Das Buch ist eine einzige Enttäuschung. Das fängt damit an, dass das Buch eher ein Büchlein ist, ein dünnes Blättchen und dazu noch mit sehr großen Schriftsatz daher kommt. Das erinnert mich an die frühe Schulzeit, in der man sich bei Aufsätzen die Seitenmenge gerne durch die große Schriftgröße ermogelt hat.
Der Schreibstil ist sehr uneinheitlich - mal wird eine Fabel erzählt (das war der beste Part), dann wird unvermittelt auf sachlich umgeschaltet und dazwischen immer wieder Eigenwerbung gemacht. Der Autor widmet einen beachtlichen Teil des Buches seiner eigenen Person und seinen Fähigkeiten. Das macht mich wütend, denn ich zahle doch nicht diesen gesalzenen Preis für seine Eigenwerbung! Ich kann nur schätzen, doch der Werbeanteil könnte um die 20% des Inhalts ausmachen. Mir kam es jedoch überproportional präsent vor.
Inhaltlich kann das Buch nicht sein versprechen, den Entscheidern das Thema näher zu bringen, einhalten. Hier wird der SEM-unerfahrene Entscheider mit einer Mischung aus oberflächlichen Betrachtungen und verwirrenden Tipps konfrontiert. Wie kann man nur einem Leien dazu raten die SEM-Arbeit selber in die Hand zu nehmen und die professionellen Dienstleister, die sich ganzheitlich damit befassen, zu bevormunden? Das geht entschieden zu weit und kann großen Schaden verursachen.
Ein Tipp ist mir besonders im Gedächtnis hängen geblieben. Man könnte die Unterpages seiner Website auf eigenen Domänen hosten, damit Google diese als quasi Lesezeichen nutzt. Das ist eindeutig falsch und schädlich. Wer das umsetzt, wird seine Webpage im Nirvana versenken. Das ist bisher das schlechteste Buch zu diesem Thema, das ich gelesen hatte. Und ich kenne eine ganze Menge SEO-Literatur.