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Die Gelehrtenrepublik
 
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Die Gelehrtenrepublik [Gebundene Ausgabe]

Arno Schmidt
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 215 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (28. August 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518224107
  • ISBN-13: 978-3518224106
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 12,2 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 658.028 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Arno Schmidt
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

2008, wenige Jahre nach einem Atomkrieg, besucht ein amerikanischer Reporter den sogenannten »Hominidenstreifen « im Westen der USA, wo es unbekannte Mutanten, die infolge der Strahlung entstanden sind, zu entdecken gibt, sowie die auf einer stählernen Insel in den Roßbreiten des Pazifik treibende, fünftausend Wissenschaftler und Künstler aus der ganzen Welt beherbergende, jedoch in eine westlich-amerikanische und östlich-sowjetische Hälfte geteilte Gelehrtenrepublik. Schmidts blitzend anspielungsreiche, utopische Satire aus dem Jahre 1957 kommt als Reisebericht jenes Charles Henry Winer, fiktiven Urgroßneffen des Autors, daher. Im Nachwort stellt Dietmar Dath, Feuilletonredakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und Autor des Briefromanessays Die salzweißen Augen (2005) sowie des Romans Dirac (2006), einen überraschenden und erhellenden Vergleich zwischen Arno Schmidt und Stephen King an, der auch erklärt, warum der Amerikaner es leichter hat, ein großes Publikum zu erreichen, als der deutsche Autor.

Über den Autor

Arno Schmidt wurde am 18. Januar 1914 in Hamburg geboren und starb am 3 Juni 1979 an einem Schlaganfall im Krankenhaus in Celle. Schmidt wuchs in Hamburg auf. Nach dem Tod des Vaters 1928 zog die Mutter mit ihm und seiner älteren Schwester nach Lauban in Schlesien. Schmidt absolvierte das Abitur und arbeitete von 1934 an in der Textilindustrie in Greiffenberg, wo er auch Alice Murawski heiratete. 1940 wurde er zur Artillerie der Wehrmacht eingezogen. Zunächst stand er im Elsass, ab 1942 dann in Norwegen. Im letzten Kriegsjahr meldete er sich an die Front, um einen kurzen Heimaturlaub zu bekommen, in dem er die Flucht seiner Frau nach Westen organisierte. Er kam nach kurzem Kampfeinsatz in Niedersachsen in englische Kriegsgefangenschaft in ein Lager bei Brüssel. Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Arno Schmidt zunächst als Dolmetscher und trat 1949 mit der Erzählung Leviathan erstmals hervor. Nach sechsjährigen Vorarbeiten veröffentlichte Schmidt 1970 sein Hauptwerk Zettels Traum. 1973 erhielt Schmidt den Goethepreis der Stadt Frankfurt am Main. 1981, zwei Jahre vor ihrem Tod, gründete Alice Schmidt mit Jan Philipp Reemtsma die Arno Schmidt Stiftung.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Och ja... 18. März 2008
Format:Broschiert
Hat man das Dogma einschlägiger Bestsellerlisten erst einmal hinter sich gelassen, kommt irgendwann der Moment, wo man sich (oder jemand anderen) fragt, was es denn "sonst noch so" geben könnte, und justament fällt der Name Arno Schmidt - mit dem "wohl"gemeinten Zusatz, dass DER aber SEHR schwer zu lesen bzw. zu verstehen sei. Rekapituliere : nix pour moa). Hastu nich gesehn, hatt ichn Buch von dem inner Hand und habs recht schnell gelesn und auch verstandn : wie ich wohl mein...

Wir schreiben 2008 und A. Schmidt visioniert die verbliebenen Supermächte. Woran im Erscheinungsjahr wahrscheinlich keiner zu glauben gewagt hätte , ist Realität. Deutschland und seine Sprache sind niederlich gegangen (liederlich käme noch in Betracht, der Subkontinent Indien hat sich zu einer der Supermächte entwickelt (China ist ja schon längst eine.) und auch sonst ist der allgemeine Irrsinn auf dem gleichen bekannten Niveau geblieben.

