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Die Geschwister Savage
 
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Die Geschwister Savage

Laura Linney , Philip Seymour Hoffman , Tamara Jenkins    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Darsteller: Laura Linney, Philip Seymour Hoffman, Philip Bosco
  • Regisseur(e): Tamara Jenkins
  • Komponist: Stephen Trask
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Italienisch (Dolby Digital 5.1)
  • Untertitel: Deutsch, Englisch, Italienisch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Twentieth Century Fox Home Entert.
  • Erscheinungstermin: 31. Oktober 2008
  • Produktionsjahr: 2007
  • Spieldauer: 110 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001CPRMLM
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.653 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Movieman.de

Regisseurin und Autorin Tamara Jenkins hat mit „Die Geschwister Savage“ ein ehrliches, warmherziges und auch immer wieder humorvolles Drama inszeniert, das nie - wie so viele andere Produktionen - Gefahr läuft, in ein rührseliges Melodram abzurutschen. Den größten Anteil haben daran natürlich die beiden Hauptakteure Laura Linney und Philip Seymour Hoffman, die das voneinander entfremdete Geschwisterpaar, das langsam lernt, aufeinander zuzugehen, sich der Vergangenheit zu stellen und sich wirklich kennen zu lernen, authentisch und berührend darstellen. Beide Schauspieler haben ähnliche Charaktere natürlich schön öfter großartig gespielt, dennoch legen sie hier noch eine Schippe an Talent drauf und zeigen mit Sicherheit absolute Höchstleistungen. Fazit Feinfühlig, warmherzig und witzig – nicht verpassen!

Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild lebt von den ausdrucksstarken Farben, während der Kontrast etwas arg überdreht daher kommt. Der Ton ist sehr zurückhaltend, das Bonusmaterial überschaubar.

Bild: Der Film arbeitet mit einem ausgeklügelten Farbsystem, wobei die verschiedenen Farbtöne teils stark gesättigt sind und Töne wie Grün oder Braun dominieren. Gelegentlich erscheinen Hauttöne etwas stark rötlich. Das Bild ist oftmals etwas weich geraten und kann so in der Detailzeichnung nicht überzeugen. Damit einher geht ein übersteigerter Kontrast, der bei dunklen Szenen weitere Feinheiten verschluckt. Bei taghellen Szenen überstrahlen und leuchten weiße Elemente überstark (00:15:14; Shirt). Rauschen ist in leichter Form vorhanden.

Ton: Der Film lebt ganz und gar von seinen Dialogen. Die hinteren Kanäle ruhen, abgesehen von der sehr zurückhaltenden Musik und einigen wenigen, ebenfalls sehr leisen Effekten, die aber dazu beitragen, dem Tonmix ein bisschen mehr Wirkung zu verleihen. Die Dialoge sind in beiden Sprachfassungen sehr gut zu verstehen. Die Synchronisation wirkt sehr natürlich und steht dem Original in nichts nach.

Extras: Die gut 20-minütige Featurette bietet Interviews mit den Schauspielern, überzeugt aber vor allem durch die Autorin, die hier sehr viel darüber spricht wie sie diese traurig-komische oder komisch-traurige Geschichte angehen wollte. Die zwei erweiterten Szenen haben nicht sehr viel Aussagekraft. Es gibt außerdem eine Bildergalerie mit Fotos von den Dreharbeiten, die Autorin und Regisseurin Tamara Jenkins selbst gemacht hat. --movieman.de

Produktbeschreibungen

Geschwister Savage, Die DV

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Joroka TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Sun City ist ein amerikanisches Rentnerparadies im Bundesstaat Arizona. Lenny und seine Lebensgefährtin sind auch schon lange nicht mehr die jüngsten und beide unterdessen dement. Lenny muss das Haus in sonnenverwöhnter Umgebung verlassen, nachdem die Begleiterin seiner letzten 20 Jahre im Nagelstudio tot zusammensackt. Ein Vertrag regelt, dass er keinerlei Ansprüche auf das Vermögen der Verblichenen hat. Wie günstig für die Erben. Nun haben Wendy und Jon, seine beiden Kinder, ihn an der Backe kleben. Sagen wir mal so, das Verhältnis zu ihnen war die zurückliegenden Jahre vor allem durch Schweigen geprägt. Jon wohnt an der eher winterlichen Ostküste in Buffalo. Und dort wird erst einmal in ein Pflegeheim umgezogen. Welch krasser Wechsel. Doch Lenny bekommt davon scheinbar nicht mehr viel mit. Er denkt ja auch, er wäre in einem Hotel abgestiegen.
Nebenschauplätze: Wendy, die erfolgsentwöhnte Theaterautorin, die eine Affäre mit einem unattraktivem, mindestens 15 Jahre älteren Mann in ihrem Mietshaus hat und Jon, der auch nicht gerade den sortiertesten Eindruck hinterlässt und seine polnische Freundin lieber ausweisen lässt, als mit ihr den Bund der Ehe einzugehen.
Was bewegt die beiden Geschwister, sich so "rührend" um ihren alten Vater zu kümmern, der ihnen gegenüber beileibe keine weiße Weste trägt? Vor allem Wendy entwickelt eine nahezu selbstaufopfernden Zug, um ihrem Erzeuger einen möglichst angenehmen Lebensabend zu ermöglichen.

