Wie man bereits an der Inhaltsangabe erkennt, bespricht Frenschkowski eine Vielzahl unterschiedlicher Phänomene. Die eigentlichen Kapitel sind sehr kurz, doch jedes Unterkapitel verfügt über seine eigene Literaturliste. Dies macht es einfach, mehr über bestimmte Gruppen zu erfahren.
Frenschkowski hat von sich aus nur den Anspruch, eine Einführung sein zu wollen; anders ist es bei einem solch beschränkten Platz nicht möglich. Besonders Gruppen, über die noch nicht so viel geschrieben wurde, liegen in seinem Interessenbereich; die Freimaurer, über die es eine Unmenge von Büchern gibt, sind der Vollständigkeit halber erwähnt, allerdings nicht sehr ausführlich.
Das Buch ist in einem wissenschaftlichen Stil geschrieben, der jedoch auch für Laien verständlich ist. Hier wirkt sich die Kürze der Kapitel als Vorteil aus, denn bei all diesem Material wären zu lange Kapitel belastend geworden.
Neben weiteren wissenschaftlichen und anderen Quelltexten findet sich auch eine Reihe von Verweisen auf Belletristik oder auf Filme, was den Text merklich auflockert.
Herausgekommen ist bei alldem ein gutes, solides Buch, das die Basis für weitere Lektüren bilden kann. Vor allem die Darstellung des Ansehens der verschiedenen Gruppierungen zu verschiedenen Zeiten ist interessant; oft genügten einige wenige Anlässe, um die Gefühle der Menschen umschlagen zu lassen. Ein Einblick in die Kulturgeschichte, der dem interessierten Leser viel Freude bereiten wird.