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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Genial, unheimlich und nahezu perfekt!,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Geisterseher (Audio CD)
Die Vertonung dieses frühen Romans von Kai Meyer ist für mich eines der Highlights der vergangenen Hörspiel-Produktionsjahre.Tolle Sprecher, darunter die immer nahezu genialen Interpretationen von Marius Clarén, Andreas Fröhlich, Gerlach Fiedler und Hasso Zorn, erzeugen zusammen mit der sehr guten Musik- und Geräuschuntermalung ein Schauererlebnis der besonderen Art. Soghafte Spannung, eine unglaublich detailverliebte Inszenierung und sowohl fiktionale als auch tatsächliche Details aus der deutschen Literaturgeschichte lassen die 280 Minuten Laufzeit in Kurzweil vergehen. Was da aus dem Verlage Zaubermond kommt, sucht tatsächlich seinesgleichen in der aktuellen Hörspiellandschaft. Für mich, einen eher kritischen Hörer, das momentan beste vertonte Buch auf dem Markt (November 2008)! Einfach super und eine echte Empfehlung für die dunkle Jahreszeit! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Die Geisterseher,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Geisterseher (Audio CD)
Erster Eindruck: Akkustischer HochgenussJakob und Wilhelm Grimm sind zu Besuch bei ihrem großen Vorbild, dem Dichterfürsten Schiller, der sterbenskrank ist. Auch die überbrachte Medizin zeigt keine Wirkung, doch sein Tod löst eine Kette von Ereignissen aus, die die Gebrüder Grimm kaum überblicken können. Welche Rolle spielen Goethe und E.T.A. Hoffmann in diesem Komplott? Nach zahlreichen Umsetzungen von Romanen des Autors Kai Meyer hat sich nun auch der Zaubermond-Verlag mit Regisseur Marco Göllner an ein Werk des beliebten Fantasy-Erzählers gemacht. Die beachtliche Laufzeit von weit über 4 1/2 Stunden ist mit einer Geschichte gefüllt, die gleich mehrere bekannte Personen in sich vereint. Hauptpersonen sind niemand andere als die Gebrüder Grimm, doch auch andere historische Persönlichkeiten hat Meyer in sein Werk eingebracht. Und dieses ist äußerst temporeich: Von einer Szenerie in die andere werden die beiden Hauptcharaktere geworfen, treffen auf finstere und undurchschaubare Personen, sind immer wieder höchster Gefahr ausgesetzt - genügend Stoff, dass keine Minute Langeweile aufkommt. Dabei ist der Tenor extrem düster, die schockierenden Szenen heftig umgesetzt. Meyer schafft es immer wieder, neue Höhepunkte in der Geschichte zu setzen und sie stetig an Spannung zunehmen zu lassen. Das Intrigenspiel ist für den Hörer undurchsichtig, oft werden falsche Fährten gelegt, und auch das Ende kommt völlig überraschend. Der Ton der Figuren ist dem beginnenden 19. Jahrhundert angepasst, besonders Hauptfigur Wilhelm Grimm wirkt romantisch und hat eine recht blumige Ausdrucksweise. Die Einflechtung von realen Persönlichkeiten übt einen ebenso großen Reiz auf den Hörer aus wie die tempogeladene Geschichte, die eine Mischung vieler Genres ist. Zaubermond hat mit "Die Geisterseher" sein Meisterstück abgeliefert und sich nun endgültig in der Reihe der absoluten Top-Labels platziert. Meine Hochachtung vor diesem grandiosen Werk! Bei einer so umfangreichen Geschichte und Laufzeit sind dementsprechend viele Sprecher verpflichtet worden, wie nicht anders zu erwarten allesamt von höchstem Niveau. Als alter Wilhelm Grimm, der als Erzähler der Geschichte fungiert, ist Hasso Zorn zu hören, der wunderbar zu der romantischen und bildreichen Sprache passt, mit den Wörtern spielt und so sehr dynamisch wirken lässt. Als sein jüngeres Gegenstück ist Marius