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Die Geschichte vom Tod meiner Stadt: Roman
 
 
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Die Geschichte vom Tod meiner Stadt: Roman [Taschenbuch]

Yiftach Ashkenazy , Barbara Linner
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 128 Seiten
  • Verlag: Sammlung Luchterhand (5. März 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3630621058
  • ISBN-13: 978-3630621050
  • Originaltitel: Tales of My Dying Town
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 12 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 270.464 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Yifta? Ashkenazi
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ein außerordentliches Debüt, eine gründliche, so bisher kaum zu lesende, treffende Analyse der israelischen Gesellschaft." (Jüdischen Zeitung )

"Ashkenazys Stil ist anrührend, poetisch und sachlich zugleich - das muß man erst mal hinkriegen." (Bremer )

"Indem Ashkenazys Roman über die Gewalt schreibt, versucht er sie zu bannen. Das gelingt ihm gut." (Amnesty Journal )

Kurzbeschreibung

Ein junger Mann schlendert durch seine Stadt und erinnert sich an seine Jugend, seine Freunde, an erste Liebe, Rebellion und Alkoholexzesse. Und er beobachtet all die verschiedenen Menschen, die ihm auf dieser Wanderung begegnen und wie er selbst auf der Suche nach Bedeutung sind, nach Gefühl und Gegenwärtigkeit. Immer wieder scheitern sie mit ihren Träumen, geben jedoch die Hoffnung nicht auf. Lakonisch und sparsam, mit einer tiefen Liebe zu und einer untergründigen Trauer um die Menschen schildert Yiftach Ashkenazy seine Stadt und erzählt damit zugleich die Geschichte und die Gegenwart des modernen Israel.

Der neue Star der israelischen Literaturszene – hart, realistisch und zutiefst menschlich.




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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine wahre Seite Israels 26. Dezember 2007
Von A. Ehras
Format:Taschenbuch
Ich selber war schon mehrere Male in Israel und habe Einsicht in das tägliche israelische Leben bekommen. Zwar beschreibt dieses Buch keinesfalls alle Seiten, aber eine ... die eher traurige harte dunkle Realität die es auch gibt!
Ich kann es nur empfehlen; es bewegt einen und man möchte gerne etwas an dem Verlauf Geschichte ändern- sich einmischen! Auf jeden Fall ein guter Kontrast zu vielen anderen Büchern, von einem ehrlichen Autor!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der Roman "Die Geschichte vom Tod meiner Stadt" des jungen israelischen Autors Yiftach Ashkenazy hat nach seinem Erscheinen im Jahr 2004 viele Diskussionen ausgelöst und den 1980 geborenen Ashkenazy zu so etwas wie dem gefeierten neuen Star der israelischen Literaturszene gemacht. Ob dieser Ruf berechtigt ist, sei in Unkenntnis der genauen Lage dort dahingestellt. Fakt ist allerdings, daß Ashkenazy, dessen Wehrdienst in der israelischen Armee seine Sicht der Welt total verändert hat, diese neue Weltsicht ernüchtert und lakonisch in einer Weise beschreibt, die sein Buch auf eine Stufe stellen mit den beiden ebenfalls 2004 in Israel erschienenen Romanen von Eshkol Nevo "Vier Häuser und eine Sehnsucht" (deutsch 2007 bei DTV) und von Avirama Golan "Die Raben" (deutsch 2007 bei Suhrkamp).

Alle drei Romane, deren parallele Lektüre hier an dieser Stelle nur ausdrücklich empfohlen werden kann, bilden ein Kaleidoskop der gegenwärtigen israelischen Gesellschaft, die zwischen Tradition und Moderne hin und her gerissen, von einer Korruption unerhörten Ausmaßes bis in die Regierung und das Militär hinein bedroht und geschwächt, um ihr Überleben bangen muß. Der letzte desaströse und von der Regierung völlig dilettantisch geplante Waffengang gegen die Hisbollah im Libanon hat der Resignation und der Spaltung in der israelischen Gesellschaft noch einmal weiteren Vorschub geleistet. David Grossmann, der selbst einen Sohn in diesem Krieg verloren hat, hat unlängst davon gesprochen, daß das Schlimmste sei, daß der Terror der Feinde Israels sein Hauptziel eigentlich schon erreicht habe, nämlich die innere und moralische Kraft eines stolzen Volkes zu brechen, es abstumpfen und kälter werden zu lassen. Wenn dieser Prozeß weitergehe, so Grossmann, gepaart mit der demographischen Entwicklung in Israel, die das jüdische Volk im eigenen Land zur Minderheit werden lasse, dann stehe es um die Zukunft dieser einzigen und letzten Zuflucht verfolgter Juden in aller Welt schlecht bestellt.

