Der Name Germane" wurde historisch von Gaius Julius Caesar eingeführt und bezeichnete in seiner Zeit solche Volksstämme, welche nördlich des Rheins siedelten. Der Begriff Germanen" stammt aber von den Kelten, welche linksrheinisch angesiedelt, hiermit eine Differenzierung zu ihren eigenen Stämmen vollzogen, obgleich es auch linksrheinische Germanenstämme gegeben hat. Mehr dazu im neuen Buch von Künzel: Die Germanen"
Rom, war immer der Bezugspunkt, wenn man von Germanen sprach, bis zum Ende des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation 1806. Ernst Künzel, bis 2004 Direktor des römischen Abteilung des Römisch-Germanischen Zentralmuseums in Mainz wendet seine Expertise an, um in diesem handlichen und informativen Buch der Frage nachzugehen: Wer waren die Germanen? Losgelöst von einerseits Deutschtümelei oder übermotivierten Verdachtsmomenten gelingt es ihm sachlich und zugleich übersichtlich einen Einblick zu geben bei der Beantwortung der Frage: Wer waren unsere Vorfahren? Schon in der Bezeichnung unseres Landes und seiner Bürger wird die Vielfalt unserer Abstammung deutlich: Germany, Allemagne,
Deutsche. Warum drei Namen, die dasselbe meine? Wie kam es dazu?
In chronologischer Genese spannt Künzel den Bogen von der Antike bis ins Mittelalter und erklärt dem Leser dabei was und wer die Germanen eigentlich sind.
Auch gibt er, zuweilen etwas abrissartig und in der Aufzählungstechnik, Überblick über die verschiedenen Volksstämme, welche sich unter dem Begriff Germanen" zusammenfassen lassen. Das Buch wird zu Beginn als populärwissenschaftlich klassifiziert und im strengen Sinne ist es das auch. In der Reihe Theis WissenKompakt" steht es zwischen anderen kompakten Büchern mit historischen Thematiken. Eine Aufmachung mit vielen Abbildungen, Bildern und Karten sorgt für eine schnellen Überblick und Einblick in das Buch und sein Thema. Tiefe und breite Aufbereitung kann man da nicht erwarten und wird auch nicht geboten. Dennoch ein empfehlenswertes Buch für alle die, welche gerne wissen, wovon sie sprechen wenn sie sich auf die Germanen" beziehen.
Zum Schluss finden sich im Anhang zahlreiche weiterführende Nachschlagewerke und Grundlagenliteratur für eine wissenschaftliche Aufarbeitung und Vertiefung der Thematik.