Sooo schwer zu lesen, wie behauptet, war es gar nicht. Nach wenigen Zeilen übersieht man die zynische Boshaftigkeit der Interpunktion, die die Lektüre : ich weiß nicht - vielleicht oder auch nicht - erschweren oder vielleicht auch erleichtern soll (was auch immer : es ist gleichgültig. Die Bilder waren scharf ins Gegenlicht gezeichnet und entwickelten sich von selbst. Der Roman mag vieles sein - eins jedoch nicht ::: langweilig! Herausfordernd ist er allemal.

Auf ein Nächstes...
War diese Rezension für Sie hilfreich?
14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Arno Schmidt, der sonst als etwas schwierig zu lesender Autor gebrandmarkt ist, zeigt in diesem Buch, in einem Stil, der zum Verschlingen des Buches verführt, die kuriosen Auswüchse der Teilung der Welt in zwei große Blöcke. Dabei ist alles doch gar nicht so unwahrscheinlich gewesen. Hätte es die politische Wende Anfang der 90'er nicht gegeben wäre es mit grosser Wahrscheinlichkeit tatsächlich soweit gekommen. Arno Schmidt zeigt dabei die Verwirrungen der Zweiteilung der Welt anhand einer schwimmenden Insel. Diese Insel ist dafür bestimmt das kulturelle Erbe der Menschheit vor einem erneuten atomaren Krieg zu schützen. Der Roman ist mit viel Humor und mit Hang zum Detail geschrieben worden. Man wähnt sich während des Lesens gar auf der Insel und wird ganz und gar in die Geschichte gezogen. Leser mit blühender Phantasie werden die Insel mit ihren riesigen Bibliotheken und ihrem absurden Alltag zwischen Ost und West schon bald in allen Farben vor ihrem geistigen Auge sehen. Viel Spaß beim Lesen. Es lohnt sich wirklich.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Polemos
Format:Broschiert
Die Geschichte selbst ist weder neu noch besonders ausgefallen, ich würde sie eine satirische Analogie (oder allegorische Satire?) nennen. Doch die Sprache ... ein Genuß. Schön ist sie nicht. Ihr dekonstruktives Element verwirrt am Anfang: diese Auslassungen, diese Parenthesen, diese Satzzeichen - ungewohnt. Jedoch nach einer anfänglichen Befremdungsphase (die auch beim zweiten Lesen noch auftritt) wird sie konstruktiv, ja ich erkenne (und befürchte!) sogar Transferhandlungen meinerseits. ---- [besonders schön für Gedankenpause] Die galligen Bemerkungen des 'Übersetzers' spielen mit den Elementen des 'Verfassers' und ergänzen sie prächtig (nicht zu vergessen: Schmidt, der Deutschland-Kritikaster, als sein eigener 'Corrector & Proleptor'). Könnte ich doch die ganzen - gebrochenen - rhetorischen Figuren aufzählen und behalten, lieber noch: die Neologismen. Die dialektisch-umgangssprachlichen wie Náddu, die onomatopoetischen wie knisterdieknack und erst die wirklich neuen: kaugummite. Das ist alles so schön, da kommt es mir vor Freude hoch. Ein bißchen - und ja, das ist gewagt - erinnert es mich an Byron; zumindest in der Diktion, nicht in den Wörtern.

Leidvoll: Man kann wenig darüber sprechen. Ich hatte den 'Roman' mit mir & las ihn in Anwesenheit Dritter. Gewohnte Reaktion: Was'n das?! Was'n Scheiß!. Mein Entzücken, meine glänzenden Äuglein ob dieses Sprachabenteuers wurden mit Unverständnis quittiert. Nun gut: Gutes ist selten/Seltenes teuer/Teures unverstanden. Oder ähnlich.

Ich könnte noch Stunden in der Nach- und Nabelschau verharren. Aber das soll reichen. Danke. Vielmals.

Wie geht's weiter? Mehr Leser, ja: Ich wünsche mehr Leser für das Buch!
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