Kurzbeschreibung
Was ist Schicksal, und wie kann man lernen, sich aus seinen Zwängen zu befreien? Der bekannte „Erfinder“ der „Astropsychotherapie“ zeigt, dass Schicksal nichts Determiniertes ist, sondern von jedem selbst meist unbewusst erschaffen wird.
Über den Autor
Hermann Meyer ist Partnerschafts- und Schicksalsforscher. Nach dem Studium der Psychologie und Naturheilkunde widmete er sich der psychosomatischen Forschung und war lange Vorstandsmitglied von IPSE (Psychosomatisches Forschungszentrum). Heute leitet er in München das Institut für Energieflusscoaching (EFC), gibt Einzel- und Gruppenberatungen, bietet Ausbildungen an und hält regelmäßige Wochenendeseminare in verschiedenen Städten Deutschlands (München, Stuttgart, Köln etc.) sowie in Österreich und der Schweiz zum Thema Partnerschaft und Persönlichkeitsentfaltung.
Prolog. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Mit Schicksal verbinden viele Menschen Begriffe wie Vorbestimmung, Unausweichlichkeit, manchmal auch Last oder Bürde, auf jeden Fall etwas, worauf der Einzelne keinen Einfluss hat. Sie glauben, alles Wesentliche zum Thema Schicksal ist in dem Spruch enthalten: Es kommt, wie es kommt. In diesem Buch geht es mir darum aufzuzeigen, dass Schicksal nicht blind und planlos »zuschlägt«, sondern exakt bestimmbaren Gesetzmäßigkeiten unterliegt. Diese zu kennen ist die Voraussetzung dafür, vom passiven Schicksalserdulder zum aktiven Gestalter seines Lebens zu werden. An den unzähligen Zuschriften und Anfragen, die mich in den letzten Jahren erreicht haben, sehe ich, dass ein zunehmendes Interesse an Schicksals- und Sinnfragen besteht. Dies hat mich veranlasst, das Werk zu überarbeiten und damit eine Neuausgabe vorzubereiten. Unter anderem habe ich einige nicht mehr zeitgemäße Fallstudien durch aktuelle ersetzt, die zehn Schicksalsgesetze dagegen sind inhaltlich unverändert geblieben - sie haben gewissermaßen Ewigkeitscharakter. Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich den Mut und die Kraft, mithilfe dieser Gesetze ein positives Schicksal zu erwirken.Hermann MeyerMünchen, im August 2008EinleitungDer ist ein Arzt, der um das Unsichtbare weiß, das keinen Namen hat, keine Materie hat und doch Wirkung. ParacelsusFünfzig Jahre nach Freud weiß heute noch kaum jemand etwas über Anatomie, Physiologie und Pathologie der Seele. Fünfzig Jahre nach Freud kennen die meisten Menschen nicht die Mechanismen und Gesetzmäßigkeiten der Seele. Auf fast allen Lebensgebieten bleibt das Unbewusste unbeachtet, wird das Unbewusste nicht in Erwägungen und Entscheidungen mit einbezogen. Wir hätten eine andere Medizin, eine andere Legislative, eine andere Exekutive, eine andere Judikative, eine andere Pädagogik, eine andere Philosophie, eine andere Religion ... wenn die Menschen um das Unbewusste wissen würden.Nehmen wir als Beispiel die politische Szenerie. Wie soll es jemals zu einem neuen Bewusstsein kommen, wenn der eigene Schatten jeweils auf den anderen projiziert wird? Wie sollen Friede und Glück auf Erden herrschen,wenn dem anderen das Schlechte und Böse, das eigene Verdrängte - wie etwa Manipulation, Lüge, Machtgelüste und Kriegstreiberei - unterstellt werden? Ohne Wissen um diese Mechanismen können niemals die Feindbilder im Unbewussten abgebaut werden.Fast überall spielt sich alles nur auf der bewussten Ebene ab, auf einer sehr oberflächlichen Ebene, selbst wenn scheinbar edle und tiefsinnige Worte gewählt werden, selbst wenn der Eindruck erweckt wird, als ob man komplexe Zusammenhänge erkennen würde und die letzte Ursache eruiert hätte. Die Ganzheit des Lebens und die letzten Ursachen können jedoch nur über die Einbeziehung des Unbewussten erkannt werden. Nur über die Gesetzmäßigkeiten des Unbewussten werden das Leben, die wirkliche Wirklichkeit und das Schicksal evident.Eine Umfrage zum Thema »Unbewusstes« im Stadtgebiet von München ergab, dass die Mehrzahl der Befragten, insbesondere die Männer, glaubten, ihr Leben selbst im Griff zu haben und dass das Unbewusste nur bei schwachen Individuen Einfluss haben könne. Unter einem Zugriff von außen auf eigene Meinung, Vorstellung und Weltanschauung zu stehen, also eventuell manipuliert zu sein, war vielen der Befragten nicht bewusst.Viele Menschen wissen nicht, dass sie nur Marionetten des Unbewussten sind, weil sie dessen Mechanismen und Gesetzmäßigkeiten nicht kennen. Sie wissen nicht, dass sie nur Programme abspulen, nur Rollen leben. Sie glauben, dass sie nach ihrem eigenen Programm