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Die Gemeinwohl-Ökonomie: Das Wirtschaftsmodell der Zukunft [Taschenbuch]

Christian Felber
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch, 16. August 2010 --  
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Die Gemeinwohl-Ökonomie: Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe: Eine demokratische Alternative wächst Die Gemeinwohl-Ökonomie: Aktualisierte und erweiterte Neuausgabe: Eine demokratische Alternative wächst 4.4 von 5 Sternen (28)
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Kurzbeschreibung

16. August 2010
Nie wieder soll jemand sagen können, dass es in Wirtschaft und Politik keine Alternative zum Kapitalismus und zu den realsozialistischen Irrwegen gebe. Die "Gemeinwohl-Ökonomie" ist eine profunde Antwort auf die vielgesichtige Krise der Gegenwart: Finanzblasen, Arbeitslosigkeit, Armut, Klimawandel, Migration, Globalisierung, Demokratieabbau, Werte- und Sinnverlust. Felbers "Gemeinwohl-Ökonomie" beruht - wie eine Marktwirtschaft - auf privaten Unternehmen und individueller Initiative, jedoch streben die Betriebe nicht in Konkurrenz zueinander nach Finanzgewinn, sondern sie kooperieren mit dem Ziel des größtmöglichen Gemeinwohls - ein fundamentaler Neuansatz.


Produktinformation

  • Taschenbuch: 160 Seiten
  • Verlag: Deuticke; Auflage: 9 (16. August 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3552061371
  • ISBN-13: 978-3552061378
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,2 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (28 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 119.239 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Ich rufe alle Menschen auf: Engagiert Euch für konkrete Alternativen! Engagiert Euch für die Gemeinwohl-Ökonomie!" Stéphane Hessel

"Ein großartiges, wichtiges Buch!" Jean Ziegler

"Felber argumentiert bisweilen polemisch, aber immer mit Verve, und so schafft er zweifelsohne eines: Er trifft den Nerv der Zeit." Christian Böhmer, Kurier, 20.08.2010

"Felbers Ansatz ist verblüffend einfach und deshalb auch so überzeugend". Ute Scheub, taz, 26.02.2011

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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grundriss einer neue Wirtschaftsordnung 13. August 2012
Von FMA
Format:Taschenbuch
Felbers Buch enthält den gegenwärtig vielleicht elaboriertesten Versuch, eine alternative Wirtschaftsordnung innerhalb einer freiheitlich, demokratischen, marktwirtschaftlich orientierten Gesellschaft zu entwerfen.

Große Unternehmen und Banken werden vergemeinschaftet (nicht verstaatlicht), d.h. Belegschaft und Gesellschaft werden unabhängig von der Eigentumsfrage an Unternehmensentscheidungen beteiligt. Regionale Wirtschaftskonvente besprechen Strategien und Konzepte, die alle Belange betroffener Menschen berücksichtigen. Kleine und Mittelständische Unternehmen bleiben in Privatbesitz bzw. selbstbestimmt.

Einkommensscheren, Erbschaften und Vermögen werden gedeckelt (Vorschläge des Autors: Einkommen bis zum 10fachen des Mindestlohns, Privatvermögen 10 Mio., Erbschaften 500.000). Das Wettbewerbsprinzip wird durch das Kooperationsprinzip ersetzt. Statt zu konkurrieren soll es zu einem Austausch von Know How, Technologie, gegenseitiger finanzieller Unterstützung usw. kommen. Das Prinzip Gewinnmaximierung wird durch das Prinzip Gemeinwohlorientierung ersetzt - gute Arbeitsbedingungen, ökologisches Wirtschaften, Beteiligungs- und Lohngerechtigkeit. Alles zusammen ergibt die Gemeinwohlbilanz.

Jedes zehnte Jahr ist arbeitsfrei. Die Arbeitszeit wird auf 30-33 Wochenstunden begrenzt. Wer nicht arbeiten will, wird trotzdem finanziell gestützt. Das Bildungssystem fokussiert besonders eine gute Persönlichkeitsentwicklung der Kinder bzw. Heranwachsenden ebenso wie Wissensvermittlung.

Auf den ersten Blick sieht das alles linker als links aus. Bei genauerem Hinsehen unterscheidet sich das Konzept jedoch in wesentlichen Positionen von den klassisch linken. Zum Einen hebt man sich sehr wohltuend vom Klassenkampfjargon ab. Bei Felber hat man den Eindruck, dass er nicht erzwingen, sondern begeistern, gewinnen und einbinden möchte. Obwohl Felberts Ansatz von Grund auf ethisch-moralisch ist, schwingt er nicht die Moralkeule.

