. Auch die ein oder andere 'zufällige' Begegnung, die zur Lösung des Falls führen wird, wirkt hier und da arg konstruiert. Die sich anbahnenden Liebesgeschichte bleibt (zumindest in diesem Buch) unausgearbeitet lose im Raume stehen.

Im Gesamten aber ein gut zu lesender deutscher Thriller, der als Debüt nicht nur der Autorin, sondern auch der Figur der Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis und ihrer Familie Lust auf Fortsetzungen macht.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. November 2011
Stephanie Fey wurde 1967 in Starnberg geboren. Nach einer Ausbildung zur Grafik-Designerin arbeitet sie freiberufliche Illustratorin und Autorin. Heute lebt sie mit ihrer Familie in der Nähe des Starnberger Sees. Stephanie Fey schreibt auch unter dem Pseudonym Rebecca Abe.

Carina Kyreleis kehrt nach Jahren aus Mexiko nach München zurück, um eine Stelle als Rechtsmedizinerin beim Institut für Rechtsmedizin anzunehmen. In Mexiko, wo sie sich einen Namen als Knochen- und Mumienexpertin gemacht hat - ihre große Leidenschaft ist jedoch die Gesichtsrekonstruktion - wurde sie deshalb von ihren lateinamerikanischen Kollegen auch die Elster genannt. Noch bevor sie ihre Stelle antritt, nimmt sie ihr Vater, der Kriminalhauptkommissar ist, zu einem Tatort mit. Einer Frau wurde die Gesichtshaut teilweise entfernt. Carina macht sich zusammen mit ihrem Vater auf die Suche nach dem Täter...

Das Buch ist in zwei verschiedene Zeitebenen aufgeteilt. Der größte Teil spielt in der Gegenwart, man begleitet Carina aber auch den anonymen Täter. Die zweite Zeitebene beginnt im Jahr 1989 und reicht dann bis in die Gegenwart. Hier wird ein Teil deutscher Vergangenheit eingebracht. Gut gefallen haben mir die Zeitsprünge und das kunstvolle Verweben mit der Handlung in der Gegenwart.

Man lernt die Figuren im Laufe des Buchs gut kennen. Da ist z. B. Wanda, die Schwester von Carina, die mit ihrem Sohn alleine lebt und eher chaotisch veranlagt ist oder Silvia, die Mutter, die für ihren Beruf als Hebamme lebt und dann noch Matthias, der Vater, dessen Leidenschaft sein Beruf und seine Tochter Carina ist und dann ist doch nicht Carina die zuverlässige, selbstbewusste, die weiß was sie möchte. Man lernt auch die Vergangenheit der verschiedenen Personen kennen und damit wird einem auch klar, warum die Personen so zu einander stehen wie sie es tun. Die Protagonisten wachsen einem im Laufe des Buchs richtig ans Herz. Gut, dass die Autorin eine Thrillerserie um die Rechtsmedizinerin Carina Kyreleis geplant hat.

Etwas befremdlich fand ich, dass die Autorin tatsächlich Geschehenes in diese, wie sie selber schreibt, fiktive Geschichte einbaut aber das scheint ja gerade ein Trend unter deutschen Autoren zu sein. Ansonsten macht die Autorin keine überflüssigen Worte und gibt den Leser gerade soviel, dass er der Story folgen kann.

Erwähnen sollte man vielleicht noch - für die eher zartbesaiteten Leser - dass einige Szenen manchmal etwas blutig und ekelhaft sind aber die halten sich zum Glück in Grenzen und sollten einem vom Lesegenuss nicht abhalten.

Ein beeindruckendes Krimi-Debüt, dass ich nur jedem ans Herz legen kann. Hoffentlich kommt bald die Fortsetzung heraus.
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