Heinrich von Herzogenbergs Kirchenoratorium "Die Geburt Christi" ist eine
Besonderheit! Vom Choral zum Mitsingen bis zur Hirtenmusik bietet es so
Alles, was den Zuhörer in prächtiger Weihnachtsstimmung versetzt. Diese
weltweite CD-Einspielung schließt eine Lücke auf dem Musikmarkt: Von
Heinrich von Herzogenbergs 1894 entstandenem Weihnachtsoratorium "Die Geburt
Christi" liegt jetzt ERSTMALS eine authentische Aufnahme mit den vom
Komponisten geforderten sechs Solisten, Gemeindegesang und Harmonium vor.
Mit beindruckender Intonation und homogenen Stimmgruppen, klarem, geradem
Sopran, sonorem und dennoch beweglich-schlankem Alt, weichen, doch präsenten
Männerstimmen hört man einen ausbalancierten, runder Klang, indem sich
polyphones Geflecht noch gut durchhören läßt, der aber auch die nötige Fülle
für romantisch-flächige Passagen bietet. So beeindruckt schon der erste Chor
durch perfekt an- und abschwellende Dynamik.
Matthias Beckert interpretiert mit viel Sinn für die schlichte
Volkstümlichkeit des Oratoriums und beweist Liebe zu eben den Details, die
das Stück über die Schlichtheit hinausheben. Erfreulich auch das Orchester:
Es herrschte große Klangschönheit, dazu gibt es hervorragend gestaltete
Melodiebögen und ein gutes Zusammenspiel, auch mit dem Harmonium; angemessen
weihnachtlich-festlich zudem die Orgel.
Die Aufführenden haben der Welt mit Ihrer Ersteinspielung der "Die Geburt
Christi" ein klangliches Geschenk gemacht, das die Weihnachtszeit
erleuchtet!