Ashkenazy führt den Leser mit verschiedenen Menschen im heutigen Israel zusammen, von denen viele, wie sich im Verlauf des Buches herausstellt, etwas miteinander zu tun haben. Zwar vorwiegend im Leid und im Tod, aber sie haben noch etwas gemeinsam. Ein junger Mann ist von seinem Wehrdienst zurückgekehrt( so wie der Autor) und schildert, wie er seine Stadt erlebt. Obwohl er nicht lange weg war, sieht sie anders aus, weil er sie mit anderen Augen anblickt. Und er sieht und beschreibt Menschen, die verzweifelt sind, weil ihnen der permanente Kriegszustand ihrer Gesellschaft die Luft zum atmen und nicht selten ganz einfach das wirkliche Leben nimmt. Auf geradezu paradoxe Weise wird das sichtbar an einem Friedensaktivist, der in einer Art ultimativen Aktion ein jüdisches und ein palästinensisches Mädchen entführt und davon träumt, dafür den Friedensnobelpreis zu erhalten, weil er mit dieser Aktion den gemeinsamen Rettungseifer der bisher verfeindeten Parteien entfacht habe. Als das nicht gelingt, vergewaltigt er die beiden Mädchen und tötet sich selbst.

Die Gewalt, auch in den sexuellen Beziehungen der beschriebenen Menschen ist offensichtlich und manches Mal regelrecht abstoßend. Doch immer wieder schimmert die Hoffnung der Menschen durch, wie abseitig und pervertiert auch ausgedrückt, Hoffnung auf gelingendes Leben. Doch seine eigene Zeit in der Armee hat Ashkenazy gelehrt, daß er die Augen vor der Gewalt, die ihn umgibt, nicht verschließen darf. Und so ist sein Buch geprägt von einer großen Trauer um die Zustände und was sie mit den Menschen machen, aber auch eine tiefe Liebe zu ihnen ist spürbar. Er kann das so schreiben, weil er sich selbst noch liebt und noch nicht aufgegeben hat.
Am Schluß des Buches beschreibt er seine Liebe zur Jazzmusik und den Grund seines Sehnens:
"Wie Menschen kann auch Jazzmusik plötzlich gewalttätig oder rassistisch sein. Sie kann sich auch sehnen. Und wütend sein, ich sehne mich nach meinem Vater. Nach meiner Kindheit. Nach lebendigen und toten Menschen, ganz egal. Nach einem Menschen."
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Yiftach Ashkenasy Die Geschichte vom Tod einer Stadt

Sammlung Luchterhand ISBN 3630621058

Der Held der Geschichte ist aus dem Militärdienst in seine Heimatstadt zurückgekehrt. Er findet eine andere Stadt vor, als die, die er verlassen hat. Fast erkennt er sie nicht wieder.
Er schlendert durch seine Stadt, und sie kommt ihm fremd und unwirklich vor.

Dann begegnen ihm Bekannte und Unbekannte. Erinnerungen steigen auf; alle Personen scheinen in irgendeiner Weise beschädigt. Dabei geht es in der Erzählung oft grausam zu, weil das, was den Menschen ausmacht in seinem humanen Tun, durch das Kriegsgeschehen torpediert und zerstört wurde.
Der Autor entwirft ein Bild von seinem Israel, um das er trauert.
Die Verrohung der Sitten, die Lebensgier, mit der am Leben vorbei gelebt wird: all das verbindet Ashkenasy zu einer Prosa, die eindringlich, erschütternd und hart an der Realität erarbeitet ist. Man liest das Buch mit Anteilnahme und ist traurig, dass dieses Volk nie zur Ruhe zu kommen scheint.

Sicher ist diese Erzählung nur eine von vielen möglichen Seiten, mit der uns israelische Realität beschrieben wird.

Der Autor beabsichtigt, einmal diesen Aspekt der israelischen Wirklichkeit zu zeigen: Alkohol, Exzesse, Liebesgier, und eine Brutalität, die aus dem ständigen Leben in Angst vor den Schrecken des Krieges geboren wird. Selbst der so häufig anzutreffende jüdische Humor bleibt in dieser Geschichte auf der Stecke.
Zugleich schreibt der Autor ein melancholisches Manifest, das uns spüren lässt, wie sehr die unerschütterliche Sehnsucht nach Liebe und Geborgenheit in den Menschen lebt, --und nach anhaltendem Frieden!
Ein raues, ehrliches und kritisch zu bewertendes Bild Israels wird uns vor Augen geführt. Der Autor ist noch jung, schreibt eine wunderbare Prosa und wird uns sicher noch viel zu sagen haben.
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