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Kundenrezensionen

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Alice Cooper, Joe Perry und Iggy Pop sowie die Ur-Mitglieder von KISS kommen in diesem Buch zu Wort, so lockt die Buchrückseite. Leider lassen sich die Zitate von Cooper, Perry und Pop auf knapp zwei Seiten zusammenfassen, es überwiegen Beiträge von Gene Simmons, Paul Stanley und eher unbekannten Zeitzeugen. Je weiter die Kapital voranschreiten um so seltener kommen Gitarrist Ace Frehley, Schlagzeuger Peter Criss und Frontmann Stanley zu Wort.

Ungefähr ab der Hälfte des Buchs erlahmte mein Interesse spürbar, als eine Party im Stil des Films Casablanca en Detail geschildert wird. Ohnehin geht es nur nebenbei um Musik und hauptsächlich um Vermarktung und darum das Beste aus dem Vorhandenen zu machen. Gene Simmons enttäuscht nicht als Entertainer, schade, dass er nicht noch öfter zu Wort kommt.

Das Buch ist aufgebaut wie eine Rockumentary. Die Kapitel werden von einem Erzähler ganz kurz eingeleitet, anschließend kommen Musiker, Manager, Fans und allerhand anderer Weggefährten zu Wort. So wild und unterhaltsam wie Mötley Crües The Dirt, so packend wie Hammer of the Gods über Led Zeppelin ist dieses Buch nicht. Aber es sind großartige Anekdoten dabei! Da wurde etwa behauptet, man komme gerade von einer US-Tour zurück, um interessanter zu wirken, in Wahrheit saß die Band in ihren kargen Wohnungen die Zeit ab, um sich rar zu machen. Oder man unterschlug bei der Einladung von Talentscouts, dass man gar nicht der Headliner ist, sondern noch weit entfernt von Stars wie den New York Dolls war. Dieser Kampf um Anerkennung und Fans wird unterhaltsam geschildert und ist sympathisch. Wahrscheinlich ist es die spannendste Zeit bei den meisten Gruppen : die Phase vor dem Durchbruch, bei dem noch nicht alles zur Routine geworden ist. Viel experimentiert wird hier etwa mit Schminke, Outfits, Bühneneffekten. Da wird dann mal fast ein Fan blind, weil er Simmons gescheiterten Bühnentrick an den Kopf bekommt, bei dem sich dieser dann noch dazu die halbe Frisur abgefackelt hatte.

Es gibt reichlich Fotos, zumeist in s/w. Leider sind einige davon stark verschwommen.

Ich bin kein Fan von KISS und bin es auch durch dieses Buch nicht geworden. Kritik an der Qualität von Texten und Musik der Band wird nicht unterschlagen, man bekennt sich dazu, vor allem Entertainer zu sein, das ist erfreulich ehrlich. Es ist interessant in die frühen 1970er zu reisen und mitzuerleben wie es vier Typen mit Ehrgeiz, Fleiß und Talent für Showeffekte bis zu weltberühmten Rockstars bringen.

Unterhaltsamer Ausflug in eine Zeit als Rockstar noch ein richtig einleuchtender Traumjob war und als noch überraschende Experimente möglich waren.

3,5 Sterne.
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am 1. Juni 2014
Paul Stanley und Gene Simmons sind die einzigen noch verbliebenen Originalmitglieder der Rocklegende KISS, und daher weckt eine Biografie der Amerikaner über die Anfangstage der Band, bei der diese beiden als Co-Autoren benannt sind, wohl durchaus Interesse. Weitaus interessanter wird das Buch Die Geschichte von KISS – unsere Anfangsjahre, welches mit Ken Sharp entstand, aber auch durch die Tatsache, dass auch Peter Criss und Ace Frehley, welche KISS nacheinander Anfang der Achtziger verließen, um dann Mitte der Neunziger für einige Jahre wieder zurückzukehren (mittlerweile aber erneut nicht mehr dabei sind) ebenfalls zu Wort kommen.

