Es ist gut, dass neben all dem Mainstream, dem Seichten und Unverbindlichen in der gegenwärtigen Literatur es noch Bücher gibt wie das vorliegende. Der erfolgreiche Autor Wolf Haas, mit seinen Brenner-Roman regelrecht berühmt geworden, hat eine Geschichte, eine Fabel gedichtet, die sich um das Versmass nicht schert, deren Textzeilen sich aber immer irgendwie reimen. Es geht um einen Fuchs und eine Gans, jenes alte Fabelpaar, das Kinder hauptsächlich aus den Geschichten von Janosch kennen, wo die Gans regelmäßig den Kürzeren zieht.
Nicht so hier, wo die kluge Gans einem Fuchs hilft, seine derangierte Frisur wieder auf Vordermann zu bringen.
"Ich kanns!
Ich bin die Gans!
Ich mach es wieder heil.
Ich bin die Gans im Gegenteil!"
ruft sie immer wieder aus, ein Vers, der zum Ohrwurm werden kann, wenn man das Buch öfter vorliest.
Neben den teilweise schrägen Versen von Wolf Haas lebt das fest in dicken Karton eingebundene Buch von den wunderbaren und mit feinem Strich gezeichneten Illustrationen von Teresa Präauer, einer 1979 geborenen und in Wien lebenden Künstlerin und Schriftstellerin.