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Umberto Eco ist ein literarisches Chamäleon ohnegleichen: Sein Romanerstling
Der Name der Rose wurde zu einem der fünfzig Lieblingsbüchern der Deutschen gekürt, seine Essays, Glossen und Parodien begeistern ein breites Publikum, und seine sprach- und literaturkritischen Arbeiten haben in der akademischen Welt Standards gesetzt. Jetzt hat er sich in einem opulenten Bildband auf die Spurensuche nach dem Schönen begeben, und fördert dabei so manches vergessene Juwel zutage.
Die Geschichte der Schönheit überzeugt -- nicht nur auf den ersten Blick -- durch eine übersichtliche und einleuchtende Gliederung. Da geht es einerseits um die Darstellung menschlicher Schönheit, der weiblichen wie der männlichen, und der sich wandelnden Ideale, die unsere Wahrnehmung im Laufe der Jahrhunderte bestimmten. Weiter geht die Reise zu den Gebäuden, welche die Menschen zu ihrem Schutz oder zur Ehre höherer Wesen errichtet haben. Von der Musik ist die Rede und von ihrer Abhängigkeit von Mathematik und Astronomie. Garniert ist das Ganze mit einer Flut von Zitaten aus Bibel und mittelalterlicher Gelehrsamkeit, von Dichtern und Philosophen.
Auch wenn das etwas altmodisch klingen mag, so ist Die Geschichte der Schönheit im besten Sinne erbaulich. Eco flaniert an allem vorbei, was die Sinne erfreut, erklärt, deutet und schüttelt auch nicht selten den Kopf über das, was einst Begeisterung auslöste, inzwischen jedoch ausgesprochen hässlich erscheint. Ein Buch, um leuchtende Augen zu bekommen also, mit der kleinen inhaltlichen Einschränkung vielleicht, dass sowohl die Auswahl der bewunderten Objekte wie auch das theoretische Fundament rein europäisch ausgerichtet sind. Das ist jedoch nur das berüchtigte Haar in der Suppe, insgesamt ist der Schmöker ein Genuss -- zum Verschenken, sich selbst oder anderen. --Helge Basler
Pressestimmen
"Eine gewaltige, eine luxuriöse, eine wunderbare Ausstellung, eine virtuelle Wanderung durch die Geschichte der Schönheit." Claudia Schmölders, Literaturen, 09/04 "Wer sich mit wachsendem Behagen durch diesen Almanach blättert, bekommt indes von unendlich vielen Aspekten der Ästhetik einen Eindruck." Dirk Schümer, F.A.Z., 06.10.04 "Hereinspaziert, hereinspaziert, meine Damen und Herren, hier spielt die Musik, hier sind Götter, Menschen und Maschinen: Hier führt Professor Eco mit seinem Assistenten persönlich durch sein Panoptikum "Die Geschichte der Schönheit"! Werfen Sie einen Blick auf die unbekleidete Venus und auf Monika Bellucci, auf den Apoll vom Belvedere und David Beckham! ... Die Schönheit der Darstellung hat sich dem Leser seines Buches am Ende wie von selbst erschlossen." Ralf Berhorst, Süddeutsche Zeitung, 05.10.04 "Ein so hintergründiges, ja schönes Buch hat es zu diesem Thema für ein großes Publikum noch nicht gegeben." Kia Vahland, art, 12/04 "Ein erbauliches Buch für den Kaffeetisch. Und ein besonders schönes noch dazu."Falter, 22.10.04
Kurzbeschreibung
Was ist schön? Jeder glaubt das zu wissen, und dennoch hat sich die Vorstellung davon, was das Schöne sei, immer wieder verändert. Umberto Eco lässt diese Ideen im Wandel der Zeiten und der Kunst sichtbar werden. Er entwirft ein grandioses Panorama von der Antike bis in die Gegenwart und bezieht alle künstlerischen Ausdrucksformen bis hin zu Industriedesign, Film und Popkultur mit ein. Zahlreiche ausgewählte Texte aus Literatur und Philosophie sowie Zeugnisse von Künstlern begleiten Ecos Wanderung und liefern den »Originalton« aus der Zeit. So entstand eine beeindruckende und unterhaltsame Einführung in die Kunst der Menschheitsgeschichte.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Taschenbuch
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Über den Autor
Umberto Eco, geboren 1932 in Alessandria, lebt heute in Mailand. Er studierte Pädagogik und Philosophie und promovierte 1954 an der Universität Turin. Anschließend arbeitete er beim Italienischen Fernsehen und war als freier Dozent für Ästhetik und visuelle Kommunikation in Turin, Mailand und Florenz tätig. Seit 1971 unterrichtet er Semiotik in Bologna. Eco erhielt neben zahlreichen Auszeichnungen den "Premio Strega" (1981) und wurde 1988 zum Ehrendoktor der Pariser Sorbonne ernannt.
Er verfasste zahlreiche Schriften zur Theorie und Praxis der Zeichen, der Literatur, der Kunst und nicht zuletzt der Ästhetik des Mittelalters. Seine Romane "Der Name der Rose" und "Das Foucaultsche Pendel" sind Welterfolge geworden.
2011 wurde Umberto Eco mit dem "Premio Pavese" ausgezeichnet.