ich bekenne mich auch als mit Vorurteilen behaftete Leserin gegenüber Perry Rhodan.
Vor langer Zeit hatte ich ein oder zwei Hefte und ein Buch gelesen und diese hatten mich in dem Vorurteil bestärkt.
Perry ist wie Kirk für mich einfach ein raumfahrender Cowboy, der macht was er will und ständig werden irgendwelche Waffen und Kriege beschrieben.
Da wir dann vor kurzem auch noch ein Computerspiel spielten, indem sich Perry wieder von seiner absolut blödesten Seite zeigte, wollte ich auch auf dem Dortcon nicht zu der Lesung von Leo Lukas gehen. Dann hat mich der Autor als humorvoller Mensch mit seiner Art überzeugt, dem eine Chance zu geben.
Wir haben uns im Anschluss an die Lesung (in der es nicht um P.R: ging) über verschiedene Möglichkeiten des P.R. Universums unterhalten und er schaffte es, mein Interesse zu wecken. Demzufolge habe ich ARA TOXIN gelesen.
Ich fand das Buch spannend und einige schöne satirische Ideen enthaltend. Vielleicht sollte man nicht alles so ernst nehmen! Die "Tischwesen" sind schon eine lustige Idee und ich fand es sehr angenehm, dass nicht wirklich P.R: im Mittelpunkt stand, sondern ein Charakter, der mit Hilfe einiger Tricks sehr interessant ist und uns in der selben Unsicherheit läßt wie er sich selbst fühlt. Da ich kein Lektor bin, stören mich die kritisierten Dinge nicht so sehr. Für mich war von Anfang an wichtiger mehr über fremde Lebewesen zu erfahren, deren Lebensweise und Entwicklung. Der Beginn aus der Sicht des Assassinen zerstörte gleich ein weiteres Voruteil: Ich nicht mag es eigentlich nicht, ein Buch aus der Sicht des Bösen zu lesen. Die Figur wird aber so gut eingeführt, dass ich einfach mehr über sie erfahren wollte. Bei der nächsten Szene dachte ich, es ginge nun wieder nur um Hauen, Schießen und Töten. Ich war sehr erfreut, als die Szene vorbei war und ich mit Perry zusammen neugierig im Unbekannten gelandet bin. Mir hat das Buch zumindest so gut gefallen, dass ich es gleich durchgelesen habe und ich hoffe es geht so weiter.