Otto von Corvin veröffentlichte die Erstausgabe im Jahre 1845. Es war ein mutiger Schritt, denn er handelte sich damit neben Beifall auch jede Menge Anfeindungen seiner Zeitgenossen ein.
Zu Beginn des Buches erläutert von Corvin, wie es von dem Leben des Jesus über die Anfänge der Kirche in Rom, bis zu deren schlimmsten Entgleisungen im Mittelalter kommen konnte. Er erläutet logisch und faktisch schlüssig, dass die katholische Kirche sich zu unrecht als Nachfolger Christi bzw. als Stellvertreter Gottes auf Erden betrachtet und wie sie ihre Machtstellung schrittweise ausbaut, verfestigt und monetär ausnutzt.
Das Buch ist trotz seines Alters, leicht und flüssig zu lesen. Von Corvin bleibt mit feinem Witz und Ironie so fest auf dem Boden der historisch belegbaren Tatsachen, dass ihm die damalige Zensur, keines seiner Argumente streichen konnte.
Und dass es 150 Jahre nach Erscheinen dieses Buches die Kirche immer noch gibt, zeugt sowohl von deren Macht als auch von der Dummheit der Menschen, die sich von dieser Kirche immer noch an der Nase herumführen lassen.