Clarén zu hören, der die vielen Emotionen seines Charakters lebendig und glaubhaft darstellt. Markus Pfeiffer spricht Jakob Grimm ebenso überzeugend, bleibt im Ton aber etwas sachlicher, was in der Charakterisierung seiner Rolle begründet ist. Matthias Habicht spricht Johann Wolfgang von Goethe mit prägnanter Aussprache und intensivem Audruck. Andreas Fröhlich kann sich als E.T.A. Hoffmann wieder einmal von seinem bisweilen lockeren Image lösen und verkörpert auch diese zwiespältige Rolle mit Leidenschaft. Celine Fontanges spricht Anna von Brockdorf und kann ihre sanfte Stimme mit unglaublich vielen Stimmfärbungen ausschmücken. Diese Liste ließe sich noch weiter fortführen, für jeden ließen sich nur lobende Worte finden, beispielsweise für Sven Plate, Brigitte Grothum, Elga Schütz, Andreas Mannkopff oder Gabriele Leidloff. Auch musikalisch spielt "Der Geisterseher" in der obersten Liga der Hörspiele mit. Der düstere Ton der Geschichte wurde wunderbar auf die Klangebene gebracht, passt sich den einzelnen Szenen perfekt an und verleiht dem Hörspiel sein ganz eigenes Gewand. Nicht nur während der gelungenen Szenenübergängen, sondern teilweise auch während der Dialoge, sorgt die dynamische Musik für zusätzliche Spannung. Auch die Geräusche sind punktgenau eingefügt und vermitteln zusätzliche Atmosphäre. Ganze sechs CDs umfasst "Der Geisterseher", und dafür wurde eine wunderschöne Aufmachung gefunden. Die Titelillustration zeigt die beiden Protagonisten in einer nächtlichen Stadt. Durch das Spiel von Licht und Schatten wird das eigentlich eher schlichte Cover zu einem Blickfang, das man lange betrachten kann. Das hochwertige Digipack besticht ebenfalls durch eine schöne Aufmachung und enthält zusätzlich ein Booklet mit Informationen zu den meisten Sprechern, dem Produzententeam und ein kleines Vorwort von Kai Meyer. Fazit: Geheimnisvoll, düster und vielseitig, tempogeladen und reich an Spannung, mit wunderbarer Atmosphäre und fantastschen Sprechern - "Der Geisterseher" ist eines der besten Hörspiele der letzten Zeit! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein historischer, leicht unheimlicher Krimi voll interessanter Ideen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Geisterseher (Audio CD)
Historische Krimis gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, ein ganzes Genre hat sich daraus entwickelt. Doch bedeutet "historisch" hier meist, dass die Geschichte anno Schnee spielt, mehr aber auch nicht.Kai Meyer hat mit Die Geisterseher dagegen eine ganz besondere Art des historischen Krimis erschaffen. Denn hier sind die Hauptakteure keine normalen Leute, sondern die Brüder Grimm. Die uns durch ihre Märchen bekannten Brüder besuchen ihr Vorbild Goethe in Weimar und statten auch dem kranken Schiller einen Besuch ab. Er übergibt ihnen ein geheimnisvolles Manuskript, das man ihnen auf dem Rückweg stiehlt. Auf der Suche nach dem Täter geraten die Brüder bald in ein ungeahnt großes Komplott aus Lügen, Intrigen, Geheimnissen und unangenehmen Wahrheiten. Das Besondere ist, dass Kai Meyer als Charaktere hauptsächlich bekannte, historische Personen gewählt hat. So trifft man neben den Brüdern Grimm, Goethe und Schiller u.a. auch auf E.T.A.Hoffmann. Heute sind viele von ihnen hoch angesehen. Umso gewagter, ihnen dann kriminelle oder okkulte Taten "anzudichten". Doch macht genau das einen wesentlichen Reiz der Geschichte aus. Da ich verschiedene Personen gar nicht kannte, habe ich im Internet dann mal nach ihnen recherchiert und festgestellt, dass Kai Meyer sich bei den Charakteren, ihren Lebensumständen und ihrem Lebenslauf