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Die Germanin: Roman zur Varusschlacht (Historische Romane Von Zabern)
 
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Die Germanin: Roman zur Varusschlacht (Historische Romane Von Zabern) [Gebundene Ausgabe]

Robert Gordian
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 250 Seiten
  • Verlag: Philipp von Zabern; Auflage: 2 (26. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3805339305
  • ISBN-13: 978-3805339308
  • Größe und/oder Gewicht: 22,4 x 14,6 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 352.161 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Robert Gordian
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Durch viel Phantasie und eine wunderschöne Sprache füllen sich die Figuren der Geschichte mit Leben. Unter den Publikationen des Varus-Jahres rangiert Die Germanin sicherlich [...] in der Nähe der (Speer-) Spitze! (Karfunkel)

Starke Frau, starke Geschichte. (Braunschweiger Zeitung)

Kurzbeschreibung

Eine Frau zwischen den Fronten. Der große Roman zur Varusschlacht - aus der Perspektive der Thusnelda. Germanien im Jahre 9 n. Chr.: Der römische Statthalter Varus unterliegt mit seinen Legionen einer germanischen Übermacht, angeführt vom Cherusker Arminius, den Augustus selbst zum römischen Ritter gemacht hat. Acht Jahre später werden eine Frau und ihr kleiner Sohn als Trophäen im Triumphzug des Feldherrn Germanicus durch Rom geführt, vorbei an den hämischen Blicken der Römer. Die Frau ist Thusnelda, die Ehefrau des Arminius. Der Roman berichtet über die »Schlacht im Teutoburger Wald« und ihre Folgen aus germanischer und zugleich aus weiblicher Perspektive: durch die Augen der Thusnelda. Leseprobe: Es war ein Kodex, den ihr der Knecht gegeben hatte. Auf den äußeren Seiten der Täfelchen waren von Kinderhand Tierbilder - ein Hase und ein Vogel - eingeritzt und mit Tinte ausgemalt, die aber ziemlich verblasst war. Solche Kodizes hatten ihr und ihrem Bruder, als sie noch Kinder waren, für kleine Mitteilungen in lateinischer Sprache gedient. Auf den ersten Blick erkannte sie, wer der Reiter war, der sie treffen wollte. Auf den Innenseiten des Kodex las sie: Mutter gestorben. Bin traurig und einsam, würde meine geliebte Schwester gern wiedersehen. Komme morgen noch einmal, werde allein sein und auf dich warten. Sie saß auf ihrer Schlafbank, drehte die Täfelchen hin und her, betrachtete versonnen die Zeichnungen. Der Hase stammte wohl von ihr, Hasenwaren ihr immer am besten gelungen, Segimund hatte Vögel bevorzugt. Manchmal hatten sie gestritten, ob es besser wäre, einem Hasen oder einem Vogel eine eilige Sendung anzuvertrauen. Sie schloss die Augen und sah sich mit Segimund in der Hütte beim alten Priscus, sah ihre Mutter hereinstürzen, ihr den Griffel aus der Hand reißen und sie schimpfend ins Webhaus schleppen. Später kam eine Magd herunter und steckte ihr mit verschmitztem Lächeln so einen Hase-und-Vogel-Kodex zu. Und die Mitteilung Segimunds best and aus drei Worten: Mutter ist dumm. Bei dieser Erinnerung musste sie lachen, doch gleich darauf flossen ihre Tränen. Die Mutter war tot. Nelda hatte sie seit ihrem hastigen Abschied vor über fünf Jahren nicht wiedergesehen. Hatte sie ihre Mutter geliebt, diese strenge, verhärmte Frau, die nur Pflichten kannte? Sie hatte sich ihrer oft erinnert, gewiss, doch meistens nur, wie sie sich eingestehen musste, wenn sie sich als Hausherrin fragte, was Frau Male wohl an ihrer Stelle getan hätte. Ihrem Bruder musste der Tod der Mutter sehr nahegegangen sein. Sie hatte ihn als ihren Liebling bevorzugt und ihn oft dem Vater gegenüber verteidigt. Nach seiner Abreise an den Rhenus war sie lange Zeit traurig, verbittert, geradezu unleidlich gewesen. Es musste ein Glück für sie gewesen sein, dass er während ihrer letzten Jahre wieder auf der Burg war. Vielleicht war sie es gewesen, die den starrköpfigen Vater dazu gebracht hatte, seinen ungehorsamen Sohn zurückzurufen. Und es war wohl nur durch ihre beharrliche Vermittlung zu einer Aussöhnung zwischen den beiden gekommen. Jetzt fühlte sich Segimund vereinsamt, vielleicht wieder vom Vater ungerecht behandelt, der ihm seinen Verrat an den Römern nach wie vor nicht verzieh. Nelda kannte ihren Bruder gut genug, um seine Lage zu verstehen. Er war ein braver Kerl und konnte sich leicht für eine gerechte Sache begeistern, doch er war nicht selbst bewusst und stark, hatte wenig Ausdauer, und es fehlte ihm das Heil des geborenen Oberhauptes und Anführers. So suchte er Zuspruch und Halt und wo sollte er beides finden, wenn nicht bei seiner Schwester, die immer zu ihm gehalten hatte?