Ex-Mitglieder einer Band haben haben halt doch oft eher eine kritischere Sichtweise auf die Vergangenheit als aktuelle Mitstreiter, doch kritische Worte gibt es in diesem Buch über KISS im Allgemeinen oder auch speziell über Stanley und Simmons von Criss und Frehley natürlich nicht (andeutungsweise gibt es neben anerkennenden Worten auch kritische Anmerkungen über Criss und Frehley...). Aber da es in diesem Buch um die Anfangsjahre von KISS und somit nur um die Jahre von 1972-1975 geht, kann da natürlich keine schmutzige Wäsche späterer Jahre gewaschen werden, denn in dieser Zeit war das Quartett ja noch auf dem (gemeinsamen) Weg nach oben – und der war wahrlich kein Selbstläufer, wie das Buch ausführlich beschreibt. Musikalisch muss die Musik der frühen KISS jeder für sich selbst bewerten, rein optisch wurde die Band aber zunächst nur als Gimmick-Band belächelt und wurde eher ignoriert und selten erst genommen. Vor allem der Weg ins Radio sollte sich für die vier als recht schwer erweisen, und somit wären KISS ohne ihren eisernen Willen und vor allem ohne die tatkräftige und finanzielle Unterstützung des neu gegründeten Labels Casablanca Records um Neil Bogart wohl nur eine geschminkte Randnotiz der Musikgeschichte geblieben.

Vor allem durch ihre für damalige Zeiten recht spektakulären (und teuren) Live-Shows, die anfangs noch buchstäblich über die Dörfer führten, machten KISS sich in den Jahren 1973-1975 einen Namen in Amerika, der richtige Durchbruch gelang nach den eher mäßig erfolgreichen und schnell hintereinander eingespielten Alben KISS, Hotter Than Hell und Dressed To Kill aber erst mit dem Live-Album Alive!. Und genau an dieser Stelle hört das Buch über die Anfangsjahre auf. Wer sich also einen gesamten Überblick über die Geschichte von KISS machen möchte und über den Aus-, Wiederein- und erneuten Ausstieg von Criss und Frehley, oder etwas über Vinnie Vincent, Eric Carr, Eric Singer oder Tommy Thayer lesen möchte, muss zu anderen Büchern greifen, denn hier geht es wirklich nur um die ersten Jahre bis zum einsetzenden Erfolg – aber dafür recht ausführlich, fundiert und mit vielen wertvollen Hintergrundinformationen.

Rein stilistisch wirkt das Buch dabei wie eine überlange Talkshow und ist etwas gewöhnungsbedürftig: Es gibt einen kurzen Einleitungssatz, und dann geben neben Paul Stanley, Gene Simmons, Peter Criss oder Ace Frehley sonstige Wegbegleiter wie Manager, Konzertveranstalter, Mitglieder der Road-Crew, Fans, Journalisten oder Musiker, die vor oder - was eigentlich schlimmer war - nach KISS auftraten, ihren Senf zur Geschichte der Band oder zu persönlichen Erlebnissen. Recht prominente Namen der damaligen Zeit sind dabei: Mitglieder von Argent (Russ Ballard und Rod Argent), Slade (Noddy Holder, DaveHill, Jim Lea und Dan Powell), Nazareth (Dan McCafferty), Uriah Heep (Mick Box), Status Quo (Francis Rossi), Black Sabbath (Geezer Butler), Rush (Alex Lifeson und Geddy Lee), The Ramones (Dee Dee, Joey, Johnny Marky und Tommy Ramone) kommen ebenso zu Wort wie Alice Cooper, Suzi Quatro, Todd Rundgreen, Bob Seger, Donna Summer oder Fotograf Fin Costello (Deep Purple, Uriah Heep, Rush) – meist werden diese nur mit kurzen Statements zitiert, bei denen aber leider nie klar ist, wann sie getätigt und aus welchem (Interview-)Zusammenhang sie gerissen wurden. Es wirkt zumindest etwas sehr befremdlich in diesem Zusammenhang auch Beiträge von Label-Gründer Neil Bogart zu lesen, der bereits 1982 verstorben ist. Und auch Joey († 2001), Dee Dee († 2002) und Johnny Ramone († 2004) kommen hier nochmal posthum zu Wort. Wer hier also wirklich etwas aktiv und aktuell bzw. bewusst speziell zu diesem Buch beigetragen hat, wird nicht klar und auch leider im Vorwort nicht erläutert.