Des Weiteren findet man bei ihm keine Staatsgläubigkeit, und schon gar keinen EU- oder gar Globalzentralismus. Sein Konzept ist Bottom up, basisdemokratisch. Auch bei der Durchsetzung denkt er nicht an Zwangsmaßnahmen von oben, sondern setzt auf Transparenz und Abstimmung durch den Käufer bzw. Konsumenten. Flankiert freilich durch ein steuerliches Anreizsystem, dass positive Gemeinwohlbilanzen eines Unternehmens belohnt und negative bestraft". Es ist auch durchdachter als linke Konzepte, weil es über bloße materielle Aspekte und Gerechtigkeitskriterien weit hinausgeht und v.a. das gesellschaftliche Miteinander in den Blick nimmt.

Auf die oft gestellte Frage, ob das vorgestellte Wirtschaftsmodell nicht zu Wachstumseinbußen und somit Verlust von Lebensqualität führt antwortet Felber:

Wenn die Flüsse, Seen, Felder wieder Erholungswert bieten; wenn die Wohnungen und Häuser infolge guter Dämmung , natürlicher Materialien und intelligenter Bauweise kein Öl und Gas benötigen (und die reichen Länder keine Ressourcenkriege führen); wenn die Möbel nach Naturholz duften und Augen und bloßen Füßen schmeicheln; wenn die Lebensmittel nähren und mit Energie erfüllen; wenn alle wichtigen Tagesziele zu Fuß oder mit komfortablem öffentlichem Verkehr erreichbar sind; wenn das Arbeitsklima stressfrei, entspannt und und wertschätzend ist; wenn die Armut und das Betteln von den Straßen und öffentlichen Plätzen verschwindet; wenn alle im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben mit gleichen Chancen und Rechten integriert sind; und wenn alle wissen, dass ihr Lebensstil Menschen in anderen Ländern der Erde und zukünftigen Generationen keine Existenz- und Entwicklungschancen raubt, dann lebt es sich schlicht und ergreifend besser."

Ist das Konzept sozialromantisch? Ein wenig ganz sicher! Den Leistungs- und Konkurrenzdruck aus einem Unternehmen heraus zu nehmen bedeutet noch längst nicht, dass die Arbeitsatmosphäre besser wäre. Und auch wenn der Autor mit der Vielzahl von wissenschaftlichen Untersuchungen argumentiert, die belegen, das Kreativität und Leistungsfähigkeit in einem kooperativen Klima besser ist als unter Konkurrenzdruck - die Erfahrung aus sozialistischen Betrieben, im Beamtenapparat, im sozialhelferischen Berufsfeld usw. zeigen, dass zwischen Lebensrealität und dem Versuchsaufbau" sozialwissenschaftlicher Experimente doch eine nicht unerhebliche Kluft besteht. Auch bedeutet mehr Einkommen nicht automatisch mehr Lebensglück. Etc. Etc.

Und dennoch - Felbers Entwurf hat Charme, ist ein wirklich bedeutsamer Beitrag zum gegenwärtigen Diskurs um das Themenfeld Wirtschafts- und Finanzordnung" und stellt eine gute Ausgangsbasis für weitere Überlegungen dar.
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen für mich als "Realo" inspirierend! 16. Dezember 2012
Format:Taschenbuch
ich möchte nicht übertreiben: das ist das Beste Buch, dass ich in den letzten Jahren gelesen habe;
mit dem größten persönlichen Gewinn.
(vielleicht noch Katharina Ohanas: "Gestatten Ich", aber das ist ein ganz anderes Thema...)

Gemeinwohlökonomie ist jetzt kein spannender Krimi, sicher, aber es liest sich fast wie einer.
vielleicht eher wie eine Liebesgeschichte..?

warum ist dieses Buch so gut?
Christian Felber zeigt dem Leser in klarer Sprache, sachlich fundiert aber nicht zu (pseudo-)wissenschaftlich, seine Vision von einer (viel) besseren Wirtschaft und mithin Gesellschaft.
In diesem Buch macht die richtige und wichtige Kritik an bestehenden Verhältnissen (derer wir z.T. schon müde sind) nur den kleineren Teil aus. Der größere Teil ist sein >VISION<.

Kritik gibt es im Überschuss.
Visionen sind selten. Visionen sind wertvoll.
Deshalb ist dieses Buch unglaublich wertvoll für mich.

Andere Rezensenten mögen das anders sehen, ich finde Felber durchweg angenehm sachlich und bodenständig. Er verirrt sich nicht in Pathos und nicht in Schwarz-Weiß-Gut-Böse-Schemata.
Seine Ideen gründen m.E. auf einer soliden und beinahe leidenschaftslosen (sic!*) Analyse der Probleme, deren Ursachen, des Möglichen, des Gangbaren und der nächsten Schritte.
"Seine" (in Wirklichkeit eher ein Gemeinschaftsprojekt) "Utopie" hat ein erkennbares Für und Wider.
Er führt uns diese Vision nicht als alleinigen Heilsweg vor, sondern bedacht als einen möglichen Weg, der zur Disposition steht.

