Mit "Die Geschichte Europas" stellt Dietrich Schwanitz seinem Bestseller "Bildung - alles was man wissen muß" einen kleinen Bruder zur Seite. Gewissermaßen in Kurzform präsentiert er die facettenreiche Geschichte Europas von den Anfängen bis zur Neuzeit. Auch wenn das Werk deutlich komprimierter ausfällt als "Bildung" ist es nicht im Vorbeigehen zu lesen. Die Darstellung ist gefüllt mit Informationen von der ersten bis zur letzten Seite. Mit der griechischen Antike startet die Erzählung, ja Sie hören richtig, denn das Buch ist nicht mit einem herkömmlichen Geschichtsbuch vergleichbar. Die Erzählstruktur vereinfacht es dem Leser, die Zusammenhänge nachzuvollziehen. Nach der klassischen Antike führt Schwanitz seinen Leser über das Mittelalter in die Neuzeit, bis hin zur jüngsten Geschichte unseres Kontinents. Abwechslungsreich und unterhaltsam beschreibt der Autor nicht nur Daten und Ereignisse, sondern erklärt das entsprechende Zeitalter in seiner gesamten Breite. Neben den politischen Ereignissen stehen auch die künstlerischen Strömungen von Literatur bis Musik im Blickpunkt. Der Leser entdeckt vieles von dem, was er sicherlich in früheren Jahren im Geschichtsunterricht gehört hat und damals als ungemein langweilig empfunden hat, neu. Das Buch kann jedem empfohlen werden, der sich für Geschichte interessiert, mit oder ohne historischer Vorbildung. Um sein Wissen zu vertiefen kann der Leser nach der Lektüre auch den "großen Bruder" zur Hand nehmen, in dem er dann noch mehr Details findet.