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Die Gehilfin
 
 
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Die Gehilfin [Taschenbuch]

Martin Kluger
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 432 Seiten
  • Verlag: Diana Taschenbuch (1. Januar 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453811224
  • ISBN-13: 978-3453811225
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (10 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 93.513 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Martin Kluger
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein selten dichtes, aufregendes und gedankentreibendes Buch.« (Die Zeit. Literaturbeilage )

»Martin Kluger verquickt Mädchenschicksal und Medizingeschichte. Und erzählt so lebendig, so vergnüglich, rührend und erschreckend, dass diese fiktive Lebens- und Liebesgeschichte ein einziges großes Lesevergnügen ist.« (Brigitte )

»Bis an den Rand der Tränen treibt Martin Kluger mit seinem neuen Roman ›Die Gehilfin‹ den nicht gänzlich gefühllosen Leser.« (Die Zeit. Literaturbeilage )

Kurzbeschreibung

Medizingeschichte, lebendig und anrührend erzählt

Berlin in den Jahren der Gründerzeit: Die kleine Henrietta verlebt ihre Kindheit in der Charité, wo der Vater als Krankenwärter arbeitet. Dort begegnet sie den ambitionierten Forschern Rudolf Virchow und Robert Koch, die sich rührend um die Halbwaise kümmern. Als Erwachsene hegt Henrietta den inständigen Wunsch, Medizin zu studieren, doch plötzlich sind ihr alle Türen verschlossen …


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
22 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
über eine grauenvolle Zeit - grauenvoll für die Frauen und für die Menschheit.

Henrietta Mahlow, deren Mutter bei ihrer Geburt starb und deren Vater sich dem Alkohol hingibt, wird zum Maskottchen der großen Forscher an der Charité. Sie hat einen stets wachen Geist und den ganz festen Willen etwas zu erreichen. Vom Maskottchen wird sie zum Faktotum. Sie ist klug, geschickt und immer zur Stelle. Daß sie sich so sehr für die Medizin und die Forschung interessiert ist dabei von Nutzen, wird aber von den "richtigen" Forschern, den Männern belächelt und amüsiert sie. Auch als sie ihr Vorhaben kundtut, Medizin studieren zu wollen, finden das alle mehr oder weniger "drollig". Zu dieser Zeit studieren Frauen nicht, und schon gar nicht Medizin. Sie legt sich einen männlichen Decknamen zu und nimmt verkleidet an Vorlesungen teil. Als der Schwindel auffliegt, lassen Sie nicht nur die bloßgestellten Forscher fallen wie eine heiße Kartoffel. Sie ist zu weit gegangen und alle, die sie bisher wegen ihres Mutes und ihrer Kraft geschätzt und unterstützt haben, entziehen ihre alles - sie stürzt ins Bodenlose.

An sich schon eine tolle Materie für einen Roman, der mich nicht nur sehr fasziniert hat, sondern auch sehr betroffen gemacht hat. Wieviel mußten Frauen vor uns leisten, damit wir in dieser offenen Gesellschaft leben können. Wieviel Intelligenz und Wissensdurst wurden verleugnet, nur weil sie von Frauen kamen. Wieviele Menschen mußten sterben ...

Aber Martin Kluger erzählt nicht nur diese höchst interessante und fesselnde Geschichte, sondern trägt sie in einer malerischen, poetischen Sprache vor, die fast benommen macht. In diesem Buch kann man untertauchen!!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Eine echte "starke" Frau 22. April 2008
Format:Taschenbuch
Starke Frauen scheinen bei den Historischen Romanen zwar angesagt. Doch viele Bücher, die mit entsprechendem Klappentext werben, bieten am Ende doch nur die Heldin, die auf der Suche nach dem weißen Schimmelreiter ist und - auch wenn sie diverse Gefahren nicht zuletzt dankeigener Initiative überwunden hat - an seine Brust sinkt.
Henrietta ist anders. Sie ist die geborene Wissenschafterin, die ihren Weg geht - in einer "Hoch-Zeit" für die Medizin, nicht aber einer "Hoch-Zeit" der Frauengeschichte. Denn ihr naturwissenschaftliches Interesse stößt bei den meisten auf kein Verständnis.
Was ich am gelungensten fand: die Art und Weise wie Henrietta als Kind beschrieben wird. Nie kommen da übliche Plattitüden zur Sprache - immer bleibt ein sehr individueller, sperriger, eigenwilliger Mensch im Blick.
Gegen Ende hin verlor das Buch für mich ein wenig an Spannkraft. Dennoch ist es nicht nur für naturwissenschafltich interessierte LeserInnen hochinteressant!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von €nigma
Format:Taschenbuch
Ein "Die ...in"- Titel und eine als Mann verkleidete Frau, da denkt man gleich an einen seichten Historienroman voller Klischees. Weit gefehlt!
Es handelt sich bei "Die Gehilfin" um einen ausgesprochen anspruchsvollen Roman, der sowohl ein besonders faszinierendes Kapitel Medizingeschichte (die bahnbrechenden Entdeckungen und Errungenschaften im letzten Viertel des 19. Jahrhunderts bis nach dem Ende des Ersten Weltkrieges) beleuchtet als auch das Bild einer "verknöcherten" Gesellschaft zeichnet, in der besonders helle Köpfe aufgrund des falschen Geschlechts und der falschen Herkunft scheitern müssen. Die Hauptfigur Henriette Mahlow ist fiktiv, ihre Erlebnisse an der Charité sind jedoch faktengetreu: sie begegnet Rudolf Virchow, dem Begründer der Zellularpathologie, Robert Koch, dem Begründer der Bakteriologie sowie Paul Ehrlich, den man mit der Entwicklung der Serumtherapie und Chemotherapie assoziiert und Emil (von) Behring, dem die Welt das Diphterie- und Tetanus-Antitoxin verdankt. Bis auf Rudolf Virchow erhielten alle diese Herren den Nobelpreis.
Das Schicksal der begabten und an medizinischer Forschung höchst interessierten Henriette, der immer nur der Status einer "Gehilfin" zugestanden wird, ist sehr bedrückend. Erst im beginnenden 20 Jahrhundert, als es für Henriette zu spät ist, zeichnet sich für die Frauen ein gesellschaftlicher Wandel zum Besseren ab, Henriettes Tochter Anna kann Medizin studieren und das erreichen, was ihrer Mutter verwehrt blieb.