Vielleicht gibt es aus wissenschaftlicher Sicht Schwächen, die ich nicht beurteilen kann? Ich habe nicht Ökonomie oder eine Gesellschaftswissenschaft studiert, sondern bin in diesen Feldern eher Laie.
Als solcher kann man das Buch gut verstehen, aber auch, wenn man mit wissenschaftlich-methodisch geschultem Auge herangeht, scheint es noch recht solide. (da bin ich kein Laie) Felber zitiert, belegt im Rahmen einer populären Monografie reichlich und nennt Quellen.

Ich erschöpfe mich jetzt im Lob und ende mit einer unverholen-enthusiastischen 6-Sterne Leseempfehlung, besonders für alle, denen der Unmut über das gegenwärtige Wirtschaftssystem bis zum Hals steht und die sich mit der "Alternativlosigkeit" nicht abfinden wollen.
An alle, die auf eine Vision gewartet haben.

vielen Dank, Christian Felber!

* für mich ist Leidenschaftslosigkeit ein sehr nötiges Adjuvanz für alle, die große Dinge - Menschen, Gesellschaften etc. - ändern wollen.
Wenn einer nicht hasst, was er verbessern will, ist mir das ein Zeichen seiner Reife und ein Merkmal einer guten Idee.
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50 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Grundlagenwerk für ein neues Wirtschaftsmodell 30. August 2010
Format:Taschenbuch
Zuallererst. Es ist kein ausgereiftes Wirtschaftsystem, das vorgestellt wird, jedoch eine ausgesprochen interessante Ausgangsbasis für ein neuartiges Wirtschaften zugunsten des Allgemeinwohls (Mensch und Umwelt).

Die Gemeinwohl-Ökonomie bietet ein Denkmodell an, das es sich lohnt, genauer zu betrachten. Bis dato gab es viele einzelne Ideen, wie eine Wirtschaft "neu" aussehen könnte, aber es gab noch keinen so konkret durchdachten Ansatz dazu. Christian Felber, der gemeinsam mit den Attac-UnternehmerInnen und vielen engagierten Attacies das im Buch vorgestellte Konzept als Ausgangsbasis und konkreten Vorschlag zum Weiterdenken entwickelt hat, wird in den Medien wahrscheinlich (wie leider so oft) als Utopist abgetan werden. Man kann seine Gedanken jedoch nicht mehr ins linke Eck drängen, denn die Gemeinwohl-Ökonomie stellt eine echte Alternative zu den bisher gekannten Systemen (Kapitalismus und Kommunismus) dar, einen dritten möglichen Weg des Wirtschaftens.

Somit ist dieses Buch eine echte Errungenschaft - ein Grundlagenwerk - und kann zum Ausgangspunkt - zum Eckstein für eine neue Gesellschaft werden.

Was bedarf es dazu?
Sich mit dem Denkmodell auseinanderzusetzen, selbst wenn es nicht realistisch scheint (viele seinerzeit gedachten Utopien wurden bereits Wirklichkeit).
Sich von der Apathie, die uns angesichts der täglichen Schreckensmeldungen in den Medien erstarren lassen, zu lösen und konstruktiv mit- und weiterzudenken.
Sich denjenigen anzuschließen, die bereits solidarische Gemeinschaften zugunsten des Allgemeinwohls gebildet haben.

Und es braucht immer mehr Menschen, die erkennen, dass Glück und Zufriedenheit nur durch Beziehungen (die von gegenseitiger Wertschätzung, Ehrlichkeit, Zuhören, Empathie, Kooperation, gegenseitiger Hilfe und Teilen geprägt sind) erreicht werden können. Nur durch gelungene Beziehungen können wir wieder Vertrauen zueinander entwickeln und zu einem friedvollen und letztlich gewaltfreien Miteinander finden.

Und letztlich (oder vor allem?) braucht es neue Politiker, die nicht handeln, um die nächsten Wahlen zu gewinnen, sondern im ursprünglich gedachten Sinn dem großen Ganzen dienen - unabhängig von Parteizwang und Eigennutz.

So bleibt noch viel zu tun, aber der erste Schritt in eine hoffnungsvolle Zukunft ist getan.

Sehr empfehlenswert! Unbedingte Leseempfehlung zum Weiterdiskutieren.
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Kundenvideo-Rezension
Länge: 1:58 Minuten
Vor 16 Monaten von frechundwuest veröffentlicht
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