Lydde gelangt durch ein Wurmloch ins England des 17 Jhrd. Das sind für mich die besten Romane überhaupt. Zeitreise, Liebe, Mystic... Doch leider muß ich sagen fehlt mir etwas in "Die Geliebte des Raben". Ich habe es gerne gelesen und ich werde auch den zweiten Teil lesen, aber es hat mich nicht gefesselt. Ich wollte nicht immer zu dem Buch zurück kehren, wie es z.B. bei Karen Moning der Fall war. Diese Bücher habe ich verschlungen in kürzester Zeit und ich konnte es nie erwarten weiter lesen zu können.
Was also fehlt mir in "Die Geliebte des Raben", ist doch die Thematik die gleiche?
Zu erst fand ich es sehr schade, dass sich Lydde und der Rabe quasi direkt beim ersten Treffen in einander verliebt haben. Das hat mich gestört. Lydde hatte keine Ahnung wer er war und dennoch gestand sie ihm nach wenigen Minuten ihre Liebe. Wo war der Reiz? Die Spannung?
Ich kenne das Buch nicht in Orginalsprache aber auch die Versuchserklärungen von Onkel John zum Thema Zeitreise und Wurmlöcher klangen mir doch irgendwie stümperhaft. Etwas gewollt und nicht gekonnt. Ist es vielleicht einfach nur schlecht übersetzt?
Dann hatte ich immer das Gefühl, die Autorin würde ihre Protagonisten gar nicht richtig kennen. Es war zu unpersönlich, so kam es mir vor. Während man bei K. Moning immer gemerkt hat, dass nicht sie sondern wirklich ihre Figuren die Geschichte erzählten, merkt man bei D. Giardina irgenwie das sie das eben nicht ganz hinbekommen hat.
Lydde wird immer als so eine starke Frau hingestellt und dennoch rennt sie dann heulend davon, anstatt die Stirn zu bieten. Überhaupt kam sie mir sehr häufig wie ein kleines Kind denn einer erwachsenen Frau vor.
Ich habe es leider nicht geschafft mich richtig in die Personen hineinzuversetzen, da sie mir immer zu weit weg erschienen. Ich hoffe das ist einigermaßen verständlich.
Dieses Buch ist in keinster Weise schlecht!!! Das will ich betonen! Und jeder der sich für Zeitreise Romane interessiert sollte es schon lesen. Und ich vergleiche auch nicht Moning oder Gabaldon mit Giardina, auch wenn es jetzt so scheint. Ich bin völlig unvoreingenommen an dieses Buch heran gegangen. Nur mir fehlt halt dieses letzte gewisse Etwas, welches schwer zu erklären ist.
Dennoch bin ich auf den zweiten Teil gespannt!