Aus der Amazon.de-Redaktion
Terence Stamp (The Limey) spielt den bösartigen Geist eines Butlers und schafft eine passende bedrohliche Atmosphäre, wenn er sich hier und dort materialisiert. Marsha Thomason (Ritter Jamal Eine schwarze Komödie) ist bezaubernd als Immobilienmaklerin, die angeheuert wird, um ein verfluchtes Herrenhaus zu verkaufen. Aber in Wirklichkeit glaubt der gruselige Besitzer des Hauses, dass sie die Reinkarnation seiner verlorenen Liebe ist. Wallace Shawn (My Dinner with André) und Dina Waters (Six Feet Under Gestorben wird immer) bilden ein recht komisches Duo als seltsames Ehepaar, das sich dort herumtreibt. Auch Jennifer Tilly (Bound Gefesselt) glänzt dementsprechend als grüner abgeschlagener Kopf in einer Kristallkugel.
Zudem werden in dem Film endlos Klischees präsentiert, hin und wieder blitzt ein wenig Humor auf, und Eddie Murphy spielt auch mit. Falls Sie nach einem Film suchen, der auf einer Attraktion aus Disneyland basiert, wählen Sie besser den schlau gemachten Fluch der Karibik. --Bret Fetzer
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Das Bild schwächelt ein wenig in der Schärfefrage, der Ton ist wunderbar. Die Extras befassen sich - wie auch die Kommentarspuren - etwas zu sehr mit den Special-Effects und leider enthält man uns den Kino-Trailer vor.Die Geschichte ist wahrlich nicht neu. Flüche, dunkle Häuser und die unbedarfte Familie, die sich dem ausgesetzt sieht. Immerhin ist der Humor sehr detailvoll und spart nicht mit witzigen Anspielungen und Seitenhieben auf das Genre des Horrorfilmes. Hochkarätig besetzte Nebenrollen sorgen für Wiedersehensfreude und ein hohes Acting-Niveau. So begegnet man etwa Wallace Shawn ("Mein Essen mit André", Woody-Allen-Filme), Terence Stamp oder Jennifer Tilly. Etwas nervend, zotig synchronisiert, wenn man aber in Stimmung ist:unterhaltsam.MO
Bild: Das Bild wirkt plastisch und stabil, hadert aber etwas mit der Schärfe. Die Konturen sind nicht völlig klar gezeichnet und weisen oft merkliche Schatten auf (00.04.19, Murphys Gesicht). Der hohe Kontrast lässt dunkle Szenen immer sehr tief wirken, Kamerabewegungen bleiben in der Bildwiedergabe sehr stabil - auch in dunklen Szenen - (00.47.17, Fahrt im Garten). Das Rauschen hält sich recht gut zurück (00.25.15, beige Tapete) und so kommt es doch noch zu einem Gesamt-Gut.
Ton: Der Sound ist in seiner Anlage sehr gut durchdacht und liefert eine effektive Unterstützung der Optik. Mark Mancinas Musik kommt auch in ihren choralen Elementen klar und durchsichtig zur Geltung und ist immer sauber von den Effekten getrennt (00.35.50). Die Ambienz ist gespenstisch belebt und es zischt und pfeift an allen Ecken und Enden des Klangraumes (00.03.19, Wind). Lebendig und kraftvoll. --movieman.de
VideoMarkt
Video.de
Blickpunkt: Film
Aufgrund des von Disney traditionell für seine großen Family-Entertainment-Filme des Jahres gewählten Starttermins muss das Murphy-Vehikel in den USA mit Will Ferrells populärer Weihnachtskomödie 'Buddy - Der Weihnachtself' konkurrieren, mit der es den Drehbuchautoren David Berenbaum gemeinsam hat. Anders als bei 'Fluch der Karibik', bei dem das Vorbild lediglich als Sprungbrett für schwungvolle Piratenabenteuer dient, bildet die zitierte Geisterbahnattraktion in Disneyland das Herzstück der Komödie. Murphy wird als der etwas schleimige Makler Jim Evers eingeführt, der für seinen Job lebt und in seinem Eifer sogar das Hochzeitsjubiläum mit seiner attraktiven Frau und Kollegin Sara (Marsha Thomason aus 'Ritter Jamal') hintan stellt. Als Sara einen Anruf erhält, eine riesige Villa zu verkaufen, ist Jim auch sofort Feuer und Flamme, einen Umweg beim geplanten Familienausflug einzulegen. So landen die Evers gemeinsam mit ihren Kindern Megan und Michael in der stattlichen Südstaaten-Villa von Master Gracey (Nathaniel Parker), der offensichtlich besonderes Interesse an Sara hat. Sobald sich die knarrende Tür öffnet und der verknöcherte Butler Ramsley ('Limey' Terrence Stamp) sie herablassend begrüßt, wird die Bühne frei gegeben für eine Flut von spektakulären CGI-Spukeffekten, die mit der optischen Opulenz des Oscar ausgezeichneten Setdesigners John Myhre ('Chicago') wetteifern. Ein weiterer Augenschmaus sind die Kostüme von Mona May, besonders die aus der Rückblendensequenz. Denn tatsächlich sind Master Gracey sowie sämtliche Hausbewohner Geister, die durch ein tragisches Ereignis in der Vergangenheit an die Villa gebunden sind.
Regisseur Robert Minkoff ('Stuart Little 1&2') fährt bei seiner turbulenten Inszenierung fliegende Musikinstrumente, mörderische Zombies, Spinnenattacken und verstörende Spiegelreflektionen auf, um dem verwunschenen Haus mit privatem Friedhof und gespenstischer Grabesgruft sein entsprechendes Ambiente zu verleihen. Besonders in Erinnerung bleibt Jennifer Tilly als die Wahrsagerin Madame Leota, die als sprechender Kopf in einer Kristallkugel ihre Weisheiten unters ungläubige Volk bringt. Was bei all der visuellen Vehemenz letztlich ein wenig kurz kommt, sind zündende Gags, da Murphy zwar sein patentiertes Riesengrinsen aufsetzt, aber kaum gute Pointen erhält. Allerdings konnte er bislang jedoch fast immer mit Familienunterhaltung punkten. Der Trend dürfte sich auch mit der kurzweiligen und bei 81 Minuten Lauflänge auffallend kurzen Geisterkomödie mit der obligatorisch lehrreichen Botschaft vom Wert wahren Familienzusammenhalts fortsetzen. ara.