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Die Geschichte der Dienerin
 
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Die Geschichte der Dienerin

DVD ~ Natasha Richardson
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Produktinformation

  • Darsteller: Natasha Richardson, Faye Dunaway, Robert Duvall
  • Regisseur(e): Volker Schlöndorff
  • Komponist: Ryuichi Sakamoto
  • Format: Dolby, PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.66:1
  • FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
  • Studio: Kinowelt Home Entertainment/DVD
  • Erscheinungstermin: 12. Dezember 2008
  • Produktionsjahr: 1989
  • Spieldauer: 104 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B001E7I32K
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 6.214 in DVD & Blu-ray (Die Bestseller DVD & Blu-ray)

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Rezensionen

Movieman.de

Die deutsch-amerikanische Ko-Produktion ist Science Fiction für den Kopf. Science Fiction, die nicht auf futuristische Vehikel, Strahlenwaffen oder Action setzt, sondern vielmehr versucht, ein Zukunftsszenario zu entwickeln, das vielleicht nicht wahrscheinlich, aber möglich ist. Der Film aus dem Jahr 1990 ist Science Fiction, wie sie in den 70er Jahren en vogue war - und wie sie mehr als ein Jahrzehnt später immer seltener wurde. Beeindruckend ist der Film heute noch, auch und gerade, weil er ein Zukunftsbild präsentiert, das in seiner Orwellschen Vision und des theokratischen Status des Landes wegen heutzutage umso beängstigender wirkt, als es 1990 noch der Fall gewesen sein mag. Auch optisch ist der Film interessant, denn die verschiedenen Kasten in der Geschichte werden durch ganz besondere Farbzuweisungen bei der Kleidung illustriert, wodurch sich ein ganz besonderer Symbolismus ergibt. Buch wie auch Film leben davon, einen fundamentalistischen Staat zu porträtieren, in dem Heuchelei Trumpf ist. Fazit:  Ein Film, den man nicht einfach ansieht, sondern über den man nachdenkt.

Moviemans Kommentar zur DVD: Der fast 20 Jahre alte Film macht auf DVD ein gutes Bild. Die Farben sind ansprechend, wenn auch nicht mehr ganz formvollendet. Rauschen ist leider in doch deutlich erkennbarer Stärke vorhanden (00:33:01). Auch die Schärfe kommt über durchschnittliche Werte nicht hinaus. Einzelheiten sind erkennbar, aber feinste Details bleiben in der Regel verborgen, auch und gerade, weil das Grieseln das Bild diffuser erscheinen lässt (00:41:53). Der deutsche Ton ist dem Original etwas unterlegen. Die Sprachverständlichkeit ist gut, allerdings klingen die Dialoge etwas überlaut abgemischt. Der englische Ton gibt sich da sehr viel natürlicher und ist in sich stimmiger. Der Effekteinsatz ist subtil geraten. Das Bonusmaterial besteht größtenteils aus Nichtigkeiten wie einer Biographie, dem Trailer oder ein paar DVD-Rom-Features. Wirklich gelungen ist jedoch das knapp 40-minütige Interview mit dem Regisseur, der sich noch lebhaft an die Produktion erinnern kann und davon erzählt, wie Sigourney Weaver auf ihn zutrat und Harold Pinter das Drehbuch schrieb. --movieman.de



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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Die Zukunft in blaurot., 3. Mai 2009
Von Lothar Hitzges (Schweich, Mosel, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REVIEWER)    (REAL NAME)   
In einer nahen Zukunft, nach dem Untergang der bekannten Gesellschaftsordnungen, hat sich auf dem ehemaligen Gebiet der USA ein totalitäres Staatsgebilde manifestiert. Die bigotte herrschende Klasse krankt an ihrer Unfruchtbarkeit, die in erster Linie den Frauen zugeschrieben wird.

Die Bibliothekarin Kate versucht mit ihrem Mann und ihrer Tochter über die verschneite Grenze zu fliehen. Sie werden gestellt und Kate's Mann wird erschossen. Kate kommt wie viele andere Frauen, die empfangen und gebären können, in ein kasernenähnliches Kloster. Nach einer Gehirnwäsche werden die Frauen dann Ehepaaren mit Kinderwunsch zugeteilt. Das Leben in diesen Privathäusern gestaltet sich äußerst schwierig. Misstrauen und Intrigen zwischen den Ehepartnern sind an der Tagesordnung und die Verlierer in diesem unfairen Spiel stehen von Anfang fest; es sind die Leihmütter. Kate wird vom Untergrund angeworben und soll den Hausherrn bei Gelegenheit töten.

