Handlung:
Kaum haben die Zwillinge Sophie und Josh ihre Sommerjobs in San Francisco begonnen, werden sie schon in ein Abentheuer von mythischem Ausmaß hinein gezogen. Der bisherige Arbeitgeber von Josh, Nick Fleming, entpuppt sich als der berühmte und unsterbliche Alchimist Nicolas Flamel, der der Hüter eines uralten und mächtigen Buches ist. Jedoch wird dieses Buch von seinem finsteren Gegenspieler Dr. John Dee gestohlen, der es für seine geheimnisvollen Auftraggeber beschaffen soll. Notgedrungen flüchten die Zwillinge mit Falmel und finden heraus, dass sie selbst Teil einer uralten Prophezeiung sind, die nichts gutes für ihre Zukunft voraussagt ...
Rezesion:
Ja, dieses Buch sticht tatsächlich ins Auge und der Klappentext fasziniert von Anfang an. Die Geschichte selbst ist spannend und mitreißend zugleich. Scott schafft es mühelos die vielen Wesen und Sagengestallten in die heutige Zeit zu integrieren.
Die Figuren sind gut recherchiert, auch wenn sich manch einem, der sich schon ein wenig mit aniker Mythologie beschäftigt hat, bei diesem bunten Mix die Fußnägel hochrollen (wie mir zum Beispiel!).
Scott bedient sich beim Großteil seines Personals bei bekannten Sagen, Mythen und vor allem gänigen Klischees. Wie sagte Walter Mörs so schön: Bei einen Schriftsteller abzuschreiben ist diebstahl, bei vielen abzuschrieben ist Recherche! (Die Stadt der Träumenden Bücher); in diesem Fall sind es halt die Schöpfer der keltischen Sagen, die alten Ägypter, usw.
Leider muss man sagen, dass gerade die beiden Hauptpersonen, Josh und Sophie, gegenüber den mythischen Charakteren ein wenig verblassen. Die wirklich historischen Persönlichkeiten, Nicolas Flamel und Dr. John Dee sind begeisternd lebendig beschrieben und recht gut auf die tatsächlichen Lebensumstände der beiden Originale abgestimmt. Es ist eine hühsche Idee und eine gute Anregung für den Leser, Josh über Flamel und Dee im Internet recherchieren zu lassen.
Fazit:
Wer die Vermischung von Fantay und realer Welt mag, der wird dieses Buch lieben. Die vielen Wesen, die aus Sagen und alten Geschichten bekannt sind, bilden einen gigantischen Hintergrund für dieses Buch. Für jemanden, der aber schon viel im Fantasygenre gelesen hat, ist diese Story nur die Aufgewärmte Version altbekannter Geschichten; wenn auch hübsch überbacken und gewürzt mit neuen Ideen und in einer Kombination, die zwar sehr gewagt, aber durchaus logisch stimmig ist. Alles in allem also durchaus gute Unterhaltung, auch wenn es einen nicht vom Hocker reißt.