Eigentlich kann man dieser "Dokumentation" nur eine glattes Ungenügend erteilen.Der Film besteht lediglich aus einer ständigen Abfolge alter und neuer Fotos, mit verschwindend wenigen Minifilmsequenzen dazwischen (ein fahrender Shinkansen z.B.), die sich im Laufe des abendfüllenden Films nach einer Weile auch noch wiederholen. Das Ganze ist unterlegt mit einer langweiligen Frauenstimme (in der deutschen Version jedenfalls), deren Monolog herzlich wenig Information bietet. Die Bilder zum gesprochenen Text sind dazu vielfach komplett irreführend. Da erzählt die Dame von männlichen Geishas, dazu sind Shintopriester zu sehen oder gar Bettelmönche. Oder sie redet von Tokio, dazu erscheint im Bild der Kinkakuji von Kyoto. Bei der Schilderung des Tokugawa-Shogunats hat man plötzlich den Meijikaiser im Bild. Schlampig ist da noch ein milder Ausdruck. Um das Maß voll zu machen, klimpert im Hintergrund Musik, die streckenweise ganz eindeutig nicht japanischen, sondern chinesischen Ursprungs ist, frei nach dem Motto: ist ja sowieso alles so ähnlich da hinten in Fernost. Ich habe mich vergackeiert gefühlt und rate dringend ab.