Die Thematik dieses sowohl medizinhistorischen als auch feministischen Romans ist äußerst fesselnd, leider pflegt der Autor jedoch einen höchst eigenwilligen Erzählstil, der die Lektüre extrem mühsam macht. Er macht Gedankensprünge, denen man kaum folgen kann, verliert sich in Abschweifungen, wo man den chronologischen Fortgang erhofft und veranstaltet Zeitsprünge, die nur eine ungefähre Orientierung erlauben, wenn man die glücklicherweise vorhandene Chronik im Anhang nutzt. Anhand der dort aufgeführten Entdeckungen kann der Leser ungefähr den Verlauf der Zeit zwischen den Kapiteln abschätzen.

Ich habe nicht die oben angegebene Ausgabe gelesen, sondern eine Ausgabe, die im Rahmen einer zwölfbändigen Reihe "Erzählte Wissenschaft" von der ZEIT herausgegeben wurde. Diese Ausgabe (ISBN 978-3-938899-53-3)enthält im Anhang neben der Chronik auch noch ein ausführliches Nachwort "Roman und Realität" der ZEIT-Autorin Claudia Wüstenhagen.

Fazit

Mit der Bewertung tue ich mich sehr schwer: Vom Inhaltlichen und der vermittelten Atmosphäre würde ich dem Buch 4,5 Sterne geben (es hätten für mich noch mehr medizinische Details sein dürfen), vom Sprachstil kann ich nur 1 Stern geben.
Man sollte schon ein ausgeprägtes medizinhistorisches Interesse mitbringen, um sich durch den sprachlichen Dschungel dieses Romans zu kämpfen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Die neuesten Kundenrezensionen
Potential verschenkt.
Auf den Inhalt dieses Romans muss ich angesichts der bereits vorhandenen und sehr ausführlichen Rezensionen nicht mehr eingehen. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Stunden von Kobisteinchen veröffentlicht
Schwer zu lesen!
Eine interessante Geschichte, aber wirr geschrieben. Da mach das Lesen keinen Spass! Ich habe noch nie den Kauf eines Buches so bedauert! Lesen Sie weiter...
Vor 16 Monaten von Cornelia Hahn veröffentlicht
Sprachgewaltig!
Von der ersten Seite an packend, in einer Sprachgewalt, die einen atemlos hinterherlesen läßt, das Buch darf nicht aus der Hand gelegt werden bis zum Ende des Kapitels! Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Juli 2009 von Ausgewanderte
Interessante Geschichte im Stolperstil
Berlin Ende des 19.Jahrhunderts: Henriette, deren Vater Krankenwärter in
der Charite ist, verbringt ihre Kindheit im Krankenhaus und kommt dort unter anderem mit den... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. Mai 2008 von hyperventilea
Ich habe nach den ersten 50 Seiten aufgegeben, weil
das Buch in einer Sprache geschrieben ist, die schon auf den ersten Seiten Langeweile aufkommen lässt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. März 2008 von Lisa Lesewahn
zum "Mitleiden" phantastisch
Schon allein die Sprach zog mich in das Buch hinein, wie es selten gelingt. Man "schwelgt" auf dieser Sprache durch eine böse, bunte, hoffende, verrückte, arme und... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 17. März 2007 von Minor
Sie läßt einen nicht mehr los
Was für ein Buch! Berlin vor hundert Jahren, in der Charité wird Medizingeschichte geschrieben, die Altmeister versammeln sich, Virchow, Koch, Behring, Ehrlich. Lesen Sie weiter...
Am 1. April 2006 veröffentlicht
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