Die beklemmende Geschichte wird ruhig und mit anwachsender Spannung erzählt. Die Protagonistin wirkt wie ein Indikator, der die sozialen Beziehungen sichtbar macht. Einheitliche Bekleidungsfarben für Leihmütter rot und für Ehefrauen blau wirken wie Uniformen und schaffen neben den überall vorhandenen Checkpoints ein weiteres für alle sichtbares Kontrollinstrumentarium. Eine sehr gute Kameraführung mit viel Feingefühl für Details kompensiert die zu knapp ausgefallenen Dialoge, die nur wenig Aufschluss über das System liefern. Eine Zukunftsversion, die zwar nicht die Messlatte von "1984" erreicht, aber sicher zum gehobenen Niveau in diesem Genre zählt.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Ein Baby - so Gott will, 2. April 2009
Volker Schlöndorff ist ja ein Spezialist und Könner von Literaturverfilmungen. Hier hat er vor allem auf die Karte Melodram gesetzt, dann auf Science-Fiction. Den Aspekt Gesellschaftssatire streift er nur marginal. Dabei läge hier der eigentliche Reiz. Die autoritäre Diktatur wird von gläubigen Fundamentalisten regiert. Das ist doch immer noch ein brisantes Thema angesichts der Äußerungen des reisefreudigen Papstes.
Schlöndorff stellt das Thema wie gewohnt sehr distanziert dar. Lediglich die beiden menschlich gezeichneten Figuren (Natascha Richardson und Aidan Quinn) sind belebende Farbtupfer und bringen auch etwas Spannung. Inhaltlich drängt sich ein Vergleich zu 1984 auf, wo es kein Happy End gibt. Hier bleibt das Ende offen, verschwommen, etwas blutleer. Kein Wohl-Fühl-Film.
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5.0 von 5 Sternen Die Gewalt an Frauen konsumgerecht verpackt, 22. September 2009
Die Geschichte der Dienerin von Margaret Atwood galt lange als unverfilmbar, dies gelang jedoch Schlöndorff Anfang der 90er Jahre mit einer herausragenden Bsetzung und dem Skript von Harold Pinter. Buch und Film sind zwar eine Dyssothopie im Stil von 1984, jedoch mit einem ´speziellen Blick auf den Status der Frau in einer Welt von Morgen, die sich zurückberuft auf das Alte Testament. Hier zählt nur, ob die Frau fruchtbar ist, oder nicht. Straffällige Frauen werden dann den unfruchtbaren Frauen der Oberschicht als Dienerin zu Verfügung gestellt. Als Liebesdienerin und Leihmutter muss Kate ihrer Aufgabe nun gerecht werden, für Gott und Vaterland. Ihr Name wird geändert, sie verliert ihre Rechte und darf sich nur noch über Kommander Fred identifizieren, deshalb lautet ihr Name nun Offred. Von Natascha Richardson (Offred), über Faye Dunaway (Serena- Joy) bis hin zum Kriegskommander (Robert Duvall) überzeugend dargestellt. Erschreckend ist die Verbinung von medienwirksamer Eleganz und Gewalt. Was nicht passend ist, wird passend gemacht. Einzige Richtlinie: Leben nach dem Bibelkodex des Alten Testaments, daher sind es nicht mehr die Vereinigten Staaten, sondern das biblische Gilead, in dem diese Frauen leben und leiden müssen. Perfekte Inszinierung ist alles. Sehr farbgewaltig ansprechend auch die Kleidung der Frauen (Konsumgesellschaft), rote Kleider für die Frauen, welche noch Kinder gebären können und blaue Kleidung für die sterilen Frauen der herrschenden Klasse.

Eine Warnung vor selbsternannten "neuen Christen", Intolleranz gegen Andersdenkende, sowie Unterdrückungen durch totalitäre Regime. Die Extras mit dem Interview von Schlöndorff, sehr informativ.
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