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Die Galgenfrist
 
 
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Die Galgenfrist [Taschenbuch]

Bernard Cornwell
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 352 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (16. September 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 354828387X
  • ISBN-13: 978-3548283876
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 108.575 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Bernard Cornwell
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Cornwell hat ein Auge für Details: Meisterhaft lässt er das England des 19. Jahrhunderts aufleben.« BRIGITTE »Cornwell ist eine Klasse für sich.« Freie Presse

Kurzbeschreibung

Der englische Bestsellerautor Bernard Cornwell hat einen neuen Helden geschaffen: Der Ermittler Rider Sandman muss den Mord an einer freizügigen Gräfin aufklären. Es wird eine spannende Jagd nach dem wahren Täter, die auch eine Anklage gegen die Todesstrafe ist. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
45 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Galarina TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Bernard Cornwells Roman „Die Galgenfrist" ist im Original unter dem verräterischen Titel „Gallows Thief", wörtlich übersetzt Galgendieb, erschienen. Als Galgendieb entpuppt sich der Protagonist Rider Sandman, ein Kriegsheld der Waterloo - Schlacht, der nach seiner Heimkehr feststellen muß, dass sein Vater sich wegen des Verlusts des Familienvermögens, der finanziellen Schädigung etlicher Investoren und des damit einhergegangenen sozialen Abstiegs umgebracht hat. So findet sich Sandman nach dem Verkauf seines Offizierspatents arbeitslos in einer Unterkunft in der Londoner Drury Lane mit äußerst zweifelhaftem Ruf wieder und trauert um seine Verlobte, die auf Druck der ehrgeizigen Mutter die Verlobung mit ihm lösen musste.

Geblieben sind Rider Sandman seine Cricket-Fähigkeiten und einige wenige einflussreiche Freunde - was aber natürlich nicht zum Leben reicht. Rider erhält den Regierungsauftrag die Petition der Mutter eines jungen Malers, der wegen Mordes verurteilt worden ist und in Kürze gehängt werden soll, als Inspektor zu überprüfen und nimmt diesen aus Geldmangel an. Schnell hat Rider Zweifel an der Schuld des Verurteilten und der zunächst einfach scheinende Auftrag wird zum Wettlauf gegen die Zeit, bei dem er von Berrigan einem Sergeant aus der Waterloo-Schlacht, Sally Hood, Malermodell und Schauspielerin (Statistin), seinem Freund Lord Alexander und seiner Ex-Verlobten Eleanor unterstützt wird. Rider Sandman gerät im Laufe der Untersuchungen schnell unter die Oberfläche des von der einflussreichen Oberschicht geschaffenen verkrusteten Systems, das, koste es, was es wolle, auf den Erhalt von vorhandenen Privilegien ausgerichtet ist.

Der Schriftsteller-Routinier Cornwell versteht es, das London des 19. Jahrhunderts mit all seinen sozialen Konflikten und Abgründen so aufleben zu lassen, dass die Handlung unterstützt wird, d.h. der historische Rahmen nicht dominiert. So wird die juristische Situation im England des 19. Jahrhunderts zum Treiber für eine spannende Kriminalgeschichte. Die tragenden Charaktere sind niemals eindimensional, sondern haben alle, einschließlich Rider, ihre Ecken und Kanten. Rider z. B. ist stolz, ehrenhaft und gerecht, aber mit einer gehörigen Portion Jähzorn belastet; sein Freund Lord Alexander ist ein herrlich schrulliger Charakter.

Bernard Cornwell verarbeitet in seinem Roman Meinungen und Argumente von Befürwortern und Gegnern der Todesstrafe, die ihre besondere Eindinglichkeit durch den Prolog erreichen. Cornwell eröffnet "Die Galgenfrist" mit der detaillierten Schilderung einer öffentlichen Hinrichtung im London des Jahres 1817 in all ihrer Brutalität, lässt uns erschaudern vor den Geschäftemachern, die Hinrichtungen zum Volksfest machen und konfrontiert uns mit der Gier der Schaulustigen.

