Möchten Sie verkaufen? Hier verkaufen
Die Geschichte des Uhrenträgers
 
 
Den Verlag informieren!
Ich möchte dieses Buch auf dem Kindle lesen.

Sie haben keinen Kindle? Hier kaufen oder eine gratis Kindle Lese-App herunterladen.

Die Geschichte des Uhrenträgers [Taschenbuch]

Michael Perkampus


Erhältlich bei diesen Anbietern.


‹  Zurück zur Artikelübersicht

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Wollte man berichten, was Perkampus in dieser Erzählung treibt, kommt man mit der Nacherzählung eines Plots nicht sehr weit. Der eher zum Maler berufene Franz-Anton aus dem Schwarzwälder Schönwald ist zum Bauen von Uhren wohl zu ungeschickt. Also wird er mit ihnen auf Handelsreise geschickt, zu Fuß und gen Frankreich, nach Straßburg, um genau zu sein. Und eventuell kommt er dort sogar an. Doch so wenig ein solcher Plot auf den ersten Blick zu bieten scheint, so wenig macht er dieses kleine Buch aus; denn um das dünne Handlungsfädchen herum knüpft Perkampus eine Erzähl- und Schaukollage, die - ganz wie oben zitiert - vor allem Zauber und Vergnügen sein will. Konsequent bürstet Perkampus die Splitter gegen den Strich einer Erzählkontinuität und montiert sie in gerade so großen Stücken, dass sie als Traumschaglichter durchgehen könnten, was sie ja vielleicht auch sind. Was nämlich im Schönwald zur Zeit, als von dort die Kuckucksuhr ihren Zug um die Welt begann, was in diesem magischen Örtchen inmitten des Schwarzwalds geschieht, kümmert sich um Kategorien wie wissenschaftlich nachprüfbare Realität keinen Deut. Da kann Nebukadnezar - ja, der olle gottgleiche Babylonier - eine Wiedergeburt in Gestalt eines spleenigen Dorfschullehrers erleben, ein Zwerg mitten im Wald über die Beschaffenheit von Zeit schwadronieren. und das Ischtar-Tor sich nach Straßburg verirren. In einer solchen Gegend und zu dieser Zeit ist das halt so. (Turmsegler 21. 03. 2008)

Kurzbeschreibung

Franz-Anton Ketterer, Sohn des genialen Erfinders der Kuckucksuhr, für den Beruf des Uhrmachers zu ungeschickt, soll als erster Uhrenträger der Geschichte das neue Wunderwerk nach Straßburg bringen. Daß so einiges in und um Schönwald im Schwarzwald, dem Ausgangspunkt der Reise, nicht mit rechten Dingen zugeht, wird sehr schnell deutlich. So findet sich zum Beispiel der berühmte babylonische Kaiser Nebukadnezar plötzlich in der Rolle des Dorflehrers wieder, und die etwas ungeschickte Magd Elisabeth erfährt, wie es zugehen kann, wenn man aus heiterem Himmel zum Ideal einer romantischen Liebe erkoren wird. Skurrile Persönlichkeiten, wohin man auch schaut. Daß die Welt und die Zeit nicht das zu sein scheinen, was man gemeinhin darunter versteht, wird Franz-Anton zum ersten Mal klar, als er, bereits auf dem Weg, einem Zwerg begegnet, der behauptet, die Zeit selbst zu verkörpern. Ebenjener Herr Uhre führt Franz-Anton in das Gehäuse einer Kuckucksuhr. Und was dann geschieht, ist nicht mehr von dieser Welt. Romantische Liebe, die Entstehung der Kuckucksuhr und äußerst merkwürdige, poetisch höchst verdichtete Geschehnisse sind ein flüchtiger Teil dieser Erzählung, die wie ein Nebel aufzieht und in die Unendlichkeit flieht.

Über den Autor

Michael Perkampus wurde am 2. April 1969 im Fichtelgebirge geboren. Sein ununterbrochenes Erforschen des Unterbewußten brachte ihn zum Surrealismus, mit dessen literarischen Formen er experimentierte und die er für seine poetische Arbeit wieder verwarf. Neue Ausdrucksformen suchte er im Magischen Realismus so wie im lateinamerikanischen offenen Romansystem. Über die postmoderne Philosophie kam er schließlich wieder zu seiner ureigenen Romantik zurück, die er seitdem mit der »Sublimierung« verschiedener und für das, was ausgedrückt werden soll, jeweils wechselnder Stile anreichert. Sein Werk bezeichnet er als »Labyrinth« und ständig in Bewegung. In seiner Lyrik wie in seiner Prosa kommen stets thematische »Kreuzungspunkte« zum Tragen: Städte, Figuren, Objekte - in einem phantastischen Reigen der Form wie des Inhalts begriffen und kreisend um die Themen der Suche, der Wanderung und der Liebe, wie es so typisch für die romantische Epoche war. Doch Perkampus ahmt nicht nach, sondern führt sublim Regie und erforscht jederzeit den Gegenstand der Sprache selbst, die er nicht als Instrument sondern als Organ begreift, mit dem er die Wirklichkeit durchdringt. Michael Perkampus betreibt das literarische Weblog »p.-s Veranda«. Sein literarischer Podcast »Pod-z-Blitz« erscheint ebenda.
‹  Zurück zur Artikelübersicht