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Die Geschichte der Unschärfe
 
 
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Die Geschichte der Unschärfe [Gebundene Ausgabe]

Wolfgang Ullrich
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 160 Seiten
  • Verlag: Wagenbach (Oktober 2002)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3803151694
  • ISBN-13: 978-3803151698
  • Größe und/oder Gewicht: 24,8 x 17,2 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.110.949 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Wolfgang Ullrich
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Frage ich mich, was das Buch von Wolfgang Ullrich so bestechend macht, dann ist es nicht eine modische Methode, kein zwanghaft origineller Zugang, der sich den Gegenstand unterwirft, um ihn zur eigenen Profilierung zu nutzen. (...) Es ist die genaue Beobachtung und die präzise Beschreibung des Gegenstandes, seine kenntnisreiche Erörterung und Durcharbeitung. (...) In verständlicher Sprache lässt der Autor uns an seinen Wahrnehmungen und Einsichten teilhaben. Eben kein Tun, sondern lauter Tugenden wissenschaftlichen Tuns. (Ulrike Köpp, Das Blättchen)

Ullrich hat den Trend zur Unschärfe am Bilderhimmel der Gegenwart zum Ausgangspunkt einer aufschlußreichen Abhandlung gemacht. (Gundula Bavendamm, Süddeutsche Zeitung)

Ullrich stellt die Unschärfe historisch scharf. (Westdeutscher Rundfunk) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

Kurzbeschreibung

Seit William Turner hat das Unklare eine Geschichte, die bis in die heute weitverbreitete Bildästhetik der Unschärfe reicht.
Wolfgang Ullrich beschreibt die Tradition, die ideologischen Begründungen und die Wirkungen dieses Stilmittels

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42 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Spannend geschrieben, aber mit einigen Mängeln, 5. März 2003
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Unschärfe (Gebundene Ausgabe)
Unschärfe war zu allen Zeiten ein umstrittenes Stilmittel, und wahrscheinlich war sie nie so akzeptiert wie heute. Der Autor zeigt viele Querverbindungen zwischen Unschärfeeffekten in der Malerei und der Fotografie auf und beleuchtet sowohl die (ideologiebelandenen) Diskussionen um ihre Verwendung als auch die Wirkungen, die mit verschiedenen Spielarten von Unschärfe erzeugt wurden.

Kunstgeschichtlich ist Ullrich zweifellos auf der Höhe und seine diesbezüglichen Aussagen sind mit Genuss zu lesen. Fotografisch scheint er weniger beschlagen, und hier gibt es manche Ärgernisse. Er verwechselt stellenweise Fokus- und Bewegungsunschärfe, rechnet die "Zoom"-Unschärfe pauschal zur Bewegungsunschärfe und unterscheidet (meist) nicht zwischen Bewegung der Kamera und Bewegung des Objekts. Er belegt die Behauptung, dass selbst die "seriöse Wissenschaftsfotografie" Unschärfe als Mittel einsetzt, um den Charakter des Sensationellen zu belegen, mit einer elektronenmikroskopischen (?) Aufnahme, die erstens nichts mit Fotografie zu tun hat (es handelt sich um eine Computergrafik) und die zweitens eindeutig deshalb unscharf ist, weil hier Phänomene an der Auflösungsgrenze der Geräte gezeigt werden.

Überhaupt die Lust am interpretieren. Unschärfe als technischer Mangel scheint für ihn nicht zu existieren. Dass gerade Paparazzi manchmal nur eine unscharfe Abbildung des Objekts ihrer Begierde schaffen, leugnet er einfach und behauptet, die Bildredakteure würden statt der vorhandenen scharfen lieber die unscharfen Aufnahmen drucken, um den Sensationscharakter zu betonen. Dass häufig Aufnahmen von Überwachungs- oder anderen Videokameras gedruckt werden und dass diese prinzipiell unscharf (verglichen mit Aufnahmen einer Fotokamera) sind, interessiert ihn nicht.

Noch ärgerlicher finde ich die Behandlung der Abbildungen im Text und im Anhang. Im Text sind viele SW-Abbildungen eingestreut, auf die im Text aber nur gelegentlich eingegangen wird und wenn, dann meist ohne einen klaren Bezug herzustellen. Es bleibt dem Leser überlassen, herauszufinden, welches der auf einer Seite erwähnten Bilder denn nun auch wirklich gezeigt ist. Auf die Abbildungen im Anhang wird zwar deutlich verwiesen, im Anhang selbst stehen sie aber ohne jede Bildunter- oder Überschrift; in vielen Fällen ist weder im Text noch im Anhang ein Bildtitel erwähnt. Quellenangaben fehlen selbstverständlich völlig.

Aus diesen Gründen gibt es von mir trotz vieler positiver Aspekte und interessanter Informationen nur drei Sterne.

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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Beitrag zum Verstehen künstlerischer Qualitäten., 26. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Unschärfe (Gebundene Ausgabe)
Ich bin leidenschaftlicher Hobbyfotograf. In entsprechenden Internetforen sehe ich aber immer wieder eine Überbetonung von Technik und naivem Abbilden bei gleichzeitig erschreckendem Unverständnis gegenüber künstlerischem Schaffen.

Das Buch von Herrn Ullrich kann zumindest zum Verstehen der Funktion von bewußt eingesetzter Unschärfe beitragen. Es referiert fundiert und in einem guten Erzählfluß den Einsatz dieses Stilmittels im Rahmen der allgemeinen Kunstgeschichte aber auch der Werbung und vor Allem der Fotografie. Ähnliche Veröffentlichungen wären zum besseren Verständnis auch anderer Themen wie "der Einsatz von Schwarz-Weiß und monochromer Darstellung" oder "Ausdrucksformen des Minimalismus" wünschenswert. In diesem Zusammenhang kann ich übrigens das Einführungskapitel zu dem Buch "Schwarzweiß-Fotografie: Ihr Weg zu überzeugenden Bildern" (Markt und Technik Verlag) von Michael Freeman ebenfalls nur empfehlen.

Von dem Buch "Die Geschichte der Unschärfe" existieren zwei Versionen: Die ursprüngliche Version war herrlich bibliophil aufgemacht, ist mittlerweile aber vergriffen. Die aktuelle Version wurde leicht überarbeitet und liegt in kleinerer Taschenbuchform vor. Auch wenn der interessierte Leser mit dem Taschenbuch über die volle Information zum Thema verfügt, bin ich der Meinung, daß diesem außergewöhnlichen Buch die alte bibliophile Aufmachung angemessener wäre.
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