Kurzbeschreibung
Dieses Werk war bei seinem Erscheinen 1935 die erste und einzige Gesamtdarstellung der Geschichte der Juden in Deutschland und hat Maßstäbe gesetzt, die bis heute gelten. Beginnend mit der Ansiedlung während der Römerzeit, werden die wirtschaftlichen und sozialen Verhältnisse der Juden im Mittelalter geschildert, die Verfolgung zur Zeit der Kreuzzüge und des Schwarzen Todes. Elbogen zeichnet den Einfluß von Humanismus und Reformation auf jüdisches Leben und Denken nach, die Epoche des absolutistischen Regimes und den Kampf um die rechtliche und politische Emanzipation im 19. Jahrhundert. Am Ende steht die Frage nach den religiösen Motiven für den politischen Antisemitismus der Weimarer Republik. Zuerst 1966 neu erschienen, enthält die 'Geschichte der Juden in Deutschland' nun auch das letzte und dunkelste Kapitel - jenes der nationalsozialistischen Hetzjagd, Verfolgung und Vernichtung der Juden. Ein zeitloses Standardwerk.
Über den Autor
Ismar Elbogen (1874-1943) war Religionswissenschaftler und gehörte zu den einflußreichsten Kapazitäten seines Fachs. Vor seiner Emigration 1938 nach Amerika lehrte er an den Universitäten von Breslau, Florenz, Berlin. 1929-1937 war er Herausgeber der 'Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland'. Eleonore Sterling hat die 'Geschichte der Juden in Deutschland' neu bearbeitet und um das letzte Kapitel, die Verfolgung und Vernichtung der Juden im nationalsozialistischen Deutschland, erweitert.