In einem kleinen Städtchen in Maine wird ein behindertes Mädchen erwürgt aufgefunden. Der Täter kann nie festgestellt werden. 19 Jahre später verschwindet wieder ein junges Mädchen...
Alice Blanchard schafft in diesem absolut spannenden Thriller gleich zwei Dinge: Sie entwickelt eine Story, die während des ganzen Buches die Spannung halten kann und sie schildert ihre Charaktere psychologisch sehr ausgefeilt. Das Buch ist praktisch in zwei Abschnitte aufgeteilt. Im ersten Teil ist Rachels Vater Leiter der Ermittlungen und scheint an der Auflösung des Falles schier zu verzweifeln, besonders weil sich sein Verdacht auch gegen seinen Sohn Billy richtet, mit dem ihn Ereignisse aus der Vergangenheit besonders verbinden.
Im zweiten Teil und beim zweiten Fall ist nun Rachel, die Tochter, an den Ermittlungen beteiligt und auch hier scheint es, als hätte der Fall einen Zusammenhang mit Billy...
Spannend wird das Buch dadurch, daß die Geschichte immer wieder neue Wendungen nimmt, man als Leser immer wieder auf neue Spuren geschickt wird, immer wieder etwas geschieht, mit dem man so nicht gerechnet hätte. Dabei trifft Alice Blanchard genau den richtigen Rhytmus. Die Ermittlung des Täters hält für den Leser dann nochmal eine letzte Überraschung bereit.