Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen
naja, 6. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Homosexualität (Gebundene Ausgabe)
das buch ist nur mäßig recherchiert, die daten darin stimmen zum teil nicht oder sind (was die antike betrifft) veraltete lehr- (oder nur) meinungen. je näher der autor der moderne kommt, desto näher kommt er auch den fakten. aber es ist unterhaltsam und geistreich geschrieben, der aufbau des buches ist sinnvoll, deswegen vergebe ich auch 2 sterne. unbedingt empfehlen würde ich es aber nicht.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen
Ein guter Überblick..., 11. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Homosexualität (Gebundene Ausgabe)
Wenn man/frau ein Buch lesen möchte, welches einem ein umfangreiches Wissen über die Geschichte der Homosexualität vermitteln soll, so ist man hier an der falschen Stelle. Aber wenn man/frau ein Buch lesen möchte um einen kurzen und interessanten Überblick über dieses Thema zu erhalten, so ist das Werk von Gotthard Feustel genau das Richtige. Dieses Buch ist ein kurzer Streifzug durch die Geschichte, aus einem völlig anderem Blickwinkel, durch den man/ frau erkennt, dass die Geschichte nicht nur so ist, wie sie im Unterricht vermittelt wurde. Mir persönlich hat nur manchaml die Tiefe gefehlt. Gerade, wenn Feustel mitten in der Beschreibung eines Themas ist, beginnt das nächste Kapitel. Schade! Da muss dann wohl die Zusatzliteratur her. Trotzdem dient dieses Buch hervorragend zur allgemeinen Wissenserweiterung.
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1.0 von 5 Sternen
"Wikipedia" in Buchform, 16. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Geschichte der Homosexualität (Gebundene Ausgabe)
Gotthard Feustel bietet dem Leser ein recht umfangreiches Überblickswerk, welches die Geschichte der Homosexualität von der Antike bis hin in das 20. Jahrhundert behandelt. Er arbeitet allerdings sehr ungenau (es fehlen Fußnoten, die dem Leser offenlegen wo die von ihm zitierten Stellen nachzulesen sind) und stellt oft Mutmaßungen an, die davon zeugen, dass er in manchen Dingen kaum historischen Sachverstand besitzt. Ein Bsp.: "Jedenfalls ist kaum vorstellbar, daß es in den gewaltigen Männeransammlungen der Kreuzzugsheere nicht zu homosexuellen Praktiken kam [...]" (S. 49) Das ist eine bloße Vermutung und dazu auch noch eine, die die historische Wirklichkeit nicht wiedergibt. 1. Die Kreuzfahrerheere wurden regelrecht von "Prostituiertenheeren" begleitet 2. Waren die an diesem Kreuzzügen partizipierenden Ritter aus Sorge um ihr Seelenheil (Versprechen der Vergebung der Sünden bei Tötung von "Heiden")und im Namen der Mutter Kirche ("Gott will es!") unterwegs. Sie waren also zutiefst religiös motiviert (wenngleich materielle Bereicherung auch von großer Bedeutung war). Es hätte ihrem eigentlichen Begehren (Vergebung der Sünden) und auch ihrem Männlichkeit Ideal widersprochen (vor allem die Germanen lehnten Homosexualität immer schon radikal ab). Auch die massive Verfolgung von Homosexuellen durch die Kirche (Sodomiten waren per se Ketzer/mit dem Teufel Verbündete), die in den Kreuzfahrer Heeren durch Mönche und Priester vertreten war, war in dieser Hinsicht ein enormes Hindernis für die von Feustel unterstellen "homosexuellen Praktiken". Diese Ergebnisse hätte der Autor auch den gängigen Werken zum Thema Homosexualität entnehmen können. Die Frauen "benachteiligt" Feustel allerdings zu Recht. Die Quellen (vor allem die aus Mittelalter und Neuzeit) beschäftigensich kaum mit der weibliche Homosexualität. Die weibliche Homosexualität blieb aus verschiedenen Gründen im Schatten der Geschichte. Fazit: Das Buch gebügt, um sich einen ersten, groben und leider oft fehlerhaften Überblick zu verschaffen. Der Autor glänzt aber nicht gerade durch ein intensives Studium der Quellen und der Literatur und verweist auch nicht konkret auf eben diese. Wer sich umfangreicher und besser, weil wissenschaftlicher, informieren möchte sei hier auf G. Bleibtreu-Ehrenberg - Tabu Homosexualität (1978) und L. Crompton - Homosexuality and Civilisation (2003) verwiesen.
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