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Produktinformation
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Auf dem Asteroiden Gateway liegen seit mehreren hunderttausend Jahren die verlassenen Schiffe der Hitschi. Sie werden von wagemutigen Prospektoren ins Ungewisse geflogen. Denn die Schiffe lassen sich zwar starten, aber nicht steuern -- sie fliegen einem von den Hitschi vorprogrammierten Ziel entgegen. Und so ist Gateway eine Lotterie. Der eine kehrt mit leeren Händen zurück, der andere erbeutet Hitschi-Artefakte und gewinnt unermesslichen Reichtum. Doch manch einer kommt gar nicht oder zumindest nicht lebendig zurück.
Robinette Broadhead brachte sein dritter Gatewayflug Millionen ein, aber kein Glück. Er benötigt vielmehr die Dienste seines Therapieprogramms Siegfried Seelenklempner, um die Ereignisse auf seinem letzten Flug zu verarbeiten. Was eine handfeste, abenteuerliche Goldsuchermär hätte werden können, entpuppt sich als verstörender, lebensfeindlicher Weltraumtripp.
Geistvoll und zynisch vermischt Pohl Humorvolles und Tragisches und kreiert damit ein überaus faszinierendes Setting für seine vom Traum von Gold, Ruhm und Liebe angetriebenen Protagonisten. Doch dieser Traum wird von der Unzulänglichkeit der Menschen ad absurdum geführt: Die Sternenfahrer sind nicht die strahlenden, technisch überlegenen Helden einer fortschrittsgläubigen Science Fiction. Vielmehr sind sie Normalos, die einigermaßen ratlos und in ihren eigenen psychischen Befindlichkeiten gefangen von den Hitschi-Schiffen in den Weltraum katapultiert werden. Bei aller Bitterkeit und Tragik schafft es Pohl aber dennoch, witzig zu bleiben und eine spannende Geschichte zu erzählen.
Mit der Gateway-Trilogie bekommt man 900 Seiten unterhaltsame und intelligente Science Fiction geboten -- einen wahren Klassiker, denn hier meint klassisch nicht angestaubt, sondern klasse! --Simon Weinert
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In erster Linie lebt der Roman von seiner großartigen Idee. Die Menschheit hat eine Art Transporter einer uralten Rasse entdeckt. Die Benutzung ist ein abenteuerliches Glücksspiel und vergleichbar mit Goldgräbern oder dem Amerikanischen Traum. Entweder man kommt nie zurück oder man findet etwas wertvolles und wichtiges.
Der Leser erhält einen guten Überblick über das, was in den 70ern thematisiert wurde. Von schwarzen Löchern, Robotern bis hin zu Gesellschaftsproblematiken. Die aufgezeigte „Science" ist im Astrophysik-Bereich solide, wirkt aber in anderen Bereichen leicht überaltert. Insgesamt sehr „realistische" SciFi, ohne Pulp Elemente.
Von seiner Intention her ist „Gateway" ein Buch über Menschlichkeit und über menschliche Schicksale. Pohl erzählt eine melodramatische Geschichte, das Dramatische findet sich in fast allen Handlungssträngen und Lebensläufen. Demnach kein Buch für Happy-End-Leser. Auch kein Buch für Liebhaber von Spannungsliteratur, Raumkämpfen oder Actionszenen.
Vielmehr ein fesselnder Abenteuerroman mit interessanter Zukunftsvision, der auch heute noch gut lesbar ist. Die beiden im Buch integrierten Folgeromane sind nur Beiwerk und fallen qualitativ ein wenig ab.
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