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Von callisto TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Im Jubiläumsjahr der Varusschlacht legt Robert Grodian eine ungewöhnliche Sichtweise dieses historischen Stoffes vor. Während die meisten Schriftsteller diese Geschichte aus Sicht des Arminius oder eines ihm nahe stehenden Kriegers beschreiben, erzählt Robert Gordian die Geschichte aus der Sicht Tusneldas, Arminius Frau.
Nelda war die Tochter des römertreuen Cheruskerfürsten Segestes. Segestes ist zunächst enttäuscht, als ihm statt des ersehnten Sohnes eine Tochter geboren wird. Schon bald jedoch erkennt er, dass eine Tochter für ihn viel wertvoller sein kann als ein Sohn. Er lässt Nelda gegen die Willen seiner Frau zusammen mit ihrem Bruder in Griechisch und Latein unterrichten und versucht immer wieder sie mit einem reichen, einflussreichen Römer zu verheiraten. Als die dreizehnjährige Nelda bei einem Fest durch die Tollkühnheit des neun Jahre älteren Segifrit ihr geliebtes Ferd Furi verliert nimmt ihr Schicksal jedoch eine ungeplante Wendung. Sie kann Segifrid, der bei den Römern unter dem Namen Arminius bekannt ist, nicht vergessen. Auch er vergisst sein Versprechen nicht, ihr ein neues Pferd zu schenken, wenn er wieder in Germanien sein sollte. Als er Jahre später dieses Versprechen einlöst ist den beiden sehr bald klar, dass sie mehr als nur Freundschaft füreinander empfingen. Segestes jedoch hat seine Pläne immer noch nicht aufgegeben und will die nun achtzehnjährige Nelda immer noch an einen römischen Anwalt verheiratet, der zu dieser Zeit bei Segestes als Richter fungiert.
Arminius und Nelda bleibt nichts anderes übrig als sich zunächst immer wieder heimlich zu treffen, doch irgendwann muss Nelda sich zwischen ihrer eigenen Sippe und ihrem persönlichen Glück entscheiden und verrät ihren Vater und die Römer zu Gunsten ihrer großen Liebe Arminius. Diese Schmach kann ihr Vater nie verwinden und setzt alles daran, das junge Glück seiner Tochter zu zerstören und sie wieder unter seine Vormundschaft zu bringen.
Das tragische an dieser Geschichte ist, dass sowohl Segestes als auch Arminius die Einigung der germanischen Stämme anstrebten "der eine allerdings unter dem römischen Kuppeldach, der andere unter dem weiten Himmel der Freiheit." (S. 139)
Robert Gordian verbindet geschickt die wenigen durch Tacitus und Strabon überlieferten Fakten über das Leben von Tusnelda mit Anspielungen auf neuesten Forschungen, die Vermuten, dass Arminius und die Varusschlacht der Ursprung der Siegfriedsage ist:
"Das ist ein Held, unser Segifrit! [...] Viele Meilen lang schlängelte sich der römische Lindwurm durchs Gebirge. Er hat ihn in hundert kleine Stücke zerhauen!" (S. 120)
"Der Sänger trug ein selbstverfasstes Heldenlied auf Segifrit vor, der den gräulichen römischen Lindwurm besiegte, [...]" (S. 154)
Der Autor malt kein Bild des kühnen und tapferen Germanen sondern schildert realistisch um wie vieles schwerer das Leben der Germanen im Gegensatz zu jenem in den romanisierten Gebieten war. die Germanen alterten schnell durch die schwere Arbeit und die Frauen waren mit dreißig bereits Greisinnen, währen ein vierzigjähriger Mann unter Römern unter Umständen noch als zu jung und unerfahren für gewisse Aufgaben galt. Dennoch kämpfen die Germanen für ihr eigenes, schon sehr fortschrittliches Werte- und Rechtssystem, auch wenn sie dadurch auf viele römische Errungenschaften verzichten müssen.
Die Varusschlacht war ein Wendepunkt in der europäischen Geschichte und ein Neubeginn im Leben zweier Liebender.
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