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Leider aber hat diese Geschichte trotz aller Lobeshymnen auch einige Kleinigkeiten die mich etwas störten. So zum Beispiel wird sehr viel Zeit für die Misuage (Entjungferung in der Tradition der Geishas) aufgewendet und es erscheint der Eindruck als hätten damals (im realen Japan) alle jungen Geishas das selbe Schicksal ertragen müssen, was nicht stimmt. Auch huscht Herr Golden durch die Kriegsjahre als währen es ein paar Wochen gewesen. In diesem Kapitel hätte er etwas mehr verweilen können, denn hier gerät der Autor stellenweise sogar ins stottern. Auch kam es mir so vor als wolle er die Geschichte endlich zu Ende bringen. So wirkt das letzte Drittel des Buches im Vergleich zum Anfang, an Detailtreue zu verlieren. Es könnte aber auch daran liegen, dass ich mir kein Ende dieses Romans gewünscht hatte weil ich als Sayuri ewig leben wollte.
Als ich die letzten Zeilen gelesen hatte erwachte ich wie aus einem Traum aus welchem ich eigentlich gar nicht erwachen wollte und wischte mir die Tränen aus dem Gesicht.
Alles in allem ist „Die Geisha“ eine grossartige, unglaublich gut geschriebene Story und es fällt mir schwer zu glauben, dass das Herr Goldens Erstlingswerk sein soll.
Da ich nicht mehr als 5 Sterne geben kann, rechnen Sie diese einfach mal 2, dann kommen Sie auf meine Bewertung.
Geishas sind Künstlerinnen geschult in Tanz, Gesang, Instrumente spielen, Teezeremonie und ausgebildet, um Männer zu unterhalten. Chiyo wird in der Okiya durch die eifersüchtige und neidische Geisha Hatsumomo das Leben schwer gemacht und sie versucht zu fliehen. Die Flucht scheitert und es scheint, als ob Chiyo fortan ein Leben als Dienerin beschert wäre, um die hohen Schulden abzuarbeiten, die sie sich eingehandelt hat.
Die Geisha Mameha, (auch ein Opfer von Hatsumomos Intrigen) nimmt Chiyo als jüngere Schwester an, was Chiyo erlaubt wieder die Geishaschule zu besuchen. Mameha wettet mit der Mutter der Okiya, in der Chiyo lebt, dass Chiyo bis zu ihrem 20. Lebensjahr mehr Geld verdient als Hatsumomo.
Ein langer und schwerer Weg mit Hindernissen steht Chiyo bevor, die später den Namen Sayuri annehmen wird und sehr erfolgreich wird.
Der Krieg führt dazu, dass die Teehäuser geschlossen werden, Sayuri muss arbeiten gehen und die Kriegsjahre gehen nicht spurlos an ihr vorbei.
All die Jahre pflegt sie eine Freundschaft zu Nobu, mit dem sie schicksalhaft verbunden zu sein scheint, und der ihr oft hilft. Sie träumt aber nur von dem „Direktor“ der Firma, für die auch Nobu tätig ist. Der Direktor beachtet sie jedoch nicht.
Sayuri wird ihr Glück machen. Mehr wird nicht verraten.
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