leben, und doch ist dieses Programm nur das der Vorväter, Eltern und Erzieher, das von Konvention und Moral, der Kollektivneurose.Solange diese alten, anachronistischen Programme in allen Schattierungen und Nuancen nicht erkannt, in Zweifel gezogen und aufgelöst werden, steht der Einzelne unter einer Kulturhypnose und bleibt manipuliert. Er ist fremdbestimmt. Ohne Wissen um das Unbewusste kann er niemals dem Schicksalszwang entfliehen, er bleibt gesteuert von unbewussten Programmen und Kräften.Ziel dieses Buches ist es daher, den Blick für unbewusste Zusammenhänge zu schärfen, dem Leser aufzuzeigen, dass es das Unbewusste ist, das die Ereignisse in der Außenwelt »holt«, dass das Unbewusste die Partner anzieht, den Arbeitsplatz wählt, für Krankheiten und Gesundheit verantwortlich ist, kurzum, dass das Unbewusste das Schicksal bewirkt.Die analytische Psychologie unterscheidet zwischen persönlichem Unbewusstem und kollektivem Unbewusstem. Das kollektive Unbewusste ist älter als das Bewusstsein und im Sinne eines psychischen Feldes bereits vor dem Menschen da. In ihm sammelt sich später die gesamte geistige Erbmasse der Menschheitsentwicklung. Das persönliche Unbewusste löst sich gewissermaßen als ein herausdifferenziertes Persönlichkeitsfeld des Individuums ab. C. G. Jung betont, dass es sich beim Begriff des Unbewussten für ihn ausschließlich um einen psychologischen Begriff handle. »Das Unbewusste ist m. E. ein psychologischer Grenzbegriff, welcher alle diejenigen psychischen Inhalte und Vorgänge deckt, welche nicht bewusst sind, d. h. nicht auf das Ich in wahrnehmbarer Weise bezogen. Die Berechtigung, überhaupt von der Existenz unbewusster Vorgänge zu reden, ergibt sich mir einzig und allein aus der Erfahrung.«Als ich vor 20 Jahren das erste Mal einen Vortrag mit dem Titel »Die Gesetze des Schicksals« halten wollte, ist niemand erschienen, niemand interessierte sich für das, was ihn eigentlich tagtäglich angeht, niemand interessierte sich für sein eigenes Schicksal.Heute hat sich dies grundlegend geändert. Immer mehr Menschen wollen über diese Zusammenhänge wissen, immer mehr wollen sich aus alten Zwängen befreien, immer mehr wollen anders leben, inhaltsreicher, bewusster, qualitativer, glücklicher. Für diese Menschen habe ich dieses Buch geschrieben.DenkvoraussetzungenBevor im Einzelnen auf die Schicksalsgesetze eingegangen wird, heißt es sich zunächst einmal vor Augen zu führen, welche Persönlichkeitsanteile denn eigentlich beim Menschen schicksalsfähig sind.In jedem Menschen sind artspezifische Anlagen und Fähigkeiten verankert, die es im Laufe des Lebens zu entfalten gilt:Durchsetzungsfähigkeit Selbstbehauptung Entfaltung der eigenen TriebeAbgrenzungs- und Genussfähigkeit wirtschaftliche Fähigkeiten Fähigkeit, sich abzusichern Fähigkeit, einen realen Eigenwert zu entwickelnKommunikationsfähigkeit technische FähigkeitenFähigkeit, sich einen eigenen Aktionsradius zu schaffen Fähigkeit, sich frei zu bewegenFähigkeit, Zärtlichkeit zu schenken und zu empfangen Fähigkeit, Geborgenheit zu schaffen und zu vermitteln Fähigkeit zu fühlen Fähigkeit, sich in andere einzufühlen Fähigkeit, die Stimme des Lebens zu hören Fähigkeit, seine eigene Identität zu entdeckenFähigkeit zur Selbstständigkeit schöpferische Fähigkeiten sexuelle Fähigkeiten Orgasmusfähigkeit Handlungsfähigkeit Managementfähigkeiten unternehmerische FähigkeitenWahrnehmungs- und Beobachtungsfähigkeit analytische Fähigkeiten diagnostische Fähigkeiten Kritikfähigkeit Fähigkeit, Gefühle zu zeigen AnpassungsfähigkeitFähigkeit, sein Wesen in seiner Arbeit auszudrücken ReinlichkeitKontaktfähigkeitPartner- und Begegnungsfähigkeit Friedensfähigkeit erotische FähigkeitenFähigkeit, einen eigenen Geschmack zu entwickeln und auszudrückenBeziehungsfähigkeit Fähigkeit, sich zu binden Fähigkeit, Pläne und Konzepte zu entwickeln Fähigkeit, sich eine eigene Meinung zu bilden Fähigkeit, eigene Vorstellungen zu entwickeln Fähigkeit, den eigenen Weg zu gehen Fähigkeit, Macht über sich selbst zu gewinnen Fähigkeit, ein eigenes Lebensprogramm zu entwerfen und danach zu lebenFähigkeit zur Toleranz Einsichtsfähigkeit Fähigkeit zur eigenen Sinnfindung Fähigkeit, eine eigene Weltanschauung und Lebensphilosophie zu entwickeln Fähigkeit zur ständigen Weiterbildung Fähigkeit, sich selbst zu fördern und zu beglückenFähigkeit, die eigenen Rechte zu entdecken und durchzusetzen
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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