Pro:
Das Buch hat eine schöne Bebilderung, auch der Bucheinband ist von guter Qualität. Ernst Künzl geht auf die Kunstfertigkeiten "der" Germanen und den Kontakt zu den Römern ein, wobei er auch einige Klischees, die u.a. durch Tacitus publik wurden, aus dem Weg räumt und dem Leser das Leben und die Religion der germanischen Stämme näher bringt.
Kontra:
Dennoch sind noch so manche Klischeevorstellungen im Buch erhalten geblieben und werden dem Fachkundigen und Aufmerksamen beim lesen ins Auge fallen. In diesem Sinne schenkt Künzl dem römischen Cornelius Tacitus zuviel glauben. Auch die Behauptung "der Fund einer jungen männlichen Moorleiche, bei der ursprünglich Dunkelhaarigkeit festgestellt wurde, sei daher einem Südländer zuzuordnen", stärkt falsche Vorstellungen bezüglich dem Aussehen "der" Germanen, die eigentlich sowieso nie eine ethnische Einheit bildeten.
Trotz der aufgeführten Kritik, kann man sein Werk als eine Einführung in die Geschichte "der" Germanen sehen.