Klappentext
Gesamtausgabe der veröffentlichten Gedichte und eine Auswahl aus dem Nachlass. Mit einem Nachwort von Christoph Meckel.
Auszug
Muscheln seid ihr vergleichbar,
Arm und klein an Gestalt.
Nicht mehr von Wogen erreichbar,
Scheint ihr schon tot und kalt.
Lächerlich winzige Reste
Einer stürmenden Zeit,
Strandes seltsame Gäste
Nun in der Einsamkeit.
Das weiße Haus
Nun wehn die grauen Schleier
Wohl um dein weißes Haus,
Die hohn Kastanien rauschen
Auf den Weg hinaus.
Dunkel starrn die Fenster,
Die wirr der Wein umflicht,
Nur aus einem zittert
Müdes Licht.
Und gießt der Mond auf Erden
Die silberne Schale aus,
Dann lischt der gelbe Schein am
Fenster aus.
Du kommst aus deinen stillen Wäldern,
Du fühlst am Ohr den Zug der Luft.
Der Abend düstert auf den Feldern.
Von lohnden Feuern raucht ein Duft
Knisternd verbrannter Tannenzweige
Rundum zum Himmel...