Die Handlung wird stringent mit stetig steigendem Spannungsbogen und ohne Längen fortgeführt. Mag sein, dass die Auflösung der Kriminalgeschichte wenig spektakulär ist, Glanzpunkt des Romans ist aber ohnehin die sprachlich flüssige Entwicklung und Ausgestaltung der Charaktere in ihrer Zeit.

Wer bereits Romane von Bernard Cornwell kennt, sollte wissen, dass „Die Galgenfrist" insofern ein für den Autor ungewöhnlicher Roman ist, da keine Schlachten, Belagerungen etc. geschildert werden; es handelt sich um eine reine Kriminalgeschichte. M. E. kommt „Die Galgenfrist" nicht an Cornwells Artus-Trilogie heran, allerdings hätte die auch einen sechsten Amazon-Stern verdient! Dennoch ist „Die Galgenfrist" ein sehr empfehlenswertes Lesevergnügen. Rider, Sally und Berrigan geben ein so interessantes Gespann ab, dass ich mir einen weiteren Roman mit diesem Trio wünschen würde.

Cornwell lässt seine Fans nicht hängen.

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21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von R.S. TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Rider Sandman ist ein verarmter Offizier blieb aber immer zutiefst ehrlich und ehrenhaft. Als er eines Tages vom Innenminister den Auftrag erhält, einen Mordfall nochmals zu untersuchen, macht er sich daran die Hintergründe im Gegensatz zur Justiz wirklich aufzuklären und stößt schon bald auf ein Netzwerk der Oberschicht, die seine Arbeit verhindern möchte. Der Roman ist eine Anklage der Todesstrafe, nicht nur unter den Voraussetzungen des frühen 19. Jahrhunderts.

Sprachlich hat man einen echten Cornwell vor sich. Alles was ich von diesem Autor bisher gelesen habe konnte mich sowohl sprachlich als auch stilistisch überzeugen. Anders als die Artustrilogie und die Saxon-Chronicles (Serie um König Alfred) ist der Roman in der personalen Erzählperspektive gefasst. Die Figuren sind typisch für Cornwell sehr gut gearbeitet, sie sind weitab vom Klischee, haben Stärken und Schwächen und entwickeln sich von der ersten Seite an weiter. Allerdings gilt es festzuhalten, dass der Roman so gut er auch sein mag nur selten die Spannung der genannten Werke erreichen kann. Cornwell schafft es nicht den Leser wirklich an das Buch zu fesseln.

Insgesamt hat Bernard Cornwell eine sehr gute Anklage gegen die Todesstrafe geschaffen. Das Buch hat bei weitem nicht die -zugegeben herausragende - Klasse der Artustrilogie oder der Alfredreihe ist aber dennoch ein guter und lesenswerter historischer Roman, der zusätzlich ein klares politisches Statement gibt.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kein Sharp, aber spannend 13. November 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Um es vorwegzunehmen: An die großartigen Sharp-Romane reicht das kriminalistische Abenteuer des Waterloo-Veteranen Rider Sandman nicht heran, aber Cornwell beweist trotzem, dass er einer der ganz Großen im Historien-Genre ist. Mit seinem Schreibstil erzeugt er auch hier von der ersten Seite an viel Atmosphäre und einen ungeheuren Lesesog.

Spannend ist der Kriminalfall ebenfalls, allerdings lässt die Auflösung zu wünschen übrig. Sie ist ... nun ja, zu alltäglich, zu wirklichkeitsnah. Von allen vorstellbaren Lösungen trifft die einfachste zu. Es gibt also keinen Knalleffekt zum Schluss.

Überhaupt wirkt der Roman hintenraus so, als hätte Cornwell schnell zum Ende kommen wollen. Im Laufe der Handlung hat sich Rider Sandman einen unversöhnlichen Feind gemacht, es sieht nach einem Duell zwischen den beiden aus, und als der Kampf dann unausweichlich scheint, passiert nichts. Cornwell drückt sich um die Action - wann hat es das schon mal gegeben? Trotzdem ein empfehlenswertes Buch.

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