Was das Buch als roten Faden zusammenhält ist aber die Art, wie alle Beitragenden anscheinend den Mythos KISS huldigen: im Nachhinein waren natürlich alle möglichen Ereignisse und Erlebnisse „magisch“ (gibt es für solche Bücher ein abgegriffeneres Wort als dieses?), alle hatten eine „tolle Zeit“, die Band war auf einer Mission, hatte eine Vision und fast jeder der Beitragenden wusste schon lange vor dem Durchbruch von KISS, dass diese später einmal eine ganz große Band werden.... Fans werden all diese verklärenden Worte lieben, allgemein Interessierte geht die Selbstbeweihräucherung nach einigen Seiten aber vielleicht fast genauso auf die Nerven wie das inflationär benutzte und gefühlt in vierstelliger Anzahl abgedruckte [lacht] in den Statements der Beitragenden. Vom Stil und Anspruch erinnert das Buch somit leider an einen oberflächlichen und unkritischen Making-Of-Beitrag eines Kino-Blockbusters im nächtlichen Privatfernsehen.

Pünktlich zum 40jährigen Jubiläum der Bandgründung erscheint dieses Buch, und wer den Geschäftssinn von Gene Simmons kennt (man lese nur sein Buch Sex Money Kiss), muss wohl fast zwangsläufig mit einer Fortsetzung rechnen. Sehenswert sind in diesem Buch vor allem die Abbildungen, die nicht nur KISS in ihren Anfangstagen zeigen (zum Teil sogar ungeschminkt), sondern sogar die Zeitungsanzeigen, über diese sich diese zusammengefunden haben oder handgeschriebene Songtexte aus vergangenen Zeiten. Privates bleibt dagegen sowohl bei den Fotos als auch im Text völlig außen vor.

Fazit: Die Geschichte von KISS – unsere Anfangsjahre ist für KISS-Jünger nicht zuletzt aufgrund der Ausführlichkeit und Detailverliebtheit sicherlich eine lohnende Pflichtlektüre. Es geht dabei in diesem Buch zwar nicht in erster Linie um die Musik von KISS, sondern vor allem darum, wie man diese verpackt und verkauft hat. Und somit werden hier wesentlich mehr Worte über Outfit, Schminke, Kostüme und präsentierte Shows verloren als über die Musik. Aber dies passt doch auch irgendwie zu KISS.

(Rezension von musikansich.de)
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am 25. Januar 2016
Über die Qualität des Buches kann man nicht meckern. Darum auch noch drei Punkte. Aber im Grunde völlig überflüssig. Denn dieses Buch ist keine wirkliche Biografie oder gar"die Geschichte von KISS", sondern vielmehr ein Sammelsurium aus kleinen Anekdoten und Zitaten der einzelnen Bandmitglieder, sowie einigen Weggefährten der Band. Also, ich war enttäuscht, denn der Titel des Buches ist irreführend. Das Einzige, was es ein bisschen rausreißt, sind die Fotografien; viele davon waren für mich neu.
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am 4. Mai 2014
KISS Bücher in Deutscher Sprache sind rar, sehr rar und deshalb wird mit diesem Buch
der Traum eines jeden KISS Fans wohl war.
Haltet es in Händen und Ihr wollt es nicht mehr her geben.
Stark bebildert mit S/W und Farb Fotos.

Ich hoffe es folgen weitere Teile!
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am 12. Mai 2014
Vieles kennt und weis man schon wenn man lange Kiss Fan ist einiges ist neu und amüsant . Das Buch ansich ist nicht schlecht vorallem weil es auch in Deutsch zu haben ist für Fans auf jedebfall zu empfehlen für alle anderen riskiert einfach mal ein Blick auch wenn ihr nicht auf diese Musik steht ist der Werdegang dieser Band trotzallem Interresant.
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am 18. Mai 2014
Ansonsten gute Übersetzung und als Hardcover gut gebunden.
Umfangreiche Übersicht der Anfangsjahre von KISS aus den Augen der Mitglieder und diverser Begleiter.
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