zum größten Teil an überlieferte, belegte Tatsachen gehalten hat. Es ist schon sehr genial, um diese Fakten herum einen schaurigen Krimi zu spinnen. Nun kennt man Kai Meyer heute als Fantasy-Autoren, doch mit Fantasy haben Die Geisterseher nichts zu tun. Hier geht es -der Untertitel: ein unheimliches Hörspiel [...] verrät es- viel eher gruselig zu. Da gibt es einige Szenen, die dieses Prädikat verdienen. Leider für meinen Geschmack aber auch ein paar zu wenig. Bitte nicht falsch verstehen, ich brauche nicht alle zehn Minuten einen ausgeweideten Leichnam um mich unterhalten zu fühlen, aber die Passagen zwischen den unheimlichen Szenen sind schon recht lang und da büßt die Geschichte in Sachen Grusel doch einiges ein. Gewöhnungsbedürftig ist auch der "Erzähler", bei dem es sich um den gealterten Wilhelm Grimm handelt, der diese Geschichte berichtet. Nun bin ich noch nie ein Freund altertümlicher Sprache und Ausdrucksweise gewesen, aber ich verstehe, dass dies wichtig ist um solch einer Geschichte Authentizität zu verleihen. In den Dialogen geht das auch völlig in Ordnung, Dialoge sind schließlich im Allgemeinen sehr lebendig, doch Wilhelms Erzählpassagen sind schon recht lang und kommen häufig vor, da wird es dann anstrengend und vor allem bremst es die Handlung auch manches Mal einfach aus. Insgesamt 28 Sprecher wirken bei diesem Hörspiel mit und jeder einzelne Name lässt einem Hörspiel-Fan das Herz im Leibe hüpfen. Um nur einige zu nennen: Andreas Fröhlich, Hasso Zorn, Gerlach Fiedler, Konrad Halver, Marius Claren, Celine Fontanges und Brigitte Grothum. Wie bei dieser Besetzung nicht anders zu erwarten findet man hier nicht den kleinsten Aussetzer. Ich denke, es war die richtige Entscheidung, eine solch prominente Riege für die Geisterseher auszuwählen. Alles andere wäre dieser Geschichte nicht gerecht geworden. Bei der Inszenierung hat man ebenso viel Sorgfalt walten lassen, es gibt kaum eine Szene ohne Untermalung. Diese kommt meist düster und bedrückend aus den Lautsprechern, passend zu den Ereignissen in der Geschichte. An manchen Stellen, an denen die Brüder Grimm z.B. eine große Überraschung erleben oder an denen sie Zeuge schauerlicher Ereignisse oder Taten werden, hätte die Musik für mich aber doch ein wenig bombastischer daher kommen dürfen. Ich denke nicht, dass das der Atmosphäre geschadet hätte. An der Geräuschkulisse gibt es dagegen rein gar nichts auszusetzen. "6 CDs", das springt einen vom Cover aus förmlich an. Hätte dieser Hinweis nicht nachher auf der Folie völlig ausgereicht? Das Cover ist so schön, ich finde es ehrlich bedauerlich, dass darin dieser leuchtend rote Punkt prangt. Einmal mit dem Ausklappen des Digipacks angefangen, fragt man sich schon bald, wie viele "Seiten" es denn noch gibt. Hat man es komplett entfaltet, sitzt man tatsächlich mit weit ausgebreiteten Armen da, der Wahnsinn! Aber gut, sechs CDs wollen eben untergebracht werden. Wobei ich ja der Meinung bin, ein Hörspiel von 280 Minuten hätten sich auch leicht auf vier CDs bannen lassen. Im Booklet sind 21 der Sprecher namentlich, mit kurzer Beschreibung ihrer Arbeit und teilweise auch mit Foto aufgeführt. Da macht es Spaß, darin zu blättern. Fazit: Kai Meyer hat mit Die Geisterseher eine interessante und fantasievolle Geschichte erdacht, die Zaubermond Audio ausgezeichnet als Hörspiel umgesetzt hat. Spannend, düster, besetzt mit erstklassigen Sprechern, dazu eine gelungene Inszenierung, Zaubermond Audio versteht eindeutig sein Handwerk. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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