Der Film berührt, da es sich nicht ausschließlich um eine amerikanische Geschichte handelt. Sie kann jedem Best Ager passieren, mit Eltern so um die 70 - 80. Dass es dem Film trotz ernstem Thema dennoch gelingt, phasenweise ausgesprochen komisch zu sein, ist ihm hoch anzurechnen. Natürlich, natürlich kein Popcorn-Kino.... aber eine gelungene Auseinandersetzung mit dem Thema Abschiednehmen und Verzeihen. Laura Linney und Philip Seymour Hoffman überzeugen mit ihrer schauspielerischen Leistung allemal.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Nah am Leben 12. November 2008
Von Schneidi
Der Film berührt und zeigt einem eigentlich die eigene Zukunft mit seinen Eltern. Die Problematik trifft jeden irgendwann, wenn die Eltern nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu helfen und die Kinder die Verantwortung übernehmen müssen. Ein schwieriger Lebensabschnitt für jeden, ist dieser Abschied von den Eltern. Diese höchst emotionale Zeit ist wirklich gut umgesetzt und nicht so amerikanisch-kitschig verkorkst worden. Sehr gute Schauspieler und schön gelassen inszeniert. Ein Film bei dem man ruhig auch mal heulen kann und darf.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Florian Hoffmann TOP 500 REZENSENT
Es ist immer wieder schön über kleine, aber feine Filme zu stolpern, die abseits des Mainstreams angegliedert sind und einen erheitern und nachdenklich machen. Dies und vieles andere gelingt dem Film "Die Geschwister Savage" (OT: The Savages), der ein sehr schwieriges Thema behandelt ohne jedoch dabei im geringsten prätentiös zu sein. Im Gegenteil, der Film ist geradezu leichtfüßig inszeniert, mit Fingerspitzengefühl und feinsinnigem, lebensechtem Humor. Viele heutzutage produzierten Independet-Filme sind mittlerweile selbst zu einem Klischee geworden, bei "Die Geschwister Savage" hat man jedoch nie dieses Gefühl.

Der Film handelt, wie es der Titel schon andeutet, von den beiden New Yorker Geschwistern Wendy und Jon Savage, die plötzlich von der Nachricht überrascht werden, dass ihr Vater, von dem sie sich schon lange entfremdet haben, langsam Anzeichen von Demenz zeigt. Jedoch lebt dieser im wert entfernten Sun City in Arizona. Als dann noch seine langjährige Lebensgefährtin stirbt, bleibt dem exzentrischen Geschwisterpaar nichts anderes übrig, als ihrem Vater zu helfen.

Hier driftet der Film jedoch nicht in Kitsch oder Sentimentalität ab, sondern präasentiert lebensechte Personen, die versuchen müssen, ihr Leben in den Griff zu kriegen. Sie ist ohne echte Bindung, hat lediglich eine Affäre mit einem älteren, verheirateten Mann und versucht schon seit längerem ihre Karriere als Schriftstellerin anzukurbeln.
Er ist ebenfalls Literat, ist Professor und Dozent für Theaterwissenschaften und gerade dabei ein Buch über Bertolt Brecht zu schreiben. Diese Konstellation erinnert unweigerlich an die Filme von Woody Allen, in dessen Filme auch häufig intellektuelle Literatenkreise dargestellt werden. Der tragikomische Ansatz erinnert ebenso an Allens Werke.

"Die Geschwister Savage" ist jedoch nicht nur fantastisch von Tamara Jenkins geschrieben, sie wird auch von brillanten Akteuren unterstützt, die ihre Vision erst lebendig machen. Wendy Savage wird von der wunderbaren Laura Linney gespielt, bei der es wirklich Spaß macht und fasziniert ihr zu zusehen. Sie spielt enorm facettenreich und kreiert eine Figur, die sämtliche Höhen und Tiefen durchmacht, am Ende aber doch zu sich findet. Hierfür wurde sie ebenso wie Jenkins mit einer Oscar-Nominierung und vielen anderen Auszeichnungen geadelt.
Die selbe Bezeichnung passt auch zu Philip Seymour Hoffman, der wie immer faszinierend spielt und auch diese Rolle zu was besonderem macht, gerade wenn man bedenkt, wie wandelbar er doch in all seinen Filmen ist.

Diese lebensechte Dynamik in Familien und das Herangehen an die Themen Tod und Altern entsteht wahrscheinlich auch zum Teil dadurch, dass Regisseurin/Autorin Tamara Jenkins selbst vergleichbare Erfahrungen in ihrem Leben gemacht hat, wie sie im Making-Of zum Film berichtet. Dennoch kann der Film für manch einen, der vielleicht direkt mit dem Thema vertraut ist, ein klein wenig unangenehm sein, trotz des lebensbejahenden und kathartischen Effektes.
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