Maddie lebt seit ihrer Geburt in einer typischen amerikanischen Kleinstadt.
Ihr beschauliches Dasein dreht sich um Haus(halt) und Familie. Ganz nebenbei hat sie noch einen kleinen Job als Lehrerin, der zählt aber kaum neben ihrem geschäftlich erfolgreichen Ehemann Brent, mit dem sie seit fast zwanzig Jahren verheiratet ist. Maddie entspricht in jeder Hinsicht dem Bild, das ihre Mutter und die ehrenwerten Bürger von ihr haben. Nur ein einziges Mal brach sie von diesem ihr vorgezeichneten Weg ab, als sie als Teenager eine heiße Nacht mit dem Kleinstadtrebellen C.L. Sturgis verbrachte.
Das aber ist Ewigkeiten her, und Maddie hat sich an den üblichen Trott gewöhnt. Bis zu dem Tag, an dem sie, um dem „Alten" einen Gefallen zu tun, dessen Auto putzt und dabei einen Damenstring unterm Sitz findet. Plötzlich steht ihr Leben kopf: Die ohnehin schon schrulligen Nachbarn spielen verrückt, ihre beste Freundin Treva verheimlicht ihr etwas und zu allem Überfluß steht C.L. Sturgis vor ihrer Tür...
Bis dahin ist die Story temperamentvoll und mit herrlich trockenem Humor, ich war einfach hingerissen von Crusies amüsant-beißendem Wortwitz! Dann jedoch geht der Autorin etwas die Puste aus, sie fällt in das eine oder andere Klischee und der Charme des ersten Drittel verwässert. Am Ende aber fühlte ich mich richtig gut unterhalten, obwohl ich den handelnden Personen manchmal gerne etwas auf die Sprünge geholfen hätte.
Maddie, die Hauptdarstellerin hat mich sofort und in jeder Hinsicht angesprochen!! Auch wenn sich die Dinge im wirklichen Leben nicht ganz so verrückt abspielen, so listet Crusie doch eine Menge Gleichnisse auf, über die man ernsthaft mal nachdenken sollte. Die Mit- bis Enddreißigerinnen unter uns werden wohl wissen, was ich meine ;-))
Für mich ein wirklich tolles Buch, das mir wesentlich besser als „Die Naschkatzen" gefiel und das ich allen Lesern, die Jennifer Crusie noch nicht kennen, sehr